Eclipse Magazin 6.10
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Eclipse & Academia

Erhältlich ab: September 2010
Umfang: 98 Seiten Seiten
Autoren / Autorinnen:
Sven Efftinge, René Fleischhauer, Ekkehard Gentz, Meinhard Gredig, Holger Grosse-Plankermann, Jonas Helming, André Hermann, Johannes Jacop, Dr. Kay Kadner, Maximilian Koegel, Jordi Böhme López, Jörg Meister, Marc Philipp, Michael Plank, Nicole Rauch, Jan Reimann, Andreas Rummler, Marc Teufel, Lars Vogel, Sebastian Zarnekow

RCP


RCP-Hilfesystem und Enterprise-Wikis
Erweiterung des Einsatzgebiets
Holger Grosse-Plankermann und Jörg Meister


Automatische Updates für RCP-Applikationen
p2 in eigene RCP-Anwendungen integrieren
Andreas Rummler und Lars Vogel


Projekt e4


Ausgepackt: Eclipse SDK 4.0
Einführung in e4 und das Eclipse SDK 4.0
Marc Teufel


Eclipse & Academia


Von der Wissenschaft in die Wirtschaft
Erfahrungsbericht eines Juristen in der Softwarebranche
Johannes Jacop


Eclipse & Academia
Zwei verschiedene Welten?


Plug-in-Parade


Einsicht und Handeln mit Usus
Integrierte Codeanalyse: Einfache Handhabung und unmittelbares Feedback
Marc Philipp und Nicole Rauch


Refactory
Eigene Metamodelle und DSLs um Refactorings erweitern
Jan Reimann


Development


BIRT Chart API
Business Intelligence à la Eclipse
André Hermann


Modeling meets Runtime
Dynamisches UI (nicht nur) für Businessanwendungen
Ekkehard Gentz


FDT 4.0
Eclipse-IDE für Flash- und Flex-Projekte
Michael Plank und Meinhard Gredig


Der richtige Start für Eclipse-Entwickler
Peters Bekanntschaft mit dem Yoxos Launcher Jordi Böhme López


Modeling


Goodbye XML – Befreiungsakt mit Xtext
Warum Sie in den allermeisten Fällen auf XML verzichten können
Sven Efftinge und Sebastian Zarnekow


EMFStore – ein Repository für EMF
EMF-Modellinstanzen verteilt bearbeiten, versionieren und speichern
Maximilian Koegel und Jonas Helming


Leichtes Spiel für Softwaremodellierer
Jonas Helming über die EMF Client Platform


Deklaratives UI Design mit Sapphire
Interview mit Konstantin Komissarchik


Von EMF auf CDO in 5 Minuten
Zentrale Speicherung von Editormodellen in Eclipse
Dr. Kay Kadner und René Fleischhauer


Quo vadis Eclipse


Die verordnete Innovationsbremse
Ein Gespräch mit Eike Stepper


Von der Wissenschaft in die Wirtschaft


Wie sind Sie eigentlich auf Eclipse gestoßen? Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Ihre Antwort von Ihrem Alter abhängt. Als langjähriger Java-Veteran werden Sie die Lancierung der Eclipse-Entwicklungsumgebung 2001 mit Interesse verfolgt haben, sich das neue Ding einfach einmal heruntergeladen haben und vom Eclipse-Qualitätsstandard begeistert gewesen sein. So lange sind Sie noch gar nicht dabei? Dann tippe ich darauf, dass Ihnen Eclipse zum ersten Mal während Ihrer Ausbildung, Ihres Studiums, Ihres Erlernens von Java über den Weg gelaufen ist. Richtig?


In der Tat hat sich Eclipse in den letzten Jahren auch in den verschiedenen Bildungsinstitutionen auf breiter Basis durchgesetzt. Eine oft gehörte Java-Sozialisierungsgeschichte lautet so: „Ich habe mit Eclipse die Java-Programmierung erlernt. Danach war es einfach logisch, sich auch weiterhin mit Eclipse zu beschäftigen!“ An Nachwuchskräften mit innovativen Ideen fehlt es deshalb nicht bei Eclipse: Unzählige Diplomarbeiten, Dissertationen und Forschungsprojekte beschäftigen sich mittlerweile mit Eclipse-Technologie, und so manches interessantes Universitätsprojekt hat sich ja auch schon hier im Eclipse Magazin wiedergefunden (GEF3D, Code Recommenders, Object Teams, Bioclipse etc.). Doch so bunt die Welt der Eclipse-Uni-Projekte auch ist: Selten konnte man bisher beobachten, dass aus einem akademischen Projekt ein of zielles Eclipse-Projekt entstanden ist, das sich dann auch auf dem freien Markt behaupten und Basis kommerziell vermarkteter Produkte werden konnte. Was kann die Eclipse-Community tun, um Eclipse-basierte Projekte mit akademischem Hintergrund besser zu unterstützen und ein „zweites Mylyn“ zu ermöglichen? Diese Frage stellte sich Eclipse-Committer Chris Aniszczyk in seinem Blogeintrag „Eclipse and Academia“ (http://aniszczyk.org/2010/03/11/eclipse-and-academia/) und hat damit eine Diskussion angeregt, in der sich viele akademische Entwickler zu Wort gemeldet haben. Vor diesem Hintergrund ist es mir eine große Freude, in dieser Ausgabe des Eclipse Magazins den Juristen Johannes Jacop als Autor begrüßen zu dürfen. Ein Jurist in einem Entwicklermagazin? Ja, genau das, denn einer der Gründe, warum so wenige Unternehmen aus Universitätsprojekten heraus entstehen, ist, dass das nötige betriebswirtschaftliche und juristische Wissen während der Informatikausbildung kaum vermittelt wird. Den Herausforderungen der freien Wirtschaft steht man dann als junger Absolvent oft relativ blauäugig gegenüber. Jacop ist als einer der Gründer des Unternehmens Yatta Solutions den Weg von der Wissenschaft in die Wirtschaft erfolgreich gegangen. In seinem „Erfahrungsbericht eines Juristen in der Softwarebranche“ (S. 26) zeichnet er diesen Weg nach, berichtet von Fallstricken und Risiken, aber auch von Erfolgsfaktoren, die jeden Entwickler dazu ermutigen sollen, den Schritt in die unternehmerische Tätigkeit zu wagen.


Wer die Wahl hat …


Auch das Model Repository EMFStore (siehe Artikel auf S. 73) ist im Rahmen eines Universitätsprojekts an der TU München entstanden. Ähnlich wie das Projekt Connected Data Objects (CDO, siehe S. 88) erlaubt es die Speicherung und verteilte Bearbeitung der Entitätsklassen einer Anwendung mittels EMF. Dass sich zwischen CDO und EMFStore funktionale Überschneidungen ergeben, ist offensichtlich – doch scheint es auch ein Charakteristikum von Universitätsprojekten zu sein, dass hier der Erkenntnisgewinn über der Überlegung steht, welche Lücken im Eclipse-Ökosystem noch zu schließen sind. Neben der Wahl des geeigneten Model Repositorys stehen Eclipse-Anwender derzeit vor der wichtigen Entscheidung, auf welche Eclipse-Version sie zukünftig setzen wollen: auf die bewährte Eclipse-3.x-Entwicklungslinie oder auf das Innovationsprojekt Eclipse 4.0. Ab dieser Ausgabe rücken wir dem Eclipse SDK 4.0 deshalb einmal so richtig zu Leibe und bohren es für Sie in all seinen Facetten auf: Unser mehrteiliges Eclipse-4.0-Tutorial (den ersten Teil nden Sie auf S. 18) wird Sie in den nächsten Monaten begleiten und Ihnen die Konzepte der zukünftigen Generation der Eclipse-Plattform Schritt für Schritt näher bringen. Denn schließlich hängt der Erfolg von Eclipse 4.0 wesentlich von Ihnen und Ihrer Entscheidung ab, ob der neue Standard für Ihr Projekt in Frage kommt.


Viele spannende Stunden beim Lesen dieser Ausgabe wünscht


Hartmut Schlosser, Redakteur


Exklusiv auf CD: Bonus-Video von der JAX 2010


Boris Bokowski: Adopting e4


Was macht das e4-Applikationsframework für Entwickler interessant – einmal abgesehen davon, dass es die Grundlage für Eclipse 4.0 darstellt? Dieser Vortrag von der JAX 2010 richtet sich an Rich-Client-Entwickler, Anbieter von Eclipse-Add-ons und an alle, die an der Zukunft von Eclipse interessiert sind. Wir beleuchten die Motive für die Entwicklung des e4-Projekts und geben Entscheidungshilfen zur Hand, warum man damit beginnen sollte, sich mit der e4-Applikationsplattform zu beschäftigen. Im Hauptteil wird das e4-Programmiermodell vorgestellt, das auf der Grundlage unabhängiger Applikationsservices und Dependency Injection funktioniert. Es wird gezeigt, wie das EMF-basierte Applikationsmodell das einfache Zusammensetzen von Rich-Client-Applikationen direkt aus wieder verwendbaren UI-Komponenten ermöglicht. Weiter thematisiert werden die Integration von Web-UI-Komponenten in Rich-Client-Applikationen, unsere Erfahrungen mit der Portierung von Plug-ins der 3.x-Entwicklungslinie auf „native“ 4.x-Plug-ins sowie die Frage, was man von der Kompatibilitätsschicht erwarten darf, die die Abwärtskompatibilität zu 3.x-basierten Eclipse-Plug-ins gewährleisten soll.


Die Highlights


redView: Modeling meets Runtime


Die Projekte redView und red-open nutzen Technologien aus Eclipse-Modeling- und Eclipse-Runtime-Projekten, um aus beliebigen Modellen (UML, EMF, XSD, Xtext) durch Transformationen SWT-View-Modelle zu erzeugen, die zur Laufzeit dynamisch gerendert werden. Zwei Beispielprojekte zum Artikel „Modeling meets Runtime“ von Ekkehard Gentz (S. 51) zeigen, wie aus einer Kundenanforderung ein kleines redView-Projekt mit dynamischer UI erzeugt werden kann. Dabei werden zwei alternative Wege aufgezeigt: einmal ganz klassisch manuell „from scratch“ und einmal basierend auf Modeling-Projekten von Eclipse Helios, um den notwendigen Java-Code sowie die redView-SWT-View-Modelle zu erzeugen.


Integrierte Codeanalyse mit Usus


Usus ist ein Analysewerkzeug, mit dem sich verschiedene Aspekte des Codes prüfen lassen, die essentiell für eine gute Nachvollziehbarkeit und damit eine problemlose Änderbarkeit des Codes sind. Usus unterstützt Entwickler dabei, Fehler und negative Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und zu beheben. So kann man aus den Fehlern lernen und gleichartige Probleme im weiteren Verlauf des Projekts vermeiden. Auf der Heft-CD ndet sich das Usus-Paket sowie das komplette Beispielprojekt zum Artikel „Einsicht und Handeln mit Usus“ von Marc Philipp und Nicole Rauch (S. 37).


Weitere Inhalte


Eclipse 4.0 SDK


Aktuellste Version des SDK 4.0. Das Eclipse SDK 4.0 ist die erste selbstgehostete Version von Eclipse 4.0, der neuen Generation der Eclipse-Plattform. Zu den Features zählen unter anderem ein Model-basiertes UI-Framework, ein neuer CSS-basierter deklarativer Mechanismus für Anwendungsstyling und ein serviceorientiertes Programmiermodell.


Yoxos 5 Launcher


Beim Yoxos 5 Launcher handelt es sich um einen mit Ajax-Features angereicherten Softwareservice, mit dem Entwickler maßgeschneiderte Eclipse-Konfigurationen zusammenstellen können. Statt Eclipse zu starten und den Workspace zu wählen, startet man direkt den Workspace. Von dort aus wird die richtige Eclipse-Version ausgewählt und die erforderlichen Plug-ins werden bereitgestellt.


EMFStore


EMFStore ist ein Repository für EMF, das die Speicherung und verteilte Bearbeitung der Entitätsklassen einer Anwendung erlaubt. Im Gegensatz zur Speicherung in Datenbanken können die Entitätsklassen kontinuierlich offline bearbeitet werden.



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