Donnerstag, 24. Mai 2012


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Mittwoch, 9. Juni 2010 | News

BP zwischen Öl-Lecks und Fettnäpfchen

(Link zum Artikel: http://www.entwickler.de/cod//055798)
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Der britische Ölkonzern BP macht derzeit bekanntlich größenteils Negativschlagzeilen. Immer noch strömen enormen Mengen Öl aus dem Leck im Golf von Mexiko und verseuchen die Umwelt. Ein Kritikpunkt, der die Diskussionen um den Konzern und die Katastrophe stets begleitet hat war, dass man hunderte Million für aufwendige Werbekampagnen ausgegeben, an nötigen Sicherheitsmaßnahmen allerdings gespart habe. Kein Wunder also, dass neue Werbeambitionen des Öl-Multis auf Empörung stoßen.

So fiel unter anderem Mashable auf, dass BP erneut Geld ausgegeben hat, um mit Sponsored Posts ganz oben in den Charts der Suchmaschinen von Google und Yahoo zu landen. Das prekäre an der Sache: Diese sind auch mit der Suchphrase "Oil Spill" verknüpft. Die gekauften Treffer führen den Suchenden auf BPs "Gulf of Mexico Response", die hauseigene PR-Seite zum Öl-Leck.

Derartige Schritte dürften Umwelschützer als Schlag ins Gesicht interpretieren. Bereits jetzt gibt es auf Facebook mehrere Gruppen, die zu Boykotten des britischen Öl-Konzerns aufrufen. Greenpeace hat sogar einen Wettbewerb ins Leben gerufen, in dem nach einem adäquateren Logo für BP gesucht wird. Derweil verhöhnt ein Fake Twitter Account die Maßnahme unter anderem mit folgendem Tweet:

By the way, we made it so if you google image search "oil spill" or "bp" you'll see some great celeb sideboob pics. #bpcares

Derzeit scheint es für BP schlichtweg ausweglos, sich durch Sponsored Posts, Werbe- oder PR-Kampagnen aus der Imagekrise zu befreien. Zu verärgert ist die Öffentlichkeit, zu kritisch hinterfragt man jeden Schritt des Unternehmens. Und dem scheint so schnell kein Abbruch bevorzustehen – eine endgültige Lösung für die Probleme im Golf von Mexiko scheint nach wie vor nicht in greifbarer Nähe.

(Bild: Mashable)
(Bild: Mashable)

(Bild: Mashable)
(Bild: Mashable)

(jt)

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