Eclipse Magazin 3.05
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Eclipse Rich Clients

Erhältlich ab: Mai 2005
Umfang: 98 Seiten Seiten
Autoren / Autorinnen:
Thomas Baustert, Adam Bien, Boris Bokowski, Berthold Daum, Tom Eicher, Peter Friese, Dirk Frischalowski, Frank Gerhardt, Alex Greif, Ulrich Hafner, Sven Haiges, Manfred Heiland, Bernd Kolb, Jochen Krause, Martin Lippert, Marco van Meegen, Mike Milinkovich, Michael Plöd, Johannes Schneider, Bjørn Stachmann, Arno Schumacher, Markus Völter, Tobias Widmer, Eberhard Wolff, Lars Wunderlich

Magazin


News


Bücher


  • Profikurs Eclipse 3

  • Einstieg in Eclipse 3

EclipseCon 2005
2. Auflage der Eclipse-Konferenz in Burlingame, Kalifornien


Eclipse Core


Eclipse 3.1
Mit dem Tiger in den Käfig


Rich Clients


Eclipse Rich Client Platform
Wohin geht die Reise?


Dynamische Plug-ins…
... mit Eclipse 3 implementieren


Rich Client Workshop
Branding einer RCP-Applikation


Plug-in Parade


Code Analysis Plugin
Automatisierte Lokalisierung von „Bad Smell“ und Designschwächen


Continuous Testing
Automatisierte Qualitätssicherung des Entwicklungsprozesses


FindBugs
Programmierfehler finden


Hibernate Synchronizer
Mapping-basierte Code-Generierung


Quantum
Übersichtliche Verwaltung der Datenbanken


QuiGen
Erstellen und Testen von Velocity Templates


Subclipse
Plug-in zur Subversion-Eclipse-Integration


Web Development


Beehive und Pollinate
Basis für MDA und SOA


Python und Jython
Plug-ins für die Entwicklung unter Eclipse


Know-how


Rules Engines und Regelsysteme
Regel(ge)rechte Softwareentwicklung in Eclipse


Aspektorientierte Programmierung
AspectJ und Eclipse


OSGi
Verstecktes Framework in Eclipse


Praxis


Eclipse Project BuilderWorkshop
Beispiel Velocity-Generierung


My Personal Eclipse


…mit Tom Eicher
Mehr Übersicht und weniger Ablenkung dank Editor-zentriertem Arbeiten


…mit Jochen Krause
Vom Management der Vielfalt und eigenen Features


…mit Tobias Widmer
Wie Entwurfsmuster durch Refactoring effizient umstrukturiert werden können


…mit Eberhard Wolff
Von Windows zum Mac und wieder zurück


Modeling


Asset Oriented Modeling
Konzeptuelle Datenmodellierungsmethode


openArchitectureWare
Framework zur modellgetriebenen Entwicklung und seine Integration in Eclipse


The Road to Eclipse


Es ist eine spannende Aufgabe für mich, erstmals das Editorial für das neue Eclipse Magazin zu verfassen, die erste regelmäßig erscheinende Publikation, die ausschließlich die Eclipse Community mit Informationen versorgt. „Eine Art universelle Tool-Plattform – eine offene, erweiterbare IDE für alles und nichts“, so wurde Eclipse 2001 beschrieben, als es noch in den Kinderschuhen steckte. Heute könnte man folgendermaßen formulieren:


Eclipse ist eine Open-Source-Community mit dem Ziel, eine universelle Entwicklungs-Plattform zu gestalten, die Frameworks und erweiterbare, beispielhafte Tools zur Verfügung stellt. Eclipse ermöglicht ein zukunftsträchtiges Ökosystem von Open Source und kommerziellen Frameworks und Tools, indem es Programmierern erlaubt, jede erdenkliche Anwendung zu entwickeln.



Betrachten wir ein paar Schlüsselsätze in dieser Aussage doch einmal genauer.


„Eclipse ist eine Open-Source-Community…“


Wie auch andere Open-Source-Organisationen fing Eclipse mit einem einzelnen bekannten Projekt an und entwickelte sich allmählich zu einer umfassenden Gemeinschaft mit vielen Projekten. Das Open-Source-Konzept schafft eine Atmosphäre, die technische Innovation und deren schnelle, weit verbreitete Übernahme vorantreibt. Eclipse ist in beiden Bereichen sehr erfolgreich. Die Zahl der Projekte und der Committer wächst immer noch sehr stark an. Im vergangenen Jahr sind drei neue Top-Level Management Committees und zwölf neue Projekte entstanden. Zurzeit sind acht neue Projekte in der Probephase und mindestens acht weitere in Besprechung. Mehr als 80 neue Committer sind Eclipse im letzten Jahr beigetreten. Gerade weil Eclipse floriert, müssen wir uns um die Erhaltung des Rufs für Innovation und Qualität bemühen. Dazu müssen wir unsere Infrastruktur und Entwicklungsprozesse ausbauen, um eine größere Zahl von Projekten, Entwicklern und Anwendern betreuen zu können. Glücklicherweise tragen die Energie und die Begeisterung, die uns die Leute entgegenbringen, zu den positiven Veränderungen bei.


„…mit dem Ziel, eine universelle Entwicklungs-Plattform zu gestalten, die Frameworks und erweiterbare, beispielhafte Tools zur Verfügung stellt.“


Die Eclipse JDT ist bisher sehr erfolgreich gewesen und hat sich ihre Anerkennung verdient. Sie ist ein großartiges Toolset für Java-Entwickler. Sowohl die Community als auch die Technologie sind gewachsen – dies beweist, dass die ursprüngliche Idee von Eclipse verwirklicht worden ist, weil Eclipse schon immer mehr Sprachen und Plattformen umfasst hat als Java. Die Architektur der Eclipse-Plug-ins, SWT und vieles andere mehr sind darauf ausgerichtet, vielfältige Tools und Frameworks zu unterstützen. Eclipse reicht es nicht, eine Open-Source-Implementierung guter Entwicklungs-Tools anzubieten. Vielmehr müssen die Frameworks und Tools dem Anspruch der Erweiterbarkeit genügen. Eines der Ziele von Eclipse ist es sicherzustellen, dass die Plattform den gesamten Lebenszyklus der Softwareentwicklung umspannt. Neue Projekte wie das Graphical Modeling Framework (www.eclipse.org/proposals/eclipse-gmf/) und Model Driven Development Integration (www.eclipse.org/proposals/eclipsemddi/) erweitern die Abdeckung des Lebenszyklus. Die bereits bestehenden Projekte (Test and Performance Tools Platform Project und Business Intelligence and Reporting Tools Project) belegen, wie Eclipse Technologien für den gesamten Software- Lebenszyklus entwickelt.


Im Jahr 2004 begann Eclipse deutlich über den Bereich IDE hinaus zu wachsen. Von großer Bedeutung war die Entstehung der Eclipse Rich Client Platform (RPC), die Eclipse zur Basistechnologie für das Entwerfen, Anwenden und Verwalten von Applikationen für Endanwender machte. Dieser Trend wird von neuen Projekten wie dem Eclipse Communications Framework (www.eclipse.org/ecf/) oder dem Eclipse Trust Framework (www.eclipse.org/proposals/etf/) weiter verstärkt. Eclipse dehnt sich auch auf Embedded Software Development aus. RTOS-Anbieter übernehmen das CDT-Projekt weitgehend als Tool-Plattform. Außerdem soll ein neues Device-Software-Projekt die Funktionalität verbessern, um die Softwareentwicklung für den Embedded-Markt zu erleichtern. Das Embedded-RCP-Projekt wird schließlich die RCP-Plattform in den Embedded-Bereich verschieben.


„Eclipse ermöglicht ein zukunftsträchtiges Ökosystem von Open Source und kommerziellen Frameworks und Tools …“


Der Grundgedanke von Eclipse ist, Anbietern zu ermöglichen, eigene Produkte und Open-Source-Projekte zu gestalten. Heute sind über 780 auf Eclipse-basierende Plug-ins kommerziell erhältlich. Allein auf SourceForge sind mehr als 500 Open- Source-Projekte zu finden, die Eclipse verwenden oder darauf aufbauen. Hinzu kommen zahlreiche auf Eclipse gegründete Produktfamilien, wie Netweaver Studio von SAP, die gesamte IBM Rational-Produktlinie, Together von Borland und die Collaxa BPEL-Tools von Oracle. Das umfassende Ökosystem hat sich positiv auf die Zahl der Mitglieder der Eclipse Foundation ausgewirkt. Während der letzten zwölf Monate sind der Foundation und dem Vorstand sieben neue „Strategic Developer“-Unternehmen beigetreten. Insgesamt zählt die Foundation 35 Unternehmen als neue Mitglieder. Das schnelle Wachstum von Eclipse ist darin begründet, dass Eclipse eine Open-Source-Community ist, die Software für die spätere kommerzielle Übernahme herstellt. Andere Open-Source-Gemeinschaften wie Linux und Apache sind sicherlich auch hinsichtlich ihrer kommerziellen Nutzung erfolgreich. Trotzdem ist Eclipse beispiellos in seinem Interesse, Technologien in Produkten umzusetzen: Jedes Unternehmen, das der Eclipse Foundation beitritt, verpflichtet sich, innerhalb des ersten Jahres ein kommerzielles, auf Eclipse-basierendes Produkt zu lancieren.


Was bedeutet es für eine Open-Source-Community in der Praxis, „commercially friendly“ zu sein? Vor allen Dingen bedeutet es nicht, dass sich die den Open-Source-Projekten zugrunde liegenden Regeln verändern. Das Prinzip von Offenheit, Transparenz und „Meritocracy“ muss erhalten bleiben, denn es hat sich bewährt, um die Entwicklung hochwertiger Software zu fördern. Die wichtigsten Eigenschaften einer Open-Source-Gemeinschaft, die sich „commercially friendly“ nennt, sind offene Kommunikation und Vorhersagbarkeit. Im Fall von Eclipse münden diese beiden Voraussetzungen in die Eclipse Roadmap (www.eclipse.org/org/councils/roadmap.html). Dieser Entwicklungsplan wurde vom Eclipse Requirements Council, Architecture Council and Planning Council entwickelt und wird mindestens einmal jährlich erneuert. Um die Ausgewogenheit des Open-Source-Systems zu erhalten und zu fördern, ist ein Mehr an Transparenz vonnöten – ein Aspekt, der oft schwer zu vermitteln ist.


Die meisten Open-Source-Projekte sind in dem Sinn transparent, als dass Dritte den Code einsehen können, über Newsgroups und Mailing-Listen kommunizieren und Zugriff auf verschiedene Dokumente haben. Die Eclipse Roadmap geht in Sachen Transparenz einen Schritt weiter, indem sie die Pläne, Architekturen und Ziele aller Projekte zusammenbringt. Dadurch kommuniziert die Roadmap die strategische Ausrichtung der gesamten Open-Source-Community und zwingt seine Anwender nicht, mühsam Informationen aus einzelnen Projekten zusammenzutragen. Darüber hinaus sorgt die Eclipse Roadmap für ein höheres Maß an Vorhersagbarkeit. Gerade weil übergeordnete Strategie und künftige Ausrichtung der Eclipse-Projekte offen diskutiert werden, macht die Roadmap die Entwicklung etwa eines Jahres sichtbar. Softwareunternehmen erhalten die Informationen, die sie benötigen, um schließlich sinnvolle Investitionsentscheidungen zu treffen. Die Eclipse Foundation hat innerhalb des ersten Jahres erhebliches Wachstum verzeichnet. Alle Anzeichen weisen darauf hin, dass dieses Wachstum hinsichtlich der Zahl der Anwender, Projekte und Mitglieder anhalten wird. Weil Eclipse sich als breit angelegte Community der Projekte entwickelt, werden der Eclipse- Entwicklungsprozess und die strategische Kommunikation der Eclipse Roadmap eine immer bedeutendere Rolle spielen. Ich freue mich schließlich darauf, zahlreiche Eclipse-Anhänger auf der JAX 2005, die vom 9. bis 13. Mai in Frankfurt stattfindet, zu treffen. Ich selber werde dort einen Vortrag „The Vision of Eclipse“ halten. Schauen Sie doch vorbei.


Mike Milinkovich, Executive Director of the Eclipse Foundation



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