Eclipse Magazin 4.09
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Web Tools Platform

Erhältlich ab: Mai 2009
Umfang: 99 Seiten Seiten
Autoren / Autorinnen:
Jonathan Alvarsson, Bernhard Bauer, Naci Dai, Martin Dilger, Ralf Ebert, Gerhard Fließ, Stefan Isele, Dieter Krachtus, Florian Lautenbacher, Martin Lippert, Matthias Lübken, Andreas Meißner, Andreas Mülder, Guido Müller, Ralph Müller, Benjamin Muskalla, Steven Reinisch, Tom Ritter, Christian Saad, Holger Schill, Hartmut Schlosser, Enrico Schnepel , Heiko Seeberger, Ola Spjuth, Raghu Srinivasan, Eike Stepper, Marc Teufel, Stefan Tilkov, Dr. Lothar Wendehals, David Williams

Magazin


Ralph Müller: Neues aus der Foundation


EclipseCon 2009
Zwischen e4, Runtimes, Clouds und Twitter
Benjamin Muskalla


Eclipse Forum Europe 2009
Die Community trifft sich: Stimmen zu JAX und EFE 2009


Titelthema


Eclipse Web Tools Platform Uncovered
Teil 1: Einführung in WTP
Naci Dai und David Williams


Eclipse Web Tools Platform Uncovered
Teil 2: JavaServer Faces (JSF)
Naci Dai und Raghu Srinivasan


Modeling


Modeling goes Enterprise II
Es ist serviert: Eine Anwendung mit EMF und CDO
Eike Stepper


Domänenspezifische Modellierung für alle
Topcased UML Editor in ein domänenspezifisches Werkzeug verwandeln
Steven Reinisch


Modellvergleich mit EMF Compare
T Funktionsweise des Frameworks
Andreas Mülder, Holger Schill und Dr. Lothar Wendehals


Best of Eclipse DemoCamps: GenGMF
Grafische Editoren für große Metamodelle
Enrico Schnepel


Projekte


Chord Scale Generator
Eclipse für (angehende) Saitenakrobaten
Andreas Meissner


Bioclipse 2.0
Life Science setzt auf die Stärken von Eclipse
Ola Spjuth, Jonathan Alvarsson, Dieter Krachtus


„Es gibt keine Grenzen für Eclipse“
Gespräch mit Bioclipse-Koordinator Ola Spjuth


Development


Eclipse versus Maven
Der Kampf der Builder
Stefan Isele


Rich Client Platform


Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
RCP-Anwendungen testen mit SWTBot
Ralf Ebert


RCP-Tests mit Fragmenten
Unit Testing von RCP-Anwendungen mit dem Eclipse Testing Framework
Martin Dilger


Ein Bild sagt mehr…
Diagramme entwickeln mit SWTChart
Marc Teufel


Enterprise


Geschäftsprozesse ausführen mit Eclipse JWT
Von abstrakten Prozessmodellen bis zu lauffähigem Code
Florian Lautenbacher, Christian Saad und Bernhard Bauer


Papierprozesse mit Eclipse RCP
XiTrust Business Server
Gerhard Fliess


Eclipse in der Lagerlogistik
Aus Alt mach Neu
Guido Müller


Modellierung zur Laufzeit


Das Eclipse Forum Europe – das Frühjahrstreffen der europäischen Eclipse- Gemeinde – liegt gerade hinter uns, und wir alle haben viele Eindrücke sammeln können. Wie immer im Rahmen der JAX veranstaltet, herrschte auf dem EFE Ende April wieder reges Treiben in den Eclipse-Sessions und -Vorträgen. Bemerkenswert war für mich, dass mit dem Standard OSGi derzeit ein starkes gemeinsames Thema für die Eclipse- und die Java-Enterprise-Welt diskutiert wird. Zwei auf OSGi fokussierte Tage – der OSGi Day und der OSGi Experts Day – widmeten sich diesem Thema, das ja mit Eclipse 3.0 vor vielen Jahren eingeführt wurde und derzeit die gesamte Java-Welt zu beschäftigen beginnt.


Was ist das Geheimnis guter Nachbarschaft?


So fragte ich z. B. Jeff McAffer in der „Interview-Keynote“ vom Donnerstag der Konferenz, ob mit dem Eclipse Runtime-Projekt ein neuer, alternativer Software-Stack in Konkurrenz zur klassischen Java Enterprise Edition entstehe. Seine Antwort: Eclipse RT sei ein „Stackless Stack“, und er schlage vor, RT als einen Baukasten für fein aufeinander abgestimmte Komponenten zu betrachten. In seiner Session zur „Eclipse Runtime (R)evolution“ lieferte Jeff dann eine nette Metapher, die beim Verständnis von OSGi helfen kann: „Was ist das Geheimnis guter Nachbarschaft? Ein guter Zaun! Genau das ist auch die Idee von OSGi: Good fences make good neighbours! OSGi kümmert sich um die Zäune. OSGi erlaubt es im Wesentlichen, Programme in klar definierte Module aufzuteilen und regelt die Kommunikation zwischen diesen Modulen.“ Mehr dazu und zum gesamten Eclipse Forum finden Sie in unserem Bericht ab Seite 12.


Gläubige und Ungläubige


Eine weitere spannende Diskussion ergab sich während der Konferenz rund um das Thema EMF: Modellgetriebene Softwareentwicklung hat offenbar immer noch ein Imageproblem. Die Frage, ob Modelle überhaupt helfen können, Probleme zu lösen, scheint bis heute brisant zu sein. Vielen erscheinen Modelle als zu kompliziert, zu schwergewichtig und zu schwierig zu erlernen, als dass sich ihr Einsatz lohnen würde. Die Adoption von EMF sei wie die Konversion zu einer neuen Religion, schreibt Michael Scharf von Windriver, der auch als Speaker auf der Konferenz dabei war, in seinem Blog (http://michaelscharf.blogspot.com/2009/04/how-to-explain-emf.html): Für die EMF-Gläubigen ändere sich die Art und Weise, wie sie die Welt wahrnehmen und wie sie Probleme lösen. Für die Ungläubigen bleibe die neue Botschaft nichts als eine Ansammlung sinnloser Paradigmata, und je mehr die Gläubigen versuchten zu evangelisieren, desto skeptischer würden die Ungläubigen nur. Weiterverfolgen können Sie diese Diskussion übrigens auch auf unserem Portal JAXenter.de unter: www.jaxenter.de/news/048782


Immer wieder Runtime


In dieser Ausgabe des Eclipse Magazins bringen wir indessen noch einen weiteren interessanten Aspekt ins Spiel: Während die Softwaremodellierung zumeist als Methode für die Entwicklung von Software gesehen wird, verfügt sie auch über Potenziale für die Laufzeit einer Software. Eike Stepper, ursprünglicher Autor des CDO Model Repository und der Net4j-Signalling Platform, hat daher eine Beispielanwendung entwickelt, die dies demonstrieren soll. Das Projekt eDine – eine fiktive Anwendung zum Management eines Restaurants mit Touchscreens für die Gäste und vielem anderen mehr – zeigt, welche Bedeutung Modelle auch als Runtime-Technologie haben können. Auf Seite 31 zeigt Eike Schritt für Schritt, wie diese Anwendung in nur sieben Schöpfungstagen mithilfe von Eclipse-Modeling-Technologien entwickelt wurde.


Viel Spaß bei der Lektüre wünscht


Sebastian Meyen, Chefredakteur


Exklusiver Buchauszug zum Schwerpunktthema des Hefts:


Eclipse Web Tools Platform


Das Kapitel „Java Servlets“ aus dem Buch „Eclipse Web Tools Platform. Java EE, Webanwendungen und Web Services mit WTP“ von Kai Brüssau erklärt Schritt für Schritt die Umsetzung einer Java Servlets Web-Anwendung mit Eclipse WTP und ergänzt so die beiden Heftartikel von Naci Dai, David Williams und Raghu Srinivasan (S. 16-30) über die Web Tools Platform und die JavaServer Faces.


Auszug aus Kapitel 3:
- Java Servlets
- Beispiel einer Webanwendung mit Java Servlets
- Umsetzung mit Eclipse WTP
- Erweiterungen


Die Highlights


Chord Scale Generator


Beim Chord Scale Generator handelt es sich um eine Eclipse-basierte Anwendung für Saiteninstrumente, die dabei hilft, Griffmöglichkeiten für einen Akkord oder die zu einer Melodie passenden Harmonien zu finden. Einen ausführlichen Bericht zu dem Musiktool fi nden Sie auf S. 54.


Java Workflow Tooling (JWT)


Java Workflow Tooling (JWT) ist ein Werkzeug zur Erstellung, Ausführung und Überwachung von Geschäftsprozessen, die leicht an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst und in bestehende Systeme integriert werden können. Lesen Sie dazu den Bericht von Florian Lautenbacher, Christian Saad und Bernhard Bauer „Geschäftsprozesse ausführen mit Eclipse JWT“ auf S. 89.


eDine


Das Restaurant eDine präsentiert sich mit einem ganz neuen Konzept. Alle Tische sind mit Touch-Computern für die Speisenauswahl, die Bestellung und die Zahlungsabwicklung ausgestattet. Das gesamte Softwaresystem basiert auf Eclipse und wurde, insbesondere Dank dem konsequenten Einsatz von Eclipse Modeling Tools, in nur wenigen Tagen entwickelt. Die eDine-Anwendung demonstriert eindrucksvoll den Praxiseinsatz von Eclipse-Modeling-Technologien, beschrieben im Artikel von Eike Stepper „Modeling Goes Enterprise II“ auf S. 31. Zum Einsatz kommen hier u. a.: Eclipse/OSGi, EMF, das CDO Model Repository und die Net4j Signalling Platform.


Weitere Inhalte


Eclipse-Tools & -Plug-ins


JFreeChart 1.0.13


JFreeChart ist eine Java-Chart-Bibliothek, mit der sich Tabellen in Applikationen anzeigen lassen.


Bonita 4.1


Bonita (a. k. a Nova Bonita) ist ein auf der Process Virtual Machine (PVM) basierende BPMWorkflow-Lösung. Mit Nova Bonita können Business Process Management Workflows auf der Basis des XML-Process-Definition-Language-(XPDL-)Standards erstellt werden.


FraSCAti 0.5


Bei Frascati handelt es sich um ein Komponentenframework, das die Ausführung von Services, die mithilfe des SCA-Standards modelliert werden, erlaubt.


Swt-Tools


SWTChart 0.4.0


SWTChart ist eine leichtgewichtige Eclipse-Komponente zur Erstellung von Diagrammen und Schaubildern.


SWTBot


SWTBot ist ein funktionales Testing-Tool für SWT/Eclipse-Anwendungen. Features des neuen Release 0.2 sind u. a. ein Recorder und eine verbesserte Eclipse-Integration. Das Testing-Tool bietet eine API zusätzlich zum SWTBot Core, sodass der Gebrauch von SWTBot vor allem auch für Early Adopters einfach ist.



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