Eclipse Magazin 2.06
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Eclipse Business

Erhältlich ab: Februar 2006
Umfang: 106 Seiten Seiten
Autoren / Autorinnen:
Sebastian Bergmann, Philipp Cielen, Adrian Colyer, Peter Friese, Dirk Frischalowski, Manfred Heiland, Eric von der Heyden, Jerome Joubert, Stefan Kleineikenscheidt, Kai König, Jochen Krause, Andreas Kuhn, Martin Lippert, Stéphane Lizeray, Jens Lukowski, Alexander Neumann, Sven Puhlmann, Dirk Rademann, Rüdiger Rauschenbach, Stefan Reichert, Lars Röwekamp, Robert Schneider, Axel Stollfuß, Papick G. Taboada, Marc Teufel, Lars Wunderlich

Magazin


News
Nachrichten, Produkte, Open Source


Bücher
• AOP – Aspektorientierte Programmierung in der Praxis (Lars Wunderlich)
• Aspektorientierte Programmierung mit AspectJ 5 (Oliver Böhm)
• Programmieren mit Eclipse 3 (Michael Seeboerger-Weichselbaum)
• Rich-Client-Entwicklung mit Eclipse 3.1 (Berthold Daum)


Interview
Edwin Schumacher von Compuware im Gespräch


Interview
Heikki Koivu von Nokia im Gespräch


Core


Unter der Haube, Teil 2
Ein Blick auf den Entwicklungsprozess des Eclipse-Plattform-Projekts
Martin Lippert


Rich Clients


Eclipse RCP
Entwicklung von visuell hochwertigen Anwendungen
Stéphane Lizeray, Jerome Joubert


Eclipse Forms API
Intuitiv zu bedienende Oberflächenteile mit klaren ergonomischen Strukturen verbinden
Stefan Reichert, Dirk Rademann


Eclipse Business


Eclipse als Business-Modell 
Geschäftschancen und Risiken im Umfeld von Eclipse
Eric van der Heyden


Eclipse im Business-Einsatz
Unternehmen: Wo Unternehmen erfolgreich auf Eclipse setzen


Plug-in Parade


CFEclipse
Eclipse für ColdFusion-Entwickler
Philipp Cielen, Kai König


EclipseNSIS
Plug-in zur Entwicklung von Installationsprogrammen
Peter Friese


eva/3 Application Builder
Datenbank-Anwendungsentwicklung aus dem Fertigbausatz
Rüdiger Rauschenbach


JasperAssistant
Komfortable Erstellung von JasperReports-Vorlagen
Sven Puhlmann


Mevenide
Konfiguration von Maven mit dem Mevenide-Plug-in
Stefan Kleineikenscheidt


Web Development


Eclipse Web Tools Platform (WTP)
WTP 1.0 mit Web 2.0-Unterstützung
Jochen Krause, Jens Lukowski


Know-how


Eclipse Test and Tools Performance Platform (TPTP)
Neuerungen und Weiterentwicklungen der Version 4.1
Andreas Kuhn, Axel Stollfuss


Tools


Eclipse meets Adobe & Macromedia
Eclipse ist auch in der Welt der Design-Programmierer zu Hause
Philipp Cielen, Kai König


IDE for Laszlo
Rich Web Clients mit dem neuen Eclipse Technology Project
Papick G. Taboada


IBM Workplace Managed Client
Workplace-Client-Technologie ausgereift
Robert Schneider


My Personal Eclipse


…mit Adrian Colyer
Tipps & Tricks und Best Practices vom AOP-Guru


…mit Lars Wunderlich
Über Wissen und Unwissen zum Thema Debugging


…mit Manfred Heiland
Informationsmanagement à la Eclipse


Die ersten 100 Tage als Eclipse-Repräsentant


Als mein Kollege, der Eclipse-Guru Wayne Beaton, und ich kurz vor Weihnachten in Zwingenberg bei Darmstadt dem Redaktionsteam des Eclipse Magazins über unsere erst wenige Stunden alten Eindrücke unseres Roadtrips im Auftrag der Eclipse Foundation durch Deutschland berichteten, entstand die Idee, diese Impressionen und die meiner vorhergehenden Touren für die Eclipse Foundation seit September 2005 im Rahmen dieses Editorials auch der Entwicklergemeinde kund zu tun. Ich möchte Ihnen, liebe Leser des Eclipse Magazins, einen kleinen Einblick über meine ersten 100 Tage für die Eclipse Foundation sowie einen Ausblick auf meine Aufgaben in Europa für dieses Jahr geben.


Die ersten 100 Tage in einem neuen Job oder in einem neuen Projekt sind generell immer überaus betriebsam – so auch bei mir als so genannter neuer „Entwickler des Eclipse Eco System“. Dabei konzentriere ich mich voll und ganz auf das Erforschen des bereits bestehenden Ökosystems mit den dazugehörenden Menschen, Firmen, Projekten sowie den unterschiedlichen regionalen Themenschwerpunkten und das daraus resultierende „Imagineering“ von neuen Potenzialen. Bei meiner ersten Reise als „Neuer“ für Eclipse in Europa nahm ich gleich an einem Treffen der Eclipse SIG der Java User Group Stuttgart teil und wurde positiv von dem guten Stand der Eclipse Foundation in der deutschen Community überrascht. Besonders gefreut hat mich, dass sich hier um die Eclipse-Technologie ein so umfangreiches Netzwerk von Organisationen, Firmen und Einzelpersonen gebildet hat. Ich hatte des Weiteren das Vergnügen, Jochen Krause von der Firma Innoopract kennen zu lernen. Jochen ist das klassische Beispiel für das wachsende Engagement eines Software-Unternehmers mit Fokus auf der Eclipse-Plattform: Zuerst gab es ein Produkt, zu dem ein Tool entwickelt werden sollte, daraus wurde eine Mitgliedschaft bei Eclipse. Dann Ideen, wie man im Eclipse-Umfeld seine Firma neu ausrichten kann, und schließlich die Mitarbeit in Eclipse- Projekten. Heute ist Innoopract ein gefragter Partner im europäischen Eclipse Eco System und bietet (neben der Erweiterung seiner Aktivitäten in den Eclipse-Projekten) Produkte und Services im Eclipse-Umfeld an.


Großartige Arbeit durch das Züricher Eclipse JDT-Team


Die anderen Mitarbeiter der Eclipse Foundation teilten meine Begeisterung, als ich bei unserem nächsten Treffen in Kanada sehr enthusiastisch von meinen „Findings“ berichtete. Alle waren erstaunt darüber, wie weit der Verbreitungsgrad und das Netzwerk von Eclipse hier in Zentraleuropa sind. Als einer der Hauptgründe dafür haben wir die Arbeit des Eclipse JDT-Teams in Zürich ausgemacht. Die Mitglieder dieses Teams haben, abgesehen von der großartigen Technologie, bei vielen großen Events wie z.B. JAX, W-JAX, aber auch in Grass-Roots-Veranstaltungen (SIGs, Code Camps usw.) die Begeisterung vorgelebt und dadurch erheblich an dem Entstehen der Community mitgewirkt. An dieser Stelle daher noch mal vielen Dank an das großartige Eclipse JDT-Team in Zürich! Unsere vorweihnachtliche Reise brachte eine ganze Reihe an interessanten Begegnungen mit sich, bei denen mich viele alte Bekannte von BMW, MicroDoc und Siemens über ihre Eclipse-basierten Arbeiten im Umfeld Automotive und Embedded informierten. Während unserer Tour durch den süddeutschen Raum trafen wir viele Eclipse-Konsumenten, die uns von ihren Erfahrungen, Problemen und Erwartungen berichteten. Wir besuchten beispielsweise eine Firma aus dem Bereich Automotive Engineering Tools, die Eclipse als Meta-Authoring-Tool in einem ihrer Produkte einsetzt, sowie eine anderes Unternehmen, dass RCP-basierte Lösungen im Bereich Produkt-Information-Management zur Verfügung stellt. Ein Automobilhersteller informierte uns über die Erfahrungen beim Einsatz von RCP für Business-Applikationen. Dabei wurde auch besprochen, inwieweit denn im Umfeld genügend Ressourcen verfügbar sind, um eine größere Entwicklung von RCP-Applikationen im Lebenszyklus unterstützen zu können. Bei einem anderen Unternehmen wurde uns eine weitere interessante Lösung vorgestellt, die auf JBoss und Eclipse RCP basiert. Mit ihr wurde ein Workflow-System erstellt, das bei der Stadtverwaltung Stuttgart in der Beschaffung eingesetzt werden soll.


Eclipse – eine Markteinschätzung


Unsere Ergebnisse lassen sich nun in drei große Punkte zusammenfassen, als eine Art erste Markteinschätzung für Eclipse in Deutschland:


1. Eclipse ist ein reifes Projekt. Viele der Eclipse-Komponenten können und werden in großen und kommerziellen Projekten eingesetzt und es besteht eine Infrastruktur, die diese Projekte unterstützen kann (Schulungen, Support, Service, Consulting).


2. Eclipse ist über eine reine Tool-Plattform für Java längst hinausgewachsen. Eclipse wird auch in vertikalen Märkten verstärkt wahrgenommen und eingesetzt (Embedded, Automotive usw.).


3. Eclipse-Komponenten werden immer mehr als Plattform für die Entwicklung von Business-Applikationen wahrgenommen. Es formt sich neben der Tools- und der Embedded-Säule eine weitere Säule, die wohl in diesem Jahr für Furore sorgen wird.


Neben dem großen Erfolg, den Eclipse in Deutschland hat, sehen wir allerdings auch, dass es noch einiges für die Community und damit auch für uns als Mitarbeiter der Eclipse Foundation zu tun gibt. So haben wir zum Beispiel festgestellt, dass kaum einer der „Eclipse Consumer“-Entwickler mit den Projekten, die er benutzt, kommuniziert: Es werden keine Problem-Reports oder Feature-Requests registriert. Stattdessen werden in alter Manier Work-arounds entwickelt. Ganz zu schweigen von den fehlenden Patches, die in diesem Fall nicht an die Projekte zurückgegeben werden können Es gibt bei konservativen Unternehmen eine gewisse Zurückhaltung oder sogar Ablehnung bei Open-Source-Benutzung und -Partizpation. Hier müssen wir als Community sicher noch mehr Aufklärungsarbeit leisten und Kanäle schaffen, die die Bedenken dieser Unternehmen beantworten kann. Weiterhin haben wir erkannt, dass gerade im Umfeld Application Platform (RCP) viele Doppelentwicklungen gemacht werden. Es werden beispielsweise in verschiedenen Unternehmen dieselben Infrastruktur- und Business-Komponenten entwickelt, wo auch eine kollaborative Entwicklung im Open-Source-Bereich einige Einsparungen und Qualitätsverbesserungen bieten würde. Es gibt also noch viel zu tun …


Viel Spaß bei der Lektüre des Eclipse Magazins


Ralph Müller, Director, Eclipse Ecosystem, Eclipse Foundation


Ralph Müller repräsentiert seit September 2005 die Eclipse Foundation in Europa. Der ausgebildete Informatiker sieht den Schwerpunkt seiner Arbeit im Auf- und Ausbau des europäischen Ökosystems. Außerdem ist er in Deutschland der Ansprechpartner der Community und der Unternehmen, die Eclipse einsetzen. Ralphs Ziele sind u.a., den Einsatz von Eclipse im Industriebereich (Automobilindustrie, Aerospace usw.) voranzutreiben, die europäische Eclipse-Community weiter auszubauen sowie neue aktive Eclipse-Mitglieder einzubinden. Nach mehreren Positionen als Entwickler und Manager in der Software-Industrie arbeitete Ralph seit Mitte der 90er Jahre für die Object Technology International (OTI), die bekannte Wiege der frühen Eclipse-Projekte, bei der er Entwicklungslabore in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz aufbaute. Anschließend war er jahrelang für IBM unterwegs und beschäftigte sich dort unter anderem mit Entwicklungsprozessen und Integration von Softwarefunktionen in Fahrzeugen. Ralph lebt und arbeitet heute in Zwingenberg bei Darmstadt. Er ist zudem im Advisory Board des Eclipse Forum Europe. 



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