Eclipse Magazin 2.14

Crowdsourcing

Erhältlich ab: Januar 2014
Umfang: 100 Seiten Seiten
Autoren / Autorinnen:
Dr. Marcel Bruch, Klemens Edler, Dirk Fauth, Ekkehard Gentz, Jens Geyer, Georg Hansbauer, Sebastian Mancke, Norman Maurer, Ulrich Merkel, Anna-Lena Müller, Andy Piper, Florian Pirchner, Christian Pontesegger, Jürgen Rose, Jens Reimann, Tom Schindl, Dr. Andreas Sewe, Marc Teufel

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Magazin

News

Bücher
The Programmer’s Guide to Apache Thrift

Bücher
Eclipse 4 RCP

Modeling

Kleine Schritte in die Xtext- und Xtend- Welt
Teil 3: Ein externer Codegenerator für Copy and Paste
Ulrich Merkel

Titelthema

Crowdsourcing mal anders
Wie 40 Millionen Click-Events Ihre IDE in ein neues Zeitalter befördern
Dr. Marcel Bruch und Dr. Andreas Sewe

Qualitätssicherung 2.0 mit Crowdtesting
Schwarmintelligenz beim Testen von Apps und Webseiten
Georg Hansbauer und Anna-Lena Müller

Crowdgovernance
Agile Teams an die Macht!
Sebastian Mancke

Eclipse 4

Eclipse Message Extension
Dynamische Übersetzungen mit dem Eclipse Translation Pattern
Dirk Fauth und Tom Schindl

Bewährungsprobe
Erfahrungen und Tipps aus einem echten Eclipse-4-Projekt
Marc Teufel

Runtime

Mehr Engagement für Eclipse Virgo
Interview mit dem neuen Projektleiter Florian Waibel

M2M

„Real men release with #mqtt sharks.“
Fliegende Haifische dank MQTT und JUnit
Klemens Edler und Florian Pirchner

Eclipse Paho und MQTT
Messaging im Internet der Dinge
Andy Piper

„MQTT glänzt bei Push-basierter Kommunikation“
Interview mit Christian Götz und Dominik Obermaier

„MQTT scheint richtig abzuheben.“
Interview mit Carl Hörberg

Eclipse SCADA
Ein Tutorial zum neuen M2M-Projekt bei Eclipse – Teil 2
Jürgen Rose und Jens Reimann

m2m minutes
Aktuelles aus der IoT-Welt

Web

Asynchron mit Vert.x
Der Eclipse-Neuzugang stellt sich vor
Norman Maurer

Scripting für alle
Eclipse mithilfe von Skriptsprachen erweitern
Christian Pontesegger

Mobile

JSON, XML oder doch SQL?
BlackBerry-10-Entwicklung mit Eclipse IDE Momentics – Teil 2
Ekkehard Gentz

Die Kraft der Crowd

Klasse durch Masse – so könnte man das Prinzip des Crowdsourcings, ein Kofferwort aus Crowd und Outsourcing, auf den Punkt bringen. Ob beim Finanzieren, Evaluieren oder Implementieren von Ideen und Projekten: Schwarmintelligenz steht hoch im Kurs. Innerhalb wie außerhalb der ITWelt beruft man sich immer häufiger auf spontane Votings, Umfragewerte und Stimmungen, die dank webbasierter Kommunikations- und Kollaborationswerkzeuge immer einfacher zu erfassen sind. Meinungsbildung führt zu Meinungsbildern – und umgekehrt. Auch auf JAXenter.de schließen wir uns diesem Trend mit häugen Quickvotes an (http://jaxenter.de/polls).
Gleichwohl muss man Sascha Lobo (http://bit.ly/1f8ul9O) darin zustimmen, dass der Begriff „Schwarmintelligenz“ ein wenig hochgestochen daherkommt. Immerhin handelt es sich in den meisten Fällen nicht um emergente Klugheit, sondern schlicht um die Summe der Aktionen vieler kollaborierender Beteiligter – ob nun tatsächlich kollektive Intelligenz oder eher der gute alte Herdentrieb den Ton angibt, lässt sich wohl nicht immer nachvollziehen. Die optimistische Sichtweise auf die Crowdsourcing-Idee, nämlich, dass sich die guten Ideen letztendlich durchsetzen und die Weisheit der Vielen den Einzelnen in seinen Projekten zu unterstützen vermag, ist die Prämisse der in dieser Ausgabe vorgestellten Ansätze.

Eclipse goes Crowd

Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter oder Indiegogo zeigen mustergültig, wie einfach und schnell sich heutzutage ein kostspieliges Technologieprojekt finanzieren lässt, wenn die nanzielle Last sich auf die Schultern vieler freiwilliger Sponsoren verteilt. Vergangenen Oktober machte das Tool LiClipse (Lightweight Eclipse) auf sich aufmerksam: Über Indiegogo nanziert, übertraf es die Zielsumme von 250000 US-Dollar um mehr als 5000 Dollar. Damit handelt es sich wahrscheinlich um das erste schwarmnanzierte Produkt, das für Eclipse entwickelt wurde.
Andere Eclipse-Technologien haben die Kraft der Crowd ebenfalls entdeckt, und zwar jeweils ganz unterschiedlich. Ein Paradebeispiel ist das Projekt Code Recommenders: Die Erweiterung für die Java Development Tools in Eclipse, seit Ende Oktober 2013 in Version 2.0 verfügbar, macht sich die kollektive Programmiererfahrung der Entwickler-„Crowd“ zunutze. Sie analysiert das Verhalten ihrer Nutzer, leitet daraus Patterns ab und gibt dieses Wissen an die IDE zurück – z.B. in Form von Codevervollständigungsvorschlägen. Wie aus einfachen Entwicklungswerkzeugen eine intelligente, mit- und vorausdenkende IDE nach dem Vorbild von Amazons Recommendation Engine entsteht, zeigen Marcel Bruch und Andreas Sewe in ihrem Leitartikel ab S. 20. Sie sind überzeugt, dass Crowdsourcing in der IDE die Zukunft ist.

Auch Crowdtesting ist ein Trend, der immer mehr an Fahrt gewinnt. Bei dieser Art, Anwendungen zu testen, werden online Testaufträge an möglichst viele Nutzer verteilt. In Zeiten komplexer werdender IT-Systeme und einer stetig steigenden Anzahl an Endgeräten ist diese moderne Arbeitsteilung für viele Anwendungsentwickler ein Segen. Georg Hansbauer und Anna-Lena Müller zeigen in ihrem Beitrag ab S. 30 Formen, Prozesse und Erfolgsfaktoren des Crowdtestings auf. Wichtig dabei: Crowdtesting stellt mitnichten eine Alternative zu bisher praktizierten Formen der Qualitätssicherung dar. Eher eine (notwendige) Erweiterung.
Crowdgovernance ist der dritte Ansatz, den wir in dieser Ausgabe unter die Lupe nehmen. Hierbei werden praktische Ideen von Scrum, Liquid Democracy und Communityprozessen miteinander verquickt, wie Sebastian Mancke ab S. 34 demonstriert. Ziel ist es, durch erhöhte Beteiligung und Befähigung der Mitarbeiter Innovationsbremsen in Form von rigiden Unternehmensstrukturen auszumerzen und so den Weg zu agiler IT-Verwaltung zu bereiten.

Wie auch immer Sie zu Crowdsourcing stehen mögen:
Ihnen allen viel Spaß beim Lesen!

Diana Kupfer
Redakteurin Eclipse Magazin

Archiv

Alle Ausgaben 2013 und 2012 des eclipse Magazins

Buchauszüge

Scrum. Schnelleinstieg
Scrum ist ein sehr einfaches Framework für die agile Softwareentwicklung, dennoch ist es mitunter schwer einzuführen. Die Praxis hat gezeigt, dass Unternehmen, die Scrum in ihren Entwicklungsabteilungen umsetzen wollen, immer wieder vor denselben Herausforderungen stehen. Dieses Buch gibt zunächst eine ausreichend kurz gefasste Einführung und beschreibt das Wesen von Scrum, beschränkt auf den Kern. Basierend auf mehrjährigen Coaching- und Trainingserfahrungen gibt Andreas Wintersteiger eine Starthilfe, um einfach mal loslegen zu können. Dabei werden jene Gesichtspunkte nicht vernachlässigt, auf die es ankommt, um mit Scrum erfolgreich zu werden. Neben Hinweisen auf gute und etablierte Praktiken gibt das Buch auch Antworten auf häufig gestellte Fragen.

IT Survival Guide
Die Expedition geht weiter … In der zweiten Auflage des erfolgreichen Kultratgebers erhalten IT-Experten ihr persönliches Navigationsgerät für den IT-Dschungel. Alles ist inzwischen vernetzt und mobil ver-appt, sodass Beruf und Privatleben immer mehr verschmelzen. Was das bedeutet und wie man im Dickicht der Möglichkeiten und Herausforderungen den Überblick behält, verrät dieses Buch. Der IT Survival Guide rückt dabei nicht nur das Thema Karriere in den Mittelpunkt, sondern vor allem auch die praktische Arbeit eines ITlers in unterschiedlichen Umgebungen. Yasmine Limberger gewährt dabei einen umfassenden Einblick hinter die Kulissen. Sie verrät, was Personaler und Vorgesetzte heute erwarten, auf welche Persönlichkeitstypen man im Laufe seiner Karriere trifft und wie man mit den unterschiedlichen Spezies am besten umgeht, um seine Ziele zu erreichen und Konflikte zu vermeiden. In den praxisnahen, informativen und zuweil amüsant beschriebenen Alltagssituationen in der IT gibt die Autorin Tipps und Tricks sowie nützliche Anregungen zur Selbstreflexion.

Eclipse 4
An professionelle Softwareentwickler gerichtet, geben die Autoren mit diesem Werk einen Überblick über das Eclipse SDK 4.1 mit Eclipse 4. Das Buch richtet sich an Einsteiger sowie Umsteiger von Eclipse 3.x und zeigt die Möglichkeiten der Rich-Client-Plattform an anschaulichen Beispielen. Es enthält eine Einführung in die Materie und bietet im weiteren Verlauf einen Überblick über alle relevanten Themen, um eine Eclipse-RCP-Anwendung auf Basis von Eclipse 4 zu programmieren und auszuliefern. Schritt für Schritt führen Marc Teufel und Jonas Helming die Leser an die verschiedenen Themen und neuen Features in Eclipse 4 heran.

Git-Know-How

Dreimal Git-Wissen auf drei handlichen A4-PDF-Seiten. Diese Cheat Sheets entstanden im Zuge der Entwicklung unseres erfolgreichen Git-Posters (http://jaxenter.de/specials). Lernen Sie alles Wissenswerte zum Gerrit-Reviewprozess, zur Integration von Git und dem Team Foundation Server sowie den sieben Schritten zur Continuous Integration frei nach James Shore.

JAX TV

Von Swing nach JavaFX – Anwendungsportierung leicht gemacht
Anton Epple, Stephen Chin
JavaFX wird das neue Standardtoolkit, und Swing ist im Wartungsmodus. Was bedeutet das für bestehende Swing-Anwendungen? Wo sind Vor- und Nachteile der neuen Technologie? Muss ich nun alles neu aufsetzen oder gibt es einen sanften Übergang? In dieser Session lernen Sie, was Sie beachten müssen, wenn Sie bestehende Anwendungen mit JavaFX anreichern oder komplett portieren wollen. Sie lernen interessante neue Komponenten kennen und sehen, wie man JavaFX in Swing-Anwendungen einbettet und umgekehrt.

Code Generation with Xtend
Sven Efftinge (itemis AG)
Xtend is the successor to the Xpand template language which has previously been an obvious choice for developing code generators. Although Xtend is not just a template language for code generation it is extremely well suited for that task. In this session you will learn about the advantages and cool features which make Xtend a great language for building fast running, extensible and maintainable code generators.

Are you still manually coding UIs?
Jonas Helming (EclipseSource)
Manual development of form-based user interfaces for business applications has several drawbacks. Visible components such as forms or reports are typically subject to constant change, based on
user feedback. Additionally there are often many forms developed in parallel, which should all comply to a uniform look and feel. Typical UI layout technologies are powerful, but also complex
to use, as they have to support any kind of possible layout. Maintenance and testing of manually coded form layouts is costly, time-consuming and error-prone. All these shortcomings are in turn typical advantages of Model-driven Development. In this presentation, we present an approach, where the user interface is expressed with a simple model instead of code. The model denes only concepts, which are allowed by the given user interface guideline. A modeled UI part is interpreted by a rendering engine.

DevOps für Entwickler, oder wie mache ich meinen Admin glücklich?
Uwe Friedrichsen (codecentric AG)
DevOps ist in aller Munde. Ja, es ist ein wichtiges Thema, so der landläufige Tenor. Interessanterweise ist DevOps für viele Entwickler ein „Problem anderer Leute“, DevOps beginnt für sie frühestens beim Build, und überhaupt: Eigentlich ist es ja der Betrieb, der sich für DevOps ändern muss. An die eigene Nase wird sich selten gefasst. Hat man eine Build-Pipeline (oder zumindest einen CI-Server), dann ist das doch genug DevOps auf Entwicklerseite, oder? DevOps ist aber viel mehr und fängt schon beim Entwurf und der Implementierung an. Es ist essenziell wichtig, dass Entwickler verstehen, welche Anforderungen und Notwendigkeiten im Betrieb bestehen. Diese Session wirft einen Blick auf die betrieblichen Anforderungen von Softwaresystemen und welche Konsequenzen das für die Konzeption und Entwicklung von Software hat. Lernen Sie, warum gute Kongurierbarkeit und Überwachbarkeit essenziell sind, warum Ihre Anwendung fehlertolerant designt sein sollte, welchen
Sinn ein gutes Logging hat und einiges mehr.

Weißbuch der Architekturdokumentation (sieben praxistaugliche Tipps)
Stefan Zörner (embarc)
Verwenden Sie UML: ist standardisiert, versteht jeder. Füllen Sie diese tolle Vorlage aus, dann vergessen Sie garantiert nichts. Mit solchen beraterwürdigen Hinweisen verschone ich Sie in diesem Vortrag. Stattdessen gibt es echtes Erfahrungswissen zum Festhalten Ihrer Softwarearchitektur und zur Kommunikation im Team und an Dritte. Handlich abgepackt zum Mitnehmen und zum zuhause Ausprobieren.

Neue Technologien für Enterprise-IT
Eberhard Wolff (adesso AG)
Technologien wie NoSQL, Cloud und Continuous Delivery sind mehr als nur die aktuellen Buzzwords – sie ändern den Umgang mit IT grundlegend und führen zu einer wesentlich exibleren IT. Dieser
Vortrag zeigt die Bedeutung der Technologien jenseits des Hypes und vor allem konkrete Einsatzkontexte und Bedeutung in Enterprise-IT-Landschaften. Dabei wird auch auf die Zusammenhänge und Synergien zwischen den verschiedenen Technologien eingegangen.

Be Nerd – Management der Zukunft
Johannes Mainusch (Otto GmbH & Co. KG)
Als agiler Manager bin ich weitgehend frei von operativen Verpichtungen, da die Mitarbeiter eigenständig arbeiten und unternehmerisch handeln. Das kann einerseits bedrohlich sein, denn ich werde scheinbar nicht mehr gebraucht. Andererseits habe ich nun den Freiraum, mich um Themen wie Innovation, Recruiting und tiefes Eingraben in technische Themen zu kümmern. Ich glaube, profunde Einblicke in technische Details sind eine wichtige Voraussetzung für IT-Leadership und digitale Wertschöpfung. Somit mutiere ich in Teilen meiner Arbeit vom Generalisten wieder zum Experten, kann Kollegen für neue Wege begeistern und sichere so den Erfolg der Mitarbeiter und der Firma. „Nerdismus“ wird also zu einer Investition in die Zukunft. Ich berichte über meine Beispiele aus meiner täglichen Arbeit, über das strukturelle Umfeld und über Lessons Learned.

Java-8-Tooling in Eclipse
Martin Lippert (Pivotal)
Während das JDK 8 auf März 2013 verschoben wurde, arbeitet das JDT-Team bei Eclipse mit Hochdruck an der Unterstützung für Java 8. In dieser Session demonstrieren wir anhand von Live-
Coding den aktuellen Stand des Java-8-Toolings in Eclipse, natürlich inklusive der vielen kleinen nützlichen Content Assists, Quick Fixes und Refactorings.

Mehr JAX TV finden Sie auch online unter www.vimeo.com/jaxtv.


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