Eclipse Magazin 1.09
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Groovy & Eclipse

Erhältlich ab: November 2008
Umfang: 90 Seiten Seiten
Autoren / Autorinnen:
Ahmet Aker, Christian Bäurle, Hamid A. Borna, Markus Demolsky, Peter Friese, Holger Funke, Dominik Hirt, Thorsten Kamann, Matthias Kammermann, Werner Keil, Zeljko Markovic, Jochen R. Meyer, Frank Michahelles, Ralph Müller, Stefan Reichert, Markus Stäuble, Marc Teufel, Maximilian Weißböck, Vladimir Zavt

Magazin


Ralph Müllers „Quartalsreport“


Bücher


Praxis


Divide et Impera: Das OSGi Framework
Komponentenbasierte Vorgehensweise beim Erstellen eigener Eclipse-Plug-ins
Holger Funke


Harmonischer Gleichklang
Classpath-Container zur Integration verschiedener Build-Umgebungen
Dominik Hirt


Development


Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte
Eine Groovy-DSL mit Eclipse-GMF visualisieren
Thorsten Kamann und Christian Bäurle


Schlangentanz
Python und Jython im Eclipse-Umfeld
Marc Teufel


Testen


Wie viel Simulation ist genug?
Simulation von Callbacks mit existierenden Mock Frameworks
Ahmet Aker


Qualität für alle
Kennen Sie schon SWTBot, das praktische Tool für automatisierte SWT- und RCP-Tests?
Zeljko Markovic


Automatisierte Kontroll-Untersuchung für RCP
QF-Test/swt: Kommerzielles Werkzeug für automatisierte SWT-Tests
Markus Stäuble


Reporting


Arbeit für den Drucker
Printing- und Reporting-Lösungen in Java mit JasperReports und iReport
Jochen R. Meyer


Maßgeschneidert
Reportdesigns mit der BIRT Report Engine
Hamid A. Borna und Frank Michahelles


Enterprise


Enterprise Eclipse
Remoting und Caching in verteilten Eclipse-RCP-Anwendungen
Peter Friese und Stefan Reichert


Eclipse, MARS und die Euro
Entwicklung eines Multimedia-Redaktionssystems auf der Basis von Eclipse RCP
Matthias Kammermann und Maximilian Weissböck


Mule IDE
Integration mit dem Open Source ESB Mule
Markus Demolsky


Anwendungsentwicklung produktiv
Softwareentwicklung – schneller, flexibler, einfacher, komponentenbasiert und standardisiert
Vladimir Zavt


Eclipse-Projekte


Eclipse Babel
Mythos und Wirklichkeit der Internationalisierung von Eclipse
Werner Keil


DSLs visualisieren?


Domänenspezifische Sprachen sind ein Hype, aber nicht nur das, sie sind auch außerordentlich nützlich. Vorbei die Zeiten, als man an die eine allmächtige Sprache glaubte, von der ausgehend man sämtliche Probleme beschreiben könnte (Java, C++, C#, UML) – und dies in hinlänglich aussagekräftiger und effektiver Form. Wir wohnen derzeit einer Entwicklung bei, in der für alles und jedes eine Domain Specific Language (DSL) entworfen und verwendet wird. Dabei ist die Anzahl möglicher DSLs zuweilen irritierend. Was ist nun eine DSL und wofür ist sie nützlich? Erst einmal ist festzuhalten, dass der Begriff inhaltlich so gut wie nichts aussagt. Eine DSL ist eine Sprache für einen spezifischen Problembereich (= Domäne) ohne jeden Anspruch, darüber hinaus Gültigkeit zu besitzen. Grundsätzlich lässt sich zwischen technischen DSLs und fachlichen DSLs unterscheiden. Technische DSLs sind beispielsweise die Powershell in der Windows-Welt oder eine Sprache wie BPEL, mit der man nicht versuchen sollte, GUIs für Desktop-Anwendungen zu schreiben, die sich aber ganz hervorragend für die Orchestrierung von Web Services im SOA-Kontext eignet (und freilich auch dafür entworfen wurde). Oder nehmen wir die im Artikel auf Seite 22 erwähnte build.xml aus Ant, welche eine eigene Sprache speziell für das Erstellen von Builts enthält. Fachliche DSLs sind, wie der Name schon sagt, ganz auf fachliche Problemfelder ausgerichtet und sollen helfen, bestimmte Anweisungen von ihrem „technischen Ballast“ zu befreien, sodass sie auch von Nicht-Techies souverän verwendet werden können. Sie haben oft konfigurativen oder deklarativen Charakter und bieten eine schöne Möglichkeit, den Grundsatz der „Separation of Concerns“ zwischen Technologen und fortgeschrittenen Anwendern zu realisieren.


Kommen wir nun zu Groovy! Diese dynamische Sprache für die Java-Plattform bietet mit ihrem Konzept der Builder einen Mechanismus, auf relativ einfache Weise eigene DSLs zu erstellen. Da es so einfach ist, besteht die Versuchung, für viele Fälle eigene DSLs zu entwickeln – und prompt führt der Versuch, Vereinfachung und Klarheit herbeizuführen, beinahe zum nächsten Komplexitäts-GAU. Hier setzt nun unser Titelthema an: Wie wäre es, wenn wir eine textuell vorliegende DSL grafisch visualisieren könnten? Immerhin wissen wir alle, dass grafische Repräsentationen mitunter die einzige Möglichkeit darstellen, komplexe Systeme zu erfassen. Das Graphical Modeling Framework (GMF) von Eclipse ist ein Werkzeug, mit dem sich grafische Editoren generieren lassen. Es lohnt sich daher, sich das Zusammenspiel zwischen Groovy-basierten DSLs und GMF einmal genauer anzuschauen (Seite 22).


Einen interessanten Erfahrungsbericht zum Thema RCP haben wir aus Österreich erhalten. Die Presseagentur APA hat sich im Vorfeld der Euro 2008 mit neuen Anforderungen, namentlich Video- und Multimedia-Content, beschäftigt und sich für einen umfassenden Einsatz von Eclipse RCP entschieden. Unser Erfahrungsbericht auf Seite 67 gibt einen Einblick in das Projekt. Falls übrigens auch Sie interessante Projekte im Eclipse-Umfeld realisiert haben, von denen Sie glauben, dass sie den Einsatz von Eclipse-Technologien exemplarisch vorführen, dann lassen Sie es uns bitte wissen. Vielleicht wird ja ein interessanter Bericht daraus.


Erlauben Sie mir abschließend noch eine Bemerkung in eigener Sache: Wir haben uns entschieden, das Eclipse Magazin von 2009 an häufiger herauszubringen. Statt bisher vier Ausgaben pro Jahr werden Sie zukünftig sechs Ausgaben jährlich, also alle zwei Monate ein neues Heft, erhalten! Wir tun dies auf vielfache Leseranfrage hin und nicht zuletzt deshalb, weil der Eclipse-Markt in phänomenalem Tempo weiter wächst und kontinuierlich neue hochwertige Projekte die Plattform bereichern. Gemeinsam mit Ihnen, liebe Leser, Ihren Anregungen, Ihrem Feedback und möglicherweise auch Ihren Erfahrungsberichten können wir helfen, diesen spannenden Markt weiter zu gestalten! Ich freue mich auf die Herausforderungen


2009 und wünsche Ihnen eine erholsame Weihnachtszeit und einen guten Start ins Neue Jahr!


Ihr Sebastian Meyen, Chefredakteur


Frameworks


Hibernate 3.3.1


Hibernate ist ein Open Source verfügbares Persistenz-Framework für Java. Das Framework ermöglicht es, den Zustand eines Objekts in einer relationalen Datenbank zu speichern und aus entsprechenden Datensätzen wiederum Objekte zu erzeugen.


Mylyn


Mylyn ist ein User Interface, das den Informationsüberfluss verringert und Multitasking vereinfachen soll. Mit Mylyn können Aufgaben in die Eclipse-Entwicklungsumgebung integriert und effektiv bearbeitet werden.


Reporting-Tools


BIRT 2.3.1


BIRT ist ein Java-basiertes Reporting-Tool, das eine Web-ähnliche „Metapher“ zum Entwickeln von Reports unterstützt. Ein umfassendes API hilft dem Entwickler, BIRT in eine Java- oder Java-EE-Anwendung zu integrieren.


JasperReports


Die Reporting-Engine JasperReports ist eine Java-Bibliothek, mit der Reports von XML-Templates und kundenspezifischen Datenquellen (einschließlich JDBC) erstellt werden können.


Python-Jython


Jython ist eine Python-Implementierung, die auf der Java VM läuft. Jython eignet sich zurzeit gut als Skriptsprache in der Java-Entwicklung, ist allerdings konzeptionell eher auf eine vollständige Python-Implementierung als auf eine perfekte Einbettung in die Java-Welt ausgerichtet.


iReport


Bei dem Reporting-Tool iReport für JasperReports (Java reporting library) und JasperServer (reporting server) handelt es sich um einen Reporteditor, der die Organisierung von Diagrammen, Bildern, Subreporten etc. ermöglicht.


PyDev


Entwicklungsumgebung für Eclipse. Zu den Features des Plug-ins gehören unter anderem Code-Ergänzung, Hervorhebung und Analyse der Syntax sowie Debugging. Jython Development Tools (JyDT) JyDT, Jython Development Tools für Eclipse, besteht aus mehreren Plug-ins, die die Entwicklung mit Jython unter Eclipse unterstützen. Außer den üblichen Funktionen bietet JyDT Content-Assist, Control-Click-Navigation sowie verschiedene Ansichtsperspektiven an.


Softwareentwicklung


jLead Community Edition


jLead ermöglicht eine effizientere Realisierung von Softwareprojekten und verfügt über Module, die alle Schichten, die für die Entwicklung einer Web- oder Rich-Client-Anwendung benötigt werden, abdecken. Die Entwicklungsplattform bietet eine Out-ofthe-Box-Architektur, die dafür sorgt, dass alle notwendigen Themen eines Projekts implementiert werden.


Frameworks


Eclipse ResourceBundle Editor


Eclipse ResourceBundle Editor ist ein Eclipse-Plug-in für Editieren von Java resource bundles. Es erlaubt dem Entwickler alle Lokalisierung-Properties-Dateien in einem Fenster zu managen.


ant4eclipse


Ant4Eclipse stellt Ant-Tasks zur Nutzung von Eclipse-Konfigurationen zur Verfügung, mit denen redundante Konfigurationen zwischen Ant und Eclipse vermieden werden. Mit dem PDE-(Plug-in Development Environment-) Support ist es möglich, mit ant4eclipse auch Eclipse-Plug-in-Projekte zu bauen.


Frameworks


  • Hibernate 3.3.1

  • Mylyn

Reporting-Tools


  • BIRT 2.3.1

  • JasperReports

  • iReport

Python-Jython


  • Python

  • PyDev

  • JyDT

Softwareentwicklung


  • jLead Community Edition

Eclipse Plug-ins


  • Eclipse ResourceBundle Editor

  • ant4eclipse

JAX TV


  • Keynote: Less is More: Redefining the „I“ of the IDE von Dr. Mik Kersten

W-JAX 2008


In less than four years, Mylyn‘s task-focused interface has gone from a university whiteboard into the hands of most developers using Eclipse. Not long ago the notion of a tool that hides more of the program than it shows sounded crazy. But as Mylyn continues its incredibly rapid adoption, the numbers are making the next big step in the evolution of the IDE more clear. Tasks are more important than files, focus is more important than features, and an explicit context is the biggest productivity boost since code completion.



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