Eclipse Magazin 1.10
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On the Road to Eclipse 4.0

Erhältlich ab: November 2009
Umfang: 98 Seiten Seiten
Autoren / Autorinnen:
Serge Beauchamp, Boris Bokowski, Guy Philipp Bollbach, Michael Buchholz, Stefan Diener, Kristian Duske, Ulf Fildebrandt, Andreas Graf, Ralph Guderlei, Andreas Michael Hoegger, Jan Köhnlein, Bernd Kolb, Christoph Mathas, Siegfried Nolte, Manfred Novotny, Jens von Pilgrim, Stefan Reichert, Holger Ringels, Nirmal Sasidharan, Thorsten Schlathölter, Karsten Voigt, Gerd Wütherich, Sebastian Zarnekow, Ralf Zozmann

RCP


Enterprise Eclipse RCP
Security und Fehlerhandling
Stefan Reichert


Feldbetrachtungen
Über den Zugang zu Logfiles und Alarmmitteilungen
Holger Ringels


Logging à la OSGi
Verwendung des OSGi LogService in Equinox-Anwendungen
Karsten Voigt


OSGi 4.2
Was ist neu in der OSGi-Spezifikation 4.2?
Gerd Wütherich und Bernd Kolb


Titelthema


On the Road to Eclipse 4.0
Im Gespräch mit e4-Project-Lead Mike Wilson


Das e4-Programmiermodell
Plug-ins programmieren mit Services und Dependency Injection
Boris Bokowski


Flexible Projektstrukturen in e4
Das neue Ressourcenmodell der Eclipse-IDE
Serge Beauchamp


„Innovation ja, aber nicht bei der Plattform“
Doug Schaefer über e4 und seine Alternativen


Development


Erweiterbare Toolentwicklung
Wie man erweiterbare Werkzeuge auf Basis von Eclipse baut
Ulf Fildebrandt


Verwirrung für den Reverse Engineer
Obfuscating Eclipse-RCP- und Hibernate-Applikationen
Michael Buchholz


Persistenzlego
Hibernate-Integration mit Eclipse RCP
Stefan Diener und Manfred Novotny


Modeling


Domänenspezifische Sprachen mit Xtext
Teil 3: Interpreter und fortgeschrittene Möglichkeiten in der Grammatik
Dr. Jan Köhnlein und Sebastian Zarnekow


freeMDA
Plattform für integrierte, modellgetriebene Anwendungsentwicklung
Siegfried Nolte


GEF goes 3D
Teil 2: Multi-Editoren
Jens von Pilgrim und Kristian Duske


Projekte


Schlanke Systementwicklung mit OSEE
Die Boeing-Entwicklungswerkzeugkette bei Eclipse
Andreas Graf, Guy Philipp Bollbach und Nirmal Sasidharan


Eclipse RCP bei der WestLB
CRM mit dynamischen Multi-Page-Editoren
Dr. Thorsten Schlathölter


Orchideenzauber
Dokumentengenerierung aus EMF-Modellen
Ralph Guderlei und Ralf Zozmann


Enterprise


Services & Komponenten – zwei Seiten einer Medaille
Die SCA-Tools der Eclipse-SOA-Tools- Plattform (STP)
Christoph Mathas


CRM made on Eclipse
Open Source als Basis für geschäftskritische Anwendungen
Andreas Michael Hoegger


My Personal Eclipse


...mit Jens von Pilgrim


Geniestreich oder Etikettenschwindel?


Wird Eclipse 4.0 der nächste große Wurf? Um diese Frage zu beantworten, muss man zunächst einmal wissen, an welchen Technologien im e4-Inkubator-Projekt überhaupt gearbeitet wird, die im Juli 2010 schließlich das neue Eclipse 4.0 SDK ausmachen sollen. Entwickler, die nicht direkt in e4 eingebunden sind, sind nämlich ziemlich ahnungslos diesbezüglich, wie eine Quickvote-Umfrage auf JAXenter.de jüngst gezeigt hat (siehe S. 30 in dieser Ausgabe): Die meisten der Teilnehmer (39 %) entschieden sich bei der Frage: „Was erwarten Sie von Eclipse 4.0“ für die folgende Option:


„Ich kenne die neuen Möglichkeiten von e4 noch nicht genügend, um mir ein Urteil bilden zu können.“


Da fühlen wir vom Eclipse Magazin uns natürlich direkt angesprochen und starten mit dieser Ausgabe eine umfassende Serie zu Eclipse 4.0, in der alle Technologieansätze ausführlich vorgestellt werden. Als Referenzdokument darf John Arthornes exzellentes e4 White Paper gelten, in dem die sieben Bausteine von e4 kurz beschrieben werden:


• Programming Model: Ein neues, serviceorientiertes Programmiermodell auf Basis von OSGi und Dependency Injection, das eine bessere Isolierung von Softwarekomponenten erlaubt und die Plug-in-Programmierung vereinfacht.
• Flexible Resource Model: Ein neues Ressourcen-Modell soll die Softwareentwicklung mit der Eclipse-IDE fl exibler gestalten. Hier sollen u.a. komplexere Projekt-Layouts in Eclipse-Workspaces möglich werden, die z.B. die Kollaboration in verteilten Entwicklerteams besser unterstützen.
• Modeled User Interface: Die Eclipse-Workbench soll in Form eines EMF-Modells bereitgestellt werden.
• Declarative Styling: User Interfaces sollen flexibel über CSS gestaltet werden können.
• Web to Desktop: Ein modular aufgebautes, OSGi-basiertes Framework für JavaScript-Anwendungen soll einerseits Eclipse-Runtime-Technologien in die JavaScript-Welt integrieren, andererseits JavaScript-Anwendungen in der Eclipse-Laufzeitumgebung ausführbar machen. JavaScript soll hier nur den Anfang machen und weitere Sprachen und Frameworks sollen in die Eclipse-Welt integriert werden.
• Desktop to Web: Desktop-Anwendungen sollen ohne großen Aufwand in Webapplikationen verwandelt werden können. e4 soll hierfür zwei Technologien bereitstellen:
– Ein neuer SWT-Port (SWT Browser Edition, SWT/BE) soll exisitierende SWT-Anwendungen auch auf Webplattformen wie ActionScript/Flash lauffähig machen.
– Die Eclipse Rich Ajax Platform verfolgt dasselbe Ziel, Anwendungen auf Basis eines uniformen Quellcodes sowohl auf dem Desktop als auch im Web ausführbar zu machen.
• Declarative Widgets: Auch hier gibt es zwei Ansätze:
– XWT: Declarative widgets in XML: Eclipse 4.0 soll ein XMLUser-Interface für SWT enthalten, das das deklarative Entwickeln von Widgets in XML erlaubt. Ziel ist es, die Trennung von Modell und Renderer in alle Bereiche einzuführen, in denen SWT zum Einsatz kommt.
– TM: Declarative widgets in EMF: Ein konkurrierender Ansatz, dieses Ziel zu erreichen, ist das deklarative Programmieren von Widgets in EMF (Toolkit Model).


In dieser Ausgabe nehmen wir uns die ersten beiden Punkte vor: Boris Bokowski beschreibt die Marschrichtung, die im neuen e4-Programmiermodell eingeschlagen wurde (S. 26), Serge Beauchamp erklärt, was es mit dem flexiblen Ressourcenmodell von Eclipse 4.0 auf sich hat (S. 32). Die Technologieansätze von e4 sind indes nicht unumstritten. Offen ist auch die Frage, ob es sich bei Eclipse 4.0 tatsächlich um eine mit der Einführung von OSGi und Equinox in Eclipse 3.0 vergleichbare Revolutionierung der Eclipse-Plattform handelt oder eher um eine Summe (mehr oder weniger) sinnvoller Ergänzungen (versehen mit dem marketingwirksamen e4-Etikett). Wir werden deshalb neben den technischen Merkmalen von e4 auch die Diskussionen und Kontroversen um e4 in der Community abbilden und neben Committern und Befürwortern auch Kritiker zu Wort kommen lassen. Es konkurrieren hier wohl gewisse Programmierschulen miteinander (man denke an die Frage „Single Source“ vs. „Multiple Source“ bei der Entwicklung von webfähigen Desktop-Applikationen), und manchen geht der mit Eclipse 4.0 vollzogene Kompatibilitätsbruch zur Eclipse 3.x-Schiene zu weit. „Alles halb so wild“, sagt e4-Project-Lead Mike Wilson und beteuert, dass die meisten 3.x-Plug-ins problemlos auch auf der 4.0-Plattform laufen würden (S. 23). „Innovation ist gut, aber nicht bei der Eclipse-Plattform“, sagt Doug Schaefer und erklärt, warum er sich eine zentrale Architekturinstanz à la Linux auch bei Eclipse wünschen würde (S. 36). Für Spannung ist also gesorgt. Bilden Sie sich doch einfach selbst eine Meinung!


Hartmut Schlosser, Redakteur


On the Road to Eclipse 4.0: e4 1.0 Milestone 1


An Eclipse 4.0, der neuen Generation der Eclipse Plattform wird derzeit im Inkubationsprojekt e4 gearbeitet. Hauptziele von Eclipse 4.0 sind die Vereinfachung des Eclipse-Programmiermodells, die bessere Unterstützung Web-basierter Runtime-Technologien sowie die Öffnung der Plattform für weitere Sprachen und Technologien (z.B. JavaScript). Die Komponenten von e4 sollen insgesamt flexibler und besser wiederverwendbar sein, sodass sich in Zeiten schneller Technologiesprünge Abhängigkeiten von bestimmten Technologie-Ansätzen vermeiden lassen. Geplant ist die Veröffentlichung von Eclipse 4.0 für Juli 2010. Den aktuellen Entwicklungsstand der Technologien kann man sich in der e4 1.0 Milestone 1 Version auf der Heft-CD anschauen. e4 1.0 M1 ist Work in Progress, bietet aber schon Basisversionen aller geplanten Architekturteile.


Die Highlights:


freeMDA


Modellgetriebene Verfahren haben sich mittlerweile aus den Labors der Werkzeughersteller in die Welt der Anwendungsentwicklung bewegt. Auf dem kommerziellen Markt existieren integrierte MDA-Werkzeuge, die zwar gut, aber teuer sind. Auch in der Welt der freien Softwarelösungen sind verschiedene Frameworks verfügbar, die auf der Basis von formalen Modellen Anwendungsentwicklung unterstützen. Eclipse Magazin Autor Siegfried Nolte stellt auf der Heft-CD seine eigene aus freien Komponenten erstellte Eclipse-basierte MDA-Entwicklungsplattform freeMDA zur Verfügung, mit der eine ganzheitliche modellgetriebene Anwendungsentwicklung möglich ist. Auf S. 57 wird die Plattform freeMDA ausführlich beschrieben.


GEF3D


Jens von Pilgrim zeigt in seinem Artikel „GEF goes 3D“ auf S. 68, wie mithilfe des Eclipse-Projekts GEF3D mehrere Editoren innerhalb einer 3-D-Szene kombiniert werden können. Auf diese Weise wird z.B. die Visualisierung von Inter-Modell-Beziehungen möglich. Das im Artikel beschriebene Beispielprojekt sowie alle Quellcodes finden Sie auf der Heft-CD.


Weitere Inhalte:


SCA-Tools im Praxiseinsatz


Komplettes Beispielprojekt „Telefonbuch-Webservice“ zum Artikel „Die SCA-Tools der Eclipse-SOA-Tools-Plattform (STP)“ von Christoph Mathas.


Hibernate-Integration mit Eclipse RCP


Sämtliche Sourcen und Plug-ins zum Praxistutorial „Persistenz-Lego“ von Stefan Diener und Manfred Novotny, mit denen sich Hibernate in Eclipse-RCP-Anwendungen integrieren lässt.


Eclipse SOA Platform


Ziel des SOA-Tools-Platform-(STP-)Projekts ist es, Frameworks und exemplarische Werkzeuge für die Entwicklung von Komponenten einer Service-orientierten Architektur (SOA) bereitzustellen.


Eclipse OSEE 0.8.3


Das Open System Engineering Environment (OSEE) ist eine Eclipse-basierte Entwicklungsumgebung für den ganzen Entwicklungsprozess eines Software-Produktlebenszyklus. Sie bietet eine Komplettlösung für Versionskontrolle, Anforderungsmanagement, Testen, Validierung und Projektmanagement.



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