Eclipse Magazin 1.06
Keine Kommentare

Eclipse als Sprachtalent

Erhältlich ab: November 2005
Umfang: 98 Seiten Seiten
Autoren / Autorinnen:
Thomas Baustert, Boris Bokowski, Caroline Buck, Stefan Edlich, Leif Frenzel, Peter Friese, Frank Gerhardt, Jörn Gottschau, Sven Hankemeier, Martin Klaus, Dieter Krause, Patrick Kunert, Martin Lippert, Markus Maurer, Daniel Mendler, Sebastian Meyen, Dirk Mögenburg, Alexander Neumann, Michael Seeboerger-Weichselbaum, Ralph Steyer, Marc Teufel, Stephan Wilczek, Ralph Wirdemann, Eberhard Wolff, Lars Wunderlich, Nico Zimmermann

Magazin


News


Bücher


  • J2EE mit Eclipse 3 und JBoss (Ramin Assisi)

  • Java-Entwicklung mit Eclipse 3.1, 3. Aufl. (Berthold Daum)

Interview
IONA CTO Eric Newcomer im Gespräch


EclipseCore


Eclipse 3.2
Preview auf das nächste Eclipse


Unter der Haube, Teil 1
Die Eclipse Runtime


Rich Clients


RCP-Praxis
Komplexe MultiPage-Editoren selbst entwickeln


WebRCP
RCP-Anwendungen mit Java Web Start starten


Plug-in Parade


Eclipsecolorer
Tool-gestützte Performanceanalyse


FDT
Entwicklungs-Tool für Flash


Ruby Development Tool
Eclipse-Plug-in für Ruby


Spindle
GUI Builder für Tapestry


Spring IDE
Eclipse unterstützt auch bei der Spring-Entwicklung


Web Development


Apache Axis und Web Tools Platform, Teil 2
Web-Services-Entwicklung mit dem Contract-First-Ansatz


GUI-Design


SWT GUI Builder
Visual Editor, SWT Designer und Jigloo im Test


Das Sprachtalent


Sprachtalent Eclipse
Basisplattform für unterschiedlichste Programmiersprachen


Language Toolkit (LTK)
API für automatisierte Refactorings in Eclipse-basierten IDEs


Know-how


Application Lifecycle Framework (ALF) Project
Die Lösung des Integrationsdilemmas


Device Software Development Platform (DSDP) Project
Neues Eclipse-Projekt im Embedded-Markt


XML und Eclipse
Plug-ins für die Arbeit mit XML, XSLT und XSL-FO


Praxis


Basics der Plug-in-Entwicklung
Erfahrungsbericht über die Entwicklung kommerzieller Eclipse-Plug-ins


EclipseME
MIDlets entwickeln mit Eclipse und der Java ME


Tools


MyEclipse Enterprise Workbench 4.0
Praktischer Einstieg in die Java EE-Entwicklung


My Personal Eclipse


…mit Boris Bokowski
Erfolgreiche Umsetzung der „monkey see, monkey do“-Methode zur Entwicklung von Eclipse-Plug-ins


…mit Frank Gerhardt
Durchblick dank Farbe im Java-Editor


Universalplattform für Programmiersprachen


Liebe Leserinnen, liebe Leser,


Von nicht wenigen wird Eclipse nur als Java-IDE wahrgenommen oder verwendet. Dabei hatte Big Blue schon mit der ersten Version der IBM Workbench, aus der dann im November 2001 das quelloffene Eclipse wurde, die Absicht, alle Entwicklungsprodukte von IBM „pluggable“ zusammenzuführen, also eine Plattform auch jenseits von Java zur Verfügung zu stellen. Dass Eclipse sich vier Jahre später tatsächlich zu einer Universalplattform für Programmiersprachen überhaupt entwickelt hat, darüber gibt unser Titelthema zu „Eclipse als Sprachtalent“ ab Seite 55 eine beeindruckende Querschau – und es ist hier nicht nur von der Unterstützung renommierter Sprachen à la C/C++, Cobol oder PHP die Rede, es kommen auch Lösungen für jeden nur vorstellbaren Sprachexoten wie zum Beispiel Erlang, Goo oder Nice zur Sprache. Die Voraussetzung dafür liefert der Eclipse-Texteditor, den wir in einer früheren Ausgabe ausführlich vorgestellt hatten. Den Artikel dazu finden Sie übrigens unter www.eclipse-magazin.de/texteditor.


Richtet man den Blickwinkel auf das nunmehr zu Ende gehende Jahr 2005, so sind, durch die Eclipse-Brille betrachtet, drei einschneidende Zäsuren hervorzuheben: erstens, dass im Frühjahr – rund um die EclipseCon – die Eclipse Foundation Verstärkung durch die Big Player BEA Systems, Borland und Wind River erhielt. Diese stiegen als sog. Strategic Developer und Vorstandsmitglieder ein und müssen mindestens acht Entwickler abstellen, wodurch zwangsläufig Leben in die Projekte kommt, für die die Unternehmen sich verantwortlich zeichnen. Davon profitieren einige Projekte innerhalb des Eclipse-Ökosystems nicht unerheblich – man denke nur an das zwischenzeitlich verwaiste und nun von BEA und Borland geförderte Web Tools Platform (WTP) Project oder die Device Software Development Platform (DSDP), die von Wind River geführt wird. Ein weites Highlight war dann natürlich im Sommer das Release von Eclipse 3.1, das wir ja bereits in der letzten Ausgabe ausreichend gewürdigt haben. Und schließlich standen in den letzten zwei Monaten wieder weitere Unternehmensbeitritte im Brennpunkt der Berichterstattung. So haben im September und Oktober zum Beispiel Compuware, IONA, Nokia, Serena und die PHP-Schmiede Zend ihren Beitritt in das Open-Source-Konsortium bekannt gegeben. Daraus resultieren unter anderem zwei Projekte, auf die ich im Rahmen dieser Ausgabe Ihren Blick lenken möchte: zum einen das SOA Tools Project (STP) und zum anderen das Application Lifecyle Framework (ALF).


Beide sind geeignet, sich sehr gut zu ergänzen. Das von Serena, also einem Unternehmen, das im Bereich Configuration und Application Lifecycle Management zu Hause ist, initiierte ALF ist mittlerweile als Projekt akzeptiert. ALF basiert selber auf einer Art SOA und soll ein Lifecycle Management Framework, also ein höherwertiges Infrastrukturfundament für die Interoperabilität von ALM-Tool zu ALM-Tool, zur Verfügung stellen. STP hingegen befindet sich noch in der Ausschreibungsphase (Proposal) und ist als Entwicklungstool für SOA-basierte Anwendungen konzipiert. Des Weiteren, das erfahren wir in unserem Interview mit IONAs CTO Eric Newcomer ab Seite 14, soll diese SOA Tooling Platform innerhalb des Eclipse-Kosmos den Entwickler vom Zwang befreien, die Plattformen zu wechseln, um einzelne Komponenten einer SOA zu entwickeln – mit dem Ergebnis, dass die Produktivität gesteigert und die Komplexität verringert werden. Ziele, die gerade in Zukunft in hoch komplexen serviceorientieren Architekturen zum obersten Gebot werden könnten.


Themen wie zum Beispiel Programmiersprachenunterstützung, ALM und SOA auf der einen Seite, Unternehmen wie Nokia, Serena oder Zend, also mit sehr unterschiedlicher Ausrichtung, auf der anderen Seite – Sie sehen, wie variabel sich der Eclipse-Kosmos mittlerweile gestaltet. Mehrere Millionen Downloads, mittlerweile über 150 involvierte Unternehmen und mehr als 1.000 Plug-ins sind beeindruckende Argumente für den Erfolg der Plattform „für alles Mögliche und nichts im Besonderen“.


Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Ihnen
Alexander Neumann, Redakteur Eclipse Magazin



Weitere Ausgaben

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -