Business Technology 3.17

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Erhältlich ab: August 2017
Umfang: 68 Seiten
Autoren / Autorinnen:
Andreas Arnold, Dr. Sebastian Bindick, Prof. Dr. Tobias Brückmann, Stephan Dahm, Laura Dietze, Dr. Clausia Hess, Alexander Heusingfeld, Jürgen Lampe, Florian Lautenbacher, Stephen Lorenzen, Dr. Christoffer Menk, Frank Pientka, Reginald Rink, Steffen Stumpf, Martin Weisath

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Technologiemanagement

Nicht nur für Großkonzerne
Aufbau eines EAM bei einem KMU
Dr. Claudia Hess und Dr. Florian Lautenbacher

Seien Sie vorbereitet
Probleme bei der Einführung von Microservices
Alexander Heusingfeld

Auf die richtige Technologie setzen
Der Gartner Hype Cycle
Steffen Stumpf und Stephen Lorenzen

Eins nach dem anderen
Richtig priorisieren
Jürgen Lampe

Veränderungen

Starr trifft auf agil
Agile Entwicklung als Dienstleistung
Reginald Rink

Alte Strukturen aufbrechen
Agile Softwareentwicklung im Konzernumfeld
Dr. Sebastian Bindick und Dr. Christoffer Menk

Ein bisschen Agile reicht nicht
Digitalisierung und Flexibilisierung in großen Organisationen
Prof. Dr. Tobias Brückmann

Reicht das für eine Transformation?
Wie Unternehmen erfolgreich nachhaltige Veränderung angehen können
Laura Dietze und Martin Weisath

Cloud

Serverlos durch die Nacht
Wie gehen Funktionen ohne Server?
Frank Pientka

Best Practices für die Cloud-Entwicklung
Agil trifft DevOps
Andreas Arnold und Stephan Dahm

Liebe Leserin, lieber Leser,

wussten Sie, dass Regenwürmer in Nordamerika ein großes Problem sind? Vielleicht nicht. Aber von Problemen mit Rehen in Neuseeland oder Hasen in Australien haben Sie sicherlich schon einmal gehört. Regenwürmern, Rehen und Hasen ist gemein, dass sie in den genannten Ländern keine eingeborenen Arten sind, sondern eingeschleppte. Das Ökosystem ist nicht auf sie eingestellt. Im Fall des Regenwurms kam ein Meister der organischen Zersetzung in eine Umgebung, die sich gut ohne dergleichen eingerichtet hatte. Die Pflanzen ließen ihre Samen fallen und diese keimten in der obersten Erdschicht. Bis der Regenwurm kam und Blätter und Samen in die Tiefe zog und den Boden verdichtete. Jetzt finden sich in ganzen Landstriche kaum Wildblumen mehr, weil sie dort nicht mehr keimen können. Ähnliches gilt für die Rehe und Hasen, die nicht von Fressfeinden bedroht alles kahl fressen.

Die eingeschleppten Arten haben meist den Vorteil, dass sie die Vorzüge und Nischen der neuen Umgebung besser nutzen können als alteingesessene. Oder ganz schlicht nicht gefressen werden. Sie verändern das Ökosystem oft so schnell, dass einheimische Arten nicht mehr mitkommen. Die Evolution hält mit den Eindringlingen nicht Schritt.

Mich hat die Geschichte vom Regenwurm in Nordamerika an die momentane Situation vieler Unternehmen erinnert. Auf einmal kommt so ein neues Unternehmen – ob als Start-up oder bereits großer Konzern – und krempelt die komplette Branche um. Diese Disruptoren sind auch oft eingewandert. Selten kommen sie aus den Branchen – den Ökosystemen – selbst, sondern von außen und mit Absicht. Die alteingesessenen Unternehmen schauen erst verwundert zu, beschweren sich vielleicht noch bei der Politik und verschwinden dann von der Bildfläche. Anstatt ihren gemächlichen Evolutionspfad zu verlassen und sich aufzumachen, die Einwanderer wieder einzuholen. Lange Zeit zum Zugucken bleibt nicht. Denn sonst hat sich das Umfeld schon zu sehr verändert und das eingewanderte Unternehmen schon neue Spielregeln aufgestellt. Auch auf Nischenpositionen kann man sich nicht mehr verlassen. Was früher eine kleine, glückliche Geschäftsinsel war, ist vielleicht bald keine mehr.

Es gilt also vielleicht nicht mehr „survival of the fittest“, sondern „survival of the fastest“.

Melanie Feldmann, Redakteurin

Kommentare, Anregungen und Ideen sind uns immer willkommen unter: redaktion@bt-magazin.de


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