Eclipse Magazin 4.10
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Quo vadis Eclipse?

Erhältlich ab: Mai 2010
Umfang: 98 Seiten Seiten
Autoren / Autorinnen:
Andre Albert, Pavlo Baron, Christian Campo, Stefan Diener, Sven Efftinge, René Eggenschwiler, Tobias Forster , Wolfgang Frank, Ekkehard Gentz , Werner Keil, Markus Kopf, Benjamin Muskalla, Siegfried Nolte, Dr. Reik Oberrath, Nicole Rauch, Stefan Reichert, Eugen Reiswich, Uwe Sauerbrei, Markus Stäuble, Ylli Sylejmani , Karsten Thoms, Lars Vogel, Gerd Wütherich

Magazin


EclipseCon 2010
Neue Trends im Eclipse-Ökosystem
Werner Keil


Eclipse auf der JAX 2010
Eclipse Days & More
Hartmut Schlosser et al.


Bücher
Smart Clients mit Eclipse RCP
Eclipse RCP im Unternehmenseinsatz


Titelthema


Quo vadis Eclipse?
Zur Situation des Eclipse-Ökosystems und der Eclipse Foundation
Hartmut Schlosser, Sebastian Meyen


Meine Vision der Eclipse Foundation
Ein Gespräch mit Mike Milinkovich


Mobile


Pulsar und Eclipse Mobile 2010
Was bietet Eclipse für Mobile-Plattformen?
Werner Keil


iPhonical – Mobile DSL für Rapid Prototyping
Mobile Applikationen mithilfe domänenspezifischer Sprachen
Wolfgang Frank und Markus Kopf


Modeling


Model-2-Text-Transformationen
Modellbasierte Codegenerierung in der Eclipse Modeling Workbench
Siegfried Nolte


Auf der Suche nach dem Heiligen Gral der Softwareentwicklung
Eike Stepper über die Vorzüge von MDSD


Development


Schaffe, schaffe, Eclipse baue!
Build von Eclipse-Anwendungen mit Maven Tycho
Karsten Thoms


Automatisieren von Eclipse Product Builds
„Kopfloses“ Bauen von Eclipse-Produkten?
Tobias Forster, Ylli Sylejmani und Rene Eggenschwiller


Eclipse Target Platform effizient nutzen
Troubleshooting – und was bringt Helios?
Ekkehard Gentz


Workspace Awareness mit ceno
Vermeidung von Merge-Konflikten durch Koordination und Kommunikationsunterstützung in Eclipse
Andre Albert


Web


Developing Gadgets for Google Wave
Google Wave kann nicht nur Robots
Lars Vogel


Enterprise


Eclipse SOA Industry Working Group
Im Gespräch mit Ricco Deutscher von SOPERA


Projekt e4


e4 im Browser
Wie e4 mit RAP den Browser erobert
Benjamin Muskalla


Aufbruchstimmung bei Eclipse
Boris Bokowski über das Eclipse 4.0 SDK


RCP


Automatisierte SWTBot-Tests
Qualitätssicherung von Geschäftsanwendungen
Dr. Reik Oberrath


Baumkunde für Einsteiger
Navigationsbäume mit LunaRCP erstellen
Stefan Diener


Mission Control
Serverseitige Startparameter für Eclipse-RCP-Clients
Stefan Reichert


My Personal Eclipse


...mit Ekkehard Gentz


Eclipse in der Sinnkrise?


Die Eclipse Foundation kann mit Stolz auf eine beispiellose Erfolgsgeschichte verweisen. Im Jahre 2004 gegründet, hat sie es geschafft, sich ein hervorragendes Standing in der IT-Industrie aufzubauen – und genießt dabei sowohl bei den Open-Source-Entwicklern als auch den Mitgliedsfirmen ein hohes Ansehen. Es gibt nur wenige Beispiele in der Branche, wo es gelungen ist, den schwierigen Spagat zwischen Community- und Business-Orientierung auszuhalten, ohne dabei auf einer der beiden Seiten seine Glaubwürdigkeit zu verlieren. Nicht umsonst wird die Eclipse Foundation immer wieder als Modell für einen künftigen Java Community Process (JCP) ins Spiel gebracht, über dessen Zukunft aktuell nur spekuliert werden kann. Um Vertrauen in der Java-Community herzustellen, aber auch um eine langfristige Basis für die gesamte Java-Industrie zu schaffen, wäre es vorteilhaft, wenn sich auch Oracle beherzt dazu entschlösse, das Management von Java an eine unabhängige Foundation zu übergeben. Allen Erfolgen zum Trotz hat es allerdings den Anschein, als ob sich das System Eclipse aktuell in einer Sinnkrise befindet. Die Anzahl der Mitglieder ist rückläufig und die Einnahmen der Foundation ebenfalls. Der Glanz der Marke, der zu seinen besten Zeiten allein Rechtfertigung für ein starkes Eclipse-Engagement war, scheint verblasst, und so müssen Anreize geschaffen werden, um das Eclipse-Ökosystem lebendig zu halten.


Einige Ansätze können die Eclipser in der Tat vorweisen, so zum Beispiel die Industry Working Groups, die zum Ziel haben, den Boden für den Eclipse-Einsatz in spezifischen Branchen zu bereiten. Als erste Working Group hat sich das Mobile-Technologie-Projekt Pulsar etabliert (siehe Artikel „Pulsar & Eclipse Mobile“ auf S. 28), neu aus der Taufe gehoben wurde jüngst die SOA Industry Working Group, die sich das Ziel gesetzt hat, eine Equinox-basierte Plattform für serviceorientierte Architekturen zu etablieren (S. 78). Die Branchenorientierung bietet interessante Ansätze, muss sich aber in der geschäftlichen Praxis erst noch bewähren. Die Hinwendung zu neuen Betätigungsfeldern ist aus Sicht der Foundation zwar verständlich, sollte doch jede Organisation über einen gesunden Refl ex zur Selbsterhaltung verfügen, muss aber grundsätzlich daraufhin untersucht werden, welche Wertschöpfung sie für ihre Mitglieder dabei erzielen kann. Die sinkenden Einnahmen durch Mitgliederbeiträge zum Beispiel versucht die Eclipse Foundation derzeit durch eigene geschäftliche Aktivitäten zu kompensieren. Dadurch gerät sie möglicherweise in Konflikt mit ihren Mitgliedern. Boten in der Vergangenheit die Mitgliedsbeiträge die Voraussetzung dafür, einen defi nierten Service zur Verfügung zu stellen (Lobbyarbeit und Beratung, rechtliche Sicherung des Open-Source-Codes, Governance und Management), so wird die Foundation heute selbst geschäftlich aktiv. War sie in der Vergangenheit als Rahmenwerk für die geschäftlichen Aktivitäten ihrer Mitglieder erkennbar, sucht sie in ihrer gewollten „Diversifi zierung des Einkommensmodells“ nun selbst nach geschäftlichen Betätigungsfeldern. 


Für das vorliegende Heft haben wir eine Reise durchs Eclipse-Land unternommen, mit zahlreichen Akteuren gesprochen und unsere eigene Berichterstattung der vergangenen Jahre ausgewertet – und all diese Informationen zu einem Bericht der „Lage der Eclipse-Nation“ zusammen gefasst (Seite 17). Wir beleuchten die Strukturen der Eclipse Foundation, zeigen Chancen, aber auch Limitierungen des Open-Source-Marktes auf und nehmen auf die jüngsten Entwicklungen Bezug. Zwar ruht der Blick bei diesen Themen zumeist auf der Foundation, aber im Endeffekt geht es stets um die Frage, inwiefern das Eclipse-Umfeld nutzbringend für Unternehmen und Entwickler ist und welche Perspektiven sich aufzeigen. Gewiss ist das letzte Wort in diesen Dingen mit der vorliegenden Ausgabe noch nicht gesprochen und sicherlich sorgen einige der Thesen, die Sie in diesem Heft nachlesen können, für Diskussionsstoff. Wir wollen den weiteren Werdegang des Eclipse-Ökosystems (Open-Source-Community, Anwender, Produktanbieter, Foundation) kritisch beleuchten, um Ihnen eine Orientierung zu geben und vor allem: um mit Ihnen, d.h. allen Playern dieses Ökosystems, in einen offenen Dialog über die Zukunft von Eclipse zu treten.


Wir freuen uns über Ihr Interesse und, wenn Sie wollen, Ihre Zuschriften und Diskussionsbeiträge zu diesem aktuellen Thema. In diesem Sinne: viel Spaß bei der Lektüre


Sebastian Meyen, Chefredakteur


Exklusiv auf CD: MP3 Manager bauen mit Maven Tycho


Maven Tycho ist eine Erweiterung für das Build Framework Maven, welches das Aufsetzen von Headless Eclipse Builds vereinfachen soll. Insbesondere die flexible Konfiguration der Target Platform ermöglicht auch komplexe Build-Szenarien, in denen der Build gegen unterschiedlichste Plattformen gebaut und getestet werden kann. Im Artikel „Schaffe, schaffe, Eclipse baue!“ (S. 54) beschreibt Karsten Thoms, wie Maven mit den Tycho-Plug-ins eingerichtet wird, um damit Eclipse-RCP-Anwendungen Headless zu bauen. Als aussagekräftiges, nicht triviales Beispiel befindet sich auf der Heft-CD Kai Tödters MP3 Manager, dessen Sourcen um die passenden Maven pom.xml-Dateien angereichert wurden. Der MP3 Manager ist ein gutes Referenzbeispiel für eine typische RCP-Applikation, in dem auch komplexere Aufgaben wie Plattformbindung, UI, Product Build und Branding im Build abgedeckt werden.


Die Highlights:


Lotterie-Gadget für Google Wave


Gadgets in Google Wave folgen der OpenSocial-Gadget-Spezifikation und erweitern diese um Wave-spezifische Features, wie den Zugriff auf den Inhalt und die Teilnehmer der Wave. Im Artikel „Developing Gadgets for Google Wave” (S. 74) beschreibt Lars Vogel die Entwicklung eines Gadgets für Google Wave, welches unter den Teilnehmern einer Wave einen Sieger auslost.


Navigationsbäume mit LunaRCP


Die Implementierung von Bäumen mit Hilfe des Common Navigator Frameworks (CNF) ist eine komplexe Angelegenheit. Das Open-Source-Projekt LunaRCP bietet hier einen Aufsatz zum CNF an, mit dem die Erstellung der Bäume und ihrer Knoten erleichtert wird. Der Artikel „Baumkunde für Einsteiger“ von Stefan Diener (S. 90) stellt das von LunaRCP zur Verfügung gestellte Navigations-Framework vor. Das korrespondierende Beispielprojekt auf der Heft-CD führt den Leser Schritt für Schritt bis zu einer ausführbaren RCP-Anwendung.


Weitere Inhalte:


Eclipse SDK 4.0


Die erste selbstgehostete Version von Eclipse 4.0, der neuen Generation der Eclipse-Plattform. Die vorliegende Version ist für Early Adopters gedacht und noch nicht für den produktiven Einsatz empfohlen.


Eclipse Pulsar


Eclipse Pulsar ist eine Entwicklungs-Plattform für Mobile-Java-Entwickler. Es enthält die Eclipse-Plattform, Java Development Tools (JDT), Mobile Tools for Java (MTJ), und Mylyn Plugin Development Environment (PDE). Pulsar stellt SDKs für Motodev, Nokia und BlackBerry bereit.


Eclipse SOA Platform


Die Eclipse SOA Platform ist eine Integrationsplattform für SOA-Entwickler, die kostenlose Komponenten zur Entwicklung serviceorientierter Architekturen beinhaltet. Es enthält eine Java IDE, Swordfish Tooling, das Plugin Development Environment (PDE), einen XML-Editor und WSDL-Editor.


SWTBot


SWTBot ist ein funktionales UI-/Funktions-Testwerkzeug für die Prüfung von SWT- und RCP-Anwendungen. SWTBot kann Tests aufzeichnen und wiedergeben. Es bietet ein einfaches und ein erweiterbares API, die sehr leicht zu lesen und zu verwalten sind.


Appcelerator Titanium 1.2


Appcelerator Titanium ist eine Plattform für Rich Internet Applications (RIA). Titanium erlaubt Entwicklern, mittels HTML, CSS und JavaScript schnell und einfach Applikationen zu erstellen.


ceno 0.0.4


Ceno ist ein Set von Eclipse-Plug-ins, das die gemeinsame Arbeit mit den Mitteln der Workspace Awareness unterstützt. Mit dem Tool lassen sich Merge-Konflikte bei der Synchronisation vermeiden.



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