Eclipse Magazin 3.10
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Eclipse & Maven

Erhältlich ab: März 2010
Umfang: 98 Seiten Seiten
Autoren / Autorinnen:
Boris Bokowski, Martin Dilger, René Eggenschwiler, Stanislav Elinson, Tobias Forster, Ekkehard Gentz, Matthias Hanns, Matthias Heinrich, Stephan Herrmann, Alexandra Imrie, Werner Keil, Dr. Andreas Kornstädt, Dr. Rolf Kremer, Simon Kronseder, Achim Lörke, André Preußner, Stefan Reichert, Eugen Reiswich, Tom Schindl, Arne Schramm, Ylli Sylejmani, Marc Teufel, Lars Vogel, Sascha Zak

Development


Eclipse Target Platform effizient nutzen
T Coole Views für Plug-ins der IDE und Target Platform
Ekkehard Gentz


Eclipse & Maven: Combine and Conquer
Teil 1: Automatischer Build von Eclipse-RCPApplikationen
Tobias Forster, Ylli Sylejmani und Rene Eggenschwiler


Eclipse & Maven: Automatisiertes Testen von OSGi Bundles
Teil 2: „Grüne“ Projekte für OSGi Bundles und Eclipse-Plug-ins
Tobias Forster, Ylli Sylejmani und Rene Eggenschwiler


„Maven und Eclipse harmonieren gut miteinander“
Im Gespräch mit Jason van Zyl


Projekt e4


Die Schaltzentrale von e4
Das Konzept der modellierten Workbench und ihr Rendering
Tom Schindl und Boris Bokowski


„e4 – Push für Eclipse Runtime“
Tom Schindl im Gespräch


Web


„I, Robot“ und Google Wave
Mit den Google-Eclipse-Tools einen Wave Robot an Twitter anbinden
Lars Vogel


Eclipsing Axis2!
Web Services mit Apache Axis2 und Eclipse WTPm
Marc Teufel


Modeling


Das modellierte User Interface
Mit EMF Benutzerschnittstellen modellieren
Matthias Heinrich, Lars Vogel, Arne Schramm und Andre Preussner


Eclipse Doc2Model
Textdokumente in EMF-Modelle verwandeln
Werner Keil


Model Repository
Auf Basis einer Client-Server-Architektur, Axis2 und Neo4j
Stanislav Elinson, Matthias Hanns und Simon Kronseder


Projekte


Object Teams
Neue Dimensionen der Modularität
Stephan Herrmann


Projekt Virgo: dm Server @ Eclipse
Adrian Colyer im Gespräch


Pavone StructureBuilder
Grafische Modellierungswerkzeuge auf Basis der Eclipse-Rich-Client-Plattform
Dr. Rolf Kremer


RCP


Kleine Komponenten, große Herausforderungen
Architektur in Eclipse-RCP-Anwendungen 
Dr. Andreas Kornstädt und Eugen Reiswich


Enterprise Eclipse RCP
T Deployment
Stefan Reichert 


Hilfe naht
RCP Usability: Dem Anwender zur Hilfe eilen
Alexandra Imrie und Achim Lörke


Der Blick über den Zellenrand
JFace TableViewern
Martin Dilger


Ausdrucksstark und sicher
RCP-Anwenderautorisierung mit Expression-based Activities
Sascha Zak


My Personal Eclipse


...mit Eugen Reiswich


Ein Fahrplan für Eclipse


Wie in jedem Jahr hat die Eclipse Foundation wieder einmal ihre Eclipse Roadmap veröffentlicht, die die Richtung für die zukünftigen Entwicklungen des Ökosystems und der Foundation anzeigen soll. Höchst interessant ist diesmal der Blick auf die sieben dort genannten strategischen Ziele:


1. Eclipse soll eine führende Rolle in der Bereitstellung von Open-Source-Runtime-Technologien einnehmen.
2. Die Führungsposition unter den Open-Source-Tools-Plattformen soll weiter ausgebaut werden. Insbesondere im Bereich der Rich Internet Applications werden neue Projekte erwartet.
3. Förderung der Möglichkeit aller Foundation-Mitglieder, kommerzielle Wertschöpfung aus Eclipse-Technologie zu generieren.
4. Förderung des Wachstums des Eclipse-Ökosystems, insbesondere in vertikalen Industriesegmenten: neue Industry Working Groups und neue Projekte mit Fokus auf spezielle Industriesegmente wie Mobile, Automotive, Versicherung und Finanzwesen.
5. Run a good ship.
6. Diversifiziertes Einkommensmodell: Die Finanzierung der Foundation soll nicht mehr nur von einer einzigen Quelle abhängen. Neben dem Funding aus unterschiedlichen Arten von Organisationen werden explizit Events und externes Sponsoring genannt.
7. Ausreichende Ressourcen sollen in die Weiterentwicklung der Eclipse-Core-Technologie investiert werden.


Rollen wir das Feld kurz von hinten auf: Eclipse-Kerntechnologien sollen gefördert werden. Dass dieser Punkt nun ins offizielle Planungsdokument einfließt, zeigt, dass die vergangenen Community-Diskussionen (Bjorn Freeman-Bensons Auseinandersetzung mit Mike Milinkovich war hier ja nur die Spitze des Eisbergs) von der Foundation durchaus ernst genommen wurden. Zur Integration des Eclipse Marketplace Clients in die Eclipse-Plattform wurde bereits das Mylyn-Entwicklerhaus Tasktop engagiert. Von der Eclipse Foundation eingestellte Entwickler an Eclipse-Kerntechnologien – nun also doch! Finanziert werden soll die Eclipse Foundation nun auch durch externes Sponsoring (ein entsprechendes Programm wurde dazu bereits aufgelegt) und durch kommerzielle Events. Im Klartext heißt dies: EclipseCon und Eclipse Summit sind keine reinen Community-Events mehr, sondern dienen dem Geldverdienen. Run a good ship. Hierbei helfen sicherlich die jüngsten Geldschenkungen von Google und Intel, die in den Ausbau der Serverinfrastruktur investiert werden sollen. Vertikale Industriesegmente sollen verstärkt angegangen werden. Bisher gibt es bekanntlich zwei Industry Working Groups bei Eclipse: die „Pulsar“ genannte Working Group für den Bereich Mobile und die Eclipse SOA Initiative. Während es um Pulsar recht still geworden ist, hat sich im Bereich SOA in den letzten Tagen richtig viel getan: Gleich vier neue Eclipse-Projekte sollen unter dem


Dach des Eclipse-SOA-Top-Level-Projekts entstehen:
• eBAM (Extended Business Activity Monitoring): eine Monitoring- Plattform für Businessprozesse.
• eBPM: Runtime- und Entwicklungstools für OSGi-basierte Business-Process-Management-Lösungen.
• Mangrove: ein SOA Modeling Framework, das SOA-Editoren sowie Runtime- und Entwicklungstools integrieren soll.
• secRT (Security Runtime for SOA Infrastructures): soll existierende Sicherheitsservices in OSGi-Runtimes adaptieren.


Wertschöpfung aus Eclipse-Technologien: Auch hier gibt es positive Signale. Beschlossene Sache ist bereits, dass die Beiträge der so genannten „Solutions Membership“ für kleinere Unternehmen von jährlichen 5000 US-Dollar auf 1500 US-Dollar gesenkt werden. Der Eclipse Marketplace ist ein mehr als würdiger Nachfolger der alt gedienten EPIC und die Überlegungen, einen Ort bei Eclipse für Projekte zu schaffen, die nicht den strengen Foundation-Richtlinien entsprechen müssen, scheinen langsam zu reifen. Gespannt wartet alle Welt auf Konkretes. Bleibt der Bereich der Tooling- und Runtime-Projekte. Hier muss man sich vielleicht am wenigsten Sorgen machen. Eclipse Runtime hat prominenten Zuwachs durch den Spring dm Server erhalten, der nun unter dem Namen „Virgo“ bei Eclipse weiterentwickelt wird (siehe Interview auf S. 68 mit Adrian Colyer). Zudem soll Virgo eng mit dem ebenfalls neuen Gemini-Projekt verzahnt werden, das darauf abzielt, existierende Java-Enterprise-Technologien in OSGi-Plattformen zu integrieren. Enterprise OSGi wird mehr und mehr bei Eclipse gemacht. Was nun eigentlich in der Luft liegt, ist die Zusammenstellung einer eigenen Eclipse-Runtime-Distribution, mit der man der Eclipse- Vision des „Stackless Stack“ zum Greifen nahe kommt.


An neuer Technologie und neuen Projekten mangelt es wahrlich nicht bei Eclipse. Allein in den letzten acht Wochen wurden Proposals veröffentlicht für: Virgo, Gemini, Eclipse Logic Framework (ELF), Remus, Scout, Sketch, JavaScript for EMF (JS4EMF), Sphinx, ScalaModules, Woolsey und das Projekt Object Teams, mit dem die objektorientierte Programmierung in eine neue Dimension geführt werden soll (S. 61). Und vor der Tür stehen natürlich auch die Releases von Eclipse 3.6 (Helios) und Eclipse 4.0 Ende Juni 2010. Technologisch kann Eclipse also zuversichtlich in die Zukunft blicken. Aufseiten der Eclipse Foundation ist man zumindest bemüht, auch organisatorisch mit der Technologieentwicklung Schritt zu halten. Und wie es scheint, finden langsam auch die Signale der Foundation-Kritiker Gehör. Spannende Zeiten für Eclipse – das Eclipse Magazin ist wie immer hautnah dabei!


Viel Spaß bei der Lektüre der vorliegenden Ausgabe wünscht


Hartmut Schlosser, Redakteur



Exklusiv auf CD: Gratiskapitel aus dem Buch:


Smart Clients mit Eclipse RCP – Architektur und Konzeption von Enterprise-Anwendungen


Nach dem Siegeszug von Eclipse als Plattform für die Softwareentwicklung gewinnt Eclipse weitere Marktanteile als Plattform für Unternehmensanwendungen (Stichwort: SmartClient). Ob es nun Eclipse RCP als Open-Source-Variante ist oder Markenprodukte (wie Lotus Notes bzw. Lotus Expeditor) zum Einsatz kommen – die Entwicklung von Unternehmenslösungen basierend auf der Rich Client Platform gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Das erste Kapitel des Buches führt in die Verwendung von Eclipse RCP als Smart Client ein, beschreibt den technologischen Ansatz von Eclipse RCP und führt Effizienzbetrachtungen anhand des Beispiels „Ersatzteilbestellung für Automobile“ durch.


Die Highlights


Mit EMF Benutzerschnittstellen modellieren


Das Eclipse Modeling Framework (EMF) ist der De-Facto-Standard bei Eclipse, um Modelle zu beschreiben. Die Idee, Benutzerschnittstellen (UIs) basierend auf EMF zu modellieren, gewinnt durch die e4-Workbench, das Wazaabi-Projekt und das Toolkit Model immer mehr an Popularität. Aber wie ist diese heimliche Revolution zu erklären? Was macht den Charme von EMF-basierten UIs aus? Der Artikel „Das modellierte User Interface“ von Matthias Heinrich, Lars Vogel, Arne Schramm und André Preußner (S. 45) zeigt Schritt für Schritt, wie ein UI mittels EMF beschrieben werden kann. Die dem Artikel korrespondierende Beispielanwendung „Widget Explorer“ auf der Heft-CD ist ein Container für kleine Helferprogramme, die beispielsweise aktuelle Wetterdaten aufbereiten, über den Eingang neuer E-Mails informieren oder die CPU-Auslastung überwachen. Anhand des Widget Explorers wird gezeigt, wie mit EMF modellierte UI-Elemente neu angeordnet, umbenannt, ausgeblendet und farblich hervorgehoben werden können.


Hilfe naht: RCP Usability


Benutzerhandbücher erscheinen recht selten auf den Bestsellerlisten. Dokumentation wird nur ungern gelesen und häufig gar nicht erst aufgeschlagen. Als Anwendungsentwickler muss es das Ziel sein, den Benutzer dazu zu ermuntern, in der Dokumentation zu suchen oder nachzulesen. Besser wäre es, das Programm würde Vorschläge über die möglichen Themen für einen bestimmten Bereich machen. Im Idealfall wäre das Aufrufen der Hilfe ganz unnötig, weil die Benutzeroberfläche ausreichend Information anbietet. Der Artikel „Hilfe naht“ von Alexandra Imrie und Achim Lörke (S. 82) nimmt genau diese drei Optionen unter die Lupe: das Einbinden der Dokumentation als Onlinehilfe, die Erstellung einer kontextsensitiven Hilfe und das Anzeigen kurzer Informationen direkt in der Oberfläche über ControlDecoration und Tooltips. In dem Beispiel-Projekt auf der Heft-CD können alle nötigen Schritte praxisnah nachvollzogen werden.


Weitere Inhalte:


SpringSource dm Server 1.0.2 SR02


SpringSource dm Server ist ein modulbasierter Java-Application-Server, der Enterprise-Java-Anwendungen und Spring-powered-Anwendungen mit einem hohen Maß an Flexibilität und Zuverlässigkeit ausführt.


Apache Axis2 1.5.1


Apache Axis ist eine populäre SOAP-Engine zur Konstruktion von Web Services und Client-Anwendungen. Apache Axis2 ist eines der am meisten eingesetzten Web Service Frameworks für Java.


Object Teams Development Tooling 1.4.0 Milestone 3


Object Teams Development Tooling ist eine Erweiterung der Eclipse-Plattform. Das Projekt zielt darauf ab, die Entwicklung mit der rollen- und teambasierten Sprache OT/J (ObjectTeams/Java) in Eclipse zu ermöglichen.


Eclipse e4 1.0 M4


e4 ist das Eclipse-Inkubator-Projekt, in dem zurzeit die Technologien entwickelt werden, die im Juli 2010 in das Eclipse SDK 4.0 einfließen. In der vorliegenden Version e4 1.0 M4 gibt es zahlreiche Neuerungen und Fixes.




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