Eclipse Magazin 2.10
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Plug-in-Parade

Erhältlich ab: Januar 2010
Umfang: 100 Seiten Seiten
Autoren / Autorinnen:
Richard Attermeyer, Sebastian Bauer, Marcel Bruch, Dr. Nikolai Busse, Markus Demolsky, Kristian Duske, Wolfgang Frank, Leif Frenzel, Ekkehard Gentz, Uwe Jugel, Thorsten Kamann, Markus Kopf, Andrey Loskutov, Marco van Meegen, Mira Mezini, Martin Monperrus, Benjamin Muskalla, Christopher Oezbek, Jens von Pilgrim, Holger Prang, Nicole Rauch, Stefan Reichert, Stephan Salinger, Stefan Schürle, Tom Seidel, Marc Teufel, Hallvard Traetteberg, Karsten Voigt, Holger Voormann

Development


Eclipse Target Platform effizient nutzen
Teil 1: Einführung
Ekkehard Gentz


XML ohne spitze Klammern
Mit Eclipse Vex XML-Dateien editieren
Holger Voormann


Projekt e4


XWT — Deklarative UIs mit Eclipse
Das XML Windowing Toolkit des e4-Projekts
Marc Teufel


„Jede Evolution bedarf einiger Veränderungen“
Yves Yang im Gespräch über XWT und e4


TM — deklaratives UI-Design mit EMF
Das Toolkit Model des e4-Projekts
Hallvard Traetteberg


„e4 — der Brutkasten für Innovation“
Hallvard Traetteberg im Gespräch


Plug-in-Parade Revisited


QuickRex
Reguläre Ausdrücke leicht gemacht
Tom Seidel


Search in Eclipse
Uwe Jugel


AnyEdit-Tools-Plug-in
Andrey Loskutov


Saros
Distributed Party Programming
Stephan Salinger und Christopher Oezbek


Yari
Yet Another RCP Inspector
Marco van Meegen


EditBox
Für Förster mit Bäumen
Holger Prang


GroovyEclipse v2
Thorsten Kamann


Byecycle
Schluss mit den Kreisen
Sebastian Bauer


EclEmma
Richard Attermeyer


Eclipse-Plug-in für den Mule ESB
Markus Demolsky


RCP


Enterprise Eclipse RCP
T Continuous Integration
Stefan Reichert


Modeling


iPhonical — DSL 4 Mobile
Modellgetriebene Softwareentwicklung mit Eclipse für iPhone
Wolfgang Frank und Markus Kopf


GEF goes 3D
T 3-D-Fizierung von GMF-Editoren
Kristian Duske und Jens von Pilgrim


Eclipse DemoCamp


Eclipse Modeling bei der Deutschen Börse
MDSD mit Eclipse TMF im ISE-Projekt der Deutschen Börse
Dr. Nikolai Busse


redView
Riena EMF Dynamic Views: Dynamische Views für Businessanwendungen
Ekkehard Gentz


JPA in OSGi-Apps
Einbettung von EclipseLink in OSGi-Services
Karsten Voigt


Das ist hier Usus...
Unmittelbares Feedback mit den Plug-ins von projectusus.org
Leif Frenzel, Nicole Rauch und Stefan Schürle


e4 und die Rich Ajax Platform
Blick in die Zukunft von RAP
Benjamin Muskalla


„IDE 2.0“?
Wie kollaborative Softwareentwicklung die IDEs der Zukunft bauen helfen soll
Marcel Bruch, Martin Monperrus und Mira Mezini


My Personal Eclipse
…mit Holger Voormann



Open Source in der Krise?


Wer auf Eclipse setzt, muss sich immer auch mit dem Phänomen Open Source auseinander setzen – besonders, wenn man Eclipse nicht nur als passiver User verwendet, sondern strategisch in seine Geschäftsaktivitäten einbindet. Um zu verdeutlichen, was dies für ein Unternehmen bedeuten kann, bemüht die Eclipse Foundation gerne ihr „Open Source Maturity Model“ (u. a. Thema der Keynote des Eclipse Summit Europe 2009 von Tony Bailetti: http://www.eclipsecon.org/summiteurope2009/sessions?id=1045). Das Modell sagt, knapp zusammengefasst, dass sich Open-Source-Akteure im Hinblick auf ihren Reifegrad klassifizieren lassen. Stehen auf der einen Seite der Skala die bloßen Open-Source-Verweigerer sowie allenfalls die passiven Open-Source-Konsumenten, finden sich am anderen Ende solche Player, die Open Source aktiv als ihre zentrale Geschäftsstrategie begreifen.


Wenn ich indes beginne, in ein Open-Source-Projekt zu investieren, dann erwarte ich mir zu irgendeinem Zeitpunkt einen Return on Invest. Entweder verspreche ich mir, Support- oder Entwicklungsdienstleistungen zu verkaufen, wenn nur genügend Anwender meine Software einsetzen, oder aber ich erwarte schlicht Kosteneinsparungen, wenn ich ein kritisches Stück Software gemeinsam mit anderen Partnern entwickle. Um diese Effekte erzielen zu können, müssen allerdings stets mehrere Unternehmen „mitziehen“. Eine Open-Source-Strategie funktioniert per Definition nicht im Einzelkämpfer-Modus. Und damit jedes dieser Unternehmen, die auf die Open-Source-Karte setzen, seinerseits ein Open-Source-affines Umfeld erhält, müssen wiederum mehr Unternehmen „mitziehen“, damit am Ende die Rechnung aufgeht. Es scheint, dass das System der Open Source Maturity auf einem kontinuierlichen Wachstum basiert.


Was aber, wenn das Wachstum stagniert? Wenn also die Anzahl der überzeugten Open-Source-Player überschaubar bliebe? Dann stehen solchen Unternehmen, die sich von ihrem Open-Source-Einsatz einen Return on Invest versprechen, eine wachsende Anzahl passiver Open Source Consumer gegenüber. Wenn diese sich weiter fröhlich der Produkte der Open-Source-Aktivisten bedienen, selbst aber keinen Anlass sehen, irgendeine Gegenleistung zu liefern, dann geht das Geschäftsmodell der Open-Source-Unternehmen nicht mehr auf. Eclipse hat einen phantastischen technischen Reifegrad erreicht, es verfügt über eine phänomenale weltweite Verbreitung – da sieht sich so mancher Großkonzern nicht dazu motiviert, für die Software, die er möglicherweise zigtausendfach verwendet, auch nur einen Cent zu bezahlen. Und in der Tat häufen sich die Berichte solcher Unternehmen, die keine Motivation darin sehen, eine Gegenleistung zu erbringen. Warum auch? Mit moralischen Appellen kommt man da nicht weiter – man hat es immerhin mit Managern zu tun, die nüchtern nach dem Mehrwert einer Mitgliedschaft, von Code-Contributions, von der Abstellung von Vollzeit-Committern fragen. Auch aus dem Lager der Open-Source-Aktivisten lassen sich zunehmend Klagen vernehmen, dass die Technologie, die sie entwickeln, zwar geschätzt werde und auch massenhaft zum Einsatz komme, dass aber die erhofften geschäftlichen Effekte, nämlich der Einkauf von Dienstleistungen beim Urheber der Software, ausblieben. „Lange können wir es uns nicht mehr leisten, bei unserem Open-Source-Projekt ins Blaue zu investieren“, sagte ein Geschäftsführer einer Open-Source-Firma neulich. In dieser Situation befinden wir uns also derzeit. Statt auf den unbeschwerten Zukunftsoptimismus aus Eclipse-Pionierzeiten trifft man heute auf eine nüchterne, etwas saturierte Sichtweise und auf eine gewisse Ratlosigkeit gegenüber der Frage, warum die vermuteten Automatismen eines unbegrenzten Open-Source-Wachstums ausgeblieben sind.


Und vor diesem Hintergund vollziehen sich auch die mitunter hitzig geführten Debatten darüber, wie der Wert einer Mitgliedschaft bei der Eclipse Foundation gesteigert werden könnte. Dass hierbei die Nerven bei einigen blank liegen, hat sich in der Auseinandersetzung zwischen „Querulant“ Bjorn Freeman-Benson und Mike Milinkovich gezeigt. Darauf, dass man bei der Eclipse Foundation aber durchaus gewillt ist, der Stagnation entgegen zu wirken, weisen die jüngst verabschiedeten neuen Membership-Programme, etwa die Senkung des Mitgliedsbeitrags für kleine Unternehmen von 5000 US-Dollar auf 1500 US-Dollar. Ein spannendes Jahr 2010 steht uns bevor, in dem diese drängenden Fragen eine Antwort finden müssen. Die Diskussionen werden weiter gehen, geeignete Maßnahmen hoffentlich ergriffen. Auch Ihre Meinung interessiert uns – diskutieren Sie doch einfach mit!


Sebastian Meyen (Chefredakteur),
Hartmut Schlosser (Redakteur)


PS: Sind Sie eigentlich Abonnent des Eclipse Magazins? Dann stehen Ihnen ab sofort alle Eclipse-Magazin-Inhalte des Jahresarchivs 2009 online unter www.eclipse-magazin.de/jahresarchiv zur Verfügung!


eklaratives UI-Design in e4: XWT vs. Toolkit Model


Sowohl das XML Windowing Toolkit (XWT) als auch das EMF-basierte Toolkit Model (TM) verfolgen in e4 das Ziel, Oberflächen statt direkt im Programmcode deklarativ, d.h. an einer separaten, getrennten Stelle und in einem von der verwendeten Programmiersprache unabhängigen, vom Menschen lesbaren Format zu beschreiben. Zur Demonstration beider Ansätze bedienen sich Eclipse-Magazin-Autor Marc Teufel und TM-Entwickler Hallvard Traetteberg exakt derselben Beispiele, eines einfachen Login-Dialogs sowie eines Adressbuch-Programms mit Data Binding, die sie einmal mittels XWT (Artikel: „XWT – Deklarative UIs mit Eclipse“, S. 19) und einmal mittels TM (Artikel: „TM – deklaratives UI-Design mit EMF“, S.39) umsetzen. Die Beispiele auf der Heft-CD erleichtern den Einstieg und machen die Unterschiede beider Lösungen sichtbar.


Die Highlights:


Vex - Visual Editor for XML


Vex steht für „Visual Editor for XML“ und ist eine Art WYSIWYG-Editor für alle XML-Formate, für die sowohl das Format per DTD als auch die Darstellung mittels CSS definiert sind. Das Einfügen eines neuen XML-Elements ist in Vex genauso einfach wie das Umschalten auf Fett- oder Kursivschrift in einer Textverarbeitung. Im Gegensatz zu XML im Quelltext wird der Lesefluss nicht durch Tags gestört, sondern durch die entsprechende Formatierung des ausgezeichneten Texts unterstützt. Finden Sie auf der Heft-CD das komplette Vex-Projekt sowie das ausführliche Praxis-Beispiel zu Vex aus unserem Artikel „XML ohne spitze Klammern“ von Holger Voormann (S. 13).


Enterprise Eclipse RCP: Continuous Integration


Die Entwicklung einer verteilten Anwendung erfolgt in der Regel im Team. Nicht nur aus diesem Grund besteht die Notwendigkeit, die gesamte Codebasis automatisiert zu testen. Für gewöhnlich übernimmt diese Aufgabe ein System wie CruiseControl oder Hudson. Der vierte Teil der Serie über Enterprise Eclipse RCP beschäftigt sich mit dem Thema Continous Integration und zeigt, wie Eclipse-RCP-Anwendungen mithilfe von Plug-in-Tests als Ganzes getestet werden können. Die Beispiele im Artikel von Stefan Reichert (S. 61) und auf der Heft-CD zeigen u.a. das Starten eines PDE-Build-Laufs mithilfe von Ant sowie die Durchführung eines PDE-Plug-in-Tests.


Weitere Inhalte:


QuickRex 1.5.0


QuickRex ist ein Eclipse-Plug-in zur Überprüfung Regulärer Ausdrücke innerhalb des Eclipse SDK.


Eclipse e4 1.0 M2


e4 ist das Eclipse-Inkubator-Projekt, in dem zurzeit die Technologien entwickelt werden, die im Juli 2010 in das Eclipse SDK 4.0 einfließen sollen.


Yari


Das Eclipse-Plug-in Yari bietet u.a. Analyse von Layouts, Fensterhierarchien und Ursprung von Contributions. Im Mittelpunk steht der Object Inspector, mit dem Objektinstanzen in der Eclipse-Umgebung live inspiziert und geändert werden können.


EditBox


EditBox ist ein Plug-in, das Code in logische Blöcke formatiert und mit farbigen Bereichen visualisiert.


AnyEdit Tools


AnyEdit kann aus jeder beliebigen Textauswahl die passende Datei oder Java-Klasse berechnen und öffnen sowie Dateien oder bestimmte Stellen innerhalb einer Datei miteinander vergleichen. Außerdem bietet das Plug-in Konvertierung von und zu HTML, Unicode, Base64, Camel Case und vieles mehr.


Saros


Saros ist ein Eclipse-Plug-in, das für die kollaborative Quellcode-Editierung entwickelt wurde. Das Plug-in ist prädestiniert für Pair-Programming, soll aber auch Projekte mit beliebig vielen beteiligten Entwicklern unterstützen.



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