Entwickler Magazin 1.04
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Model Driven Architecture

Erhältlich ab: Dezember 2003
Umfang: 100 Seiten Seiten

Tools & Reviews


Tools
Opus – Online Program Update Service von Ivotec


Reviews


3D-Spiele mit C++ und DirectX

C++ – Einführung und professionelle Programmierung


Titelthemen


Model Driven Architecture
Übersicht, Praxis und Tools


MDD mit Bold für Delphi
Modellgetriebene Anwendungen mit Delphi entwickeln


Datenbanken


Schmuckstücke
Ein Blick auf den MS SQL Server 2000 aus Sicht des Entwicklers


Unbreakable
Hochverfügbarkeit von Datenbanken


MySQL wird erwachsen
Schafft MySQL den Sprung in die Enterprise-Liga?


Schnittstelle
Serverseitige Programmierung unter ADS 7


Delphi


Ring My Bell
ISDN-Anwendungen mit Delphi erstellen


Delphi serviert PDF
PDF-Berichte mit Delphi als ISAPI-DLL erstellen


Bericht erstatten
Rave Reporting Server



Tipps & Tricks



...aus dem Entwickler-Forum


C++ & C#


Kleider machen Leute
Streifzug durch die Windows Forms des .NET Frameworks


Geschickt gelöst
Die Borland Data Providers for ADO.NET


Special


3D-Welten
Spiele-Programmierung mit VB.NET und Direct3D


Designfragen
Webdesign: Methoden und Technologien



Softwareentwicklung im Wandel der Zeit




Liebe Leserinnen und Leser,


vorbei sind die Zeiten, in denen wir unsere Anwendungen nach altem Muster schrieben, in Maschinensprache. Assembler! Daran erinnere ich mich noch, es war 1986 an der TH Darmstadt. Die Maschinensprache wurde von höheren Programmiersprachen wie C bzw. Pascal abgelöst. Die vierte Generation beschäftigte sich dann mit Templates plus Tools: PowerBuilder war ein klassisches Beispiel dafür, doch auf dem deutschen Markt bekam PowerBuilder nie großen Zuspruch. Dann hat man sich zurückbesonnen auf eine gelungene Mischung aus altbewährtem und z.B. Turbo Pascal gemischt mit Produktivitätswerkzeugen. Man achtete darauf, dass der Compiler sehr, sehr schnell lief und verpasste dem ganzen einen neuen Namen: Delphi. Delphi kompiliert über 100.000 Zeilen in ein paar Sekunden! Zwar wurden die Werkzeuge, die es Programmierern ermöglichen, mit weniger Aufwand zu entwickeln, immer verspottet (Witze über Visual Basic haben wir immer noch in den Ohren), doch entstand gleichzeitig die größte Programmierergemeinde weltweit!


Gut gemeint, aber halb gedacht


Java hat auch Spuren hinterlassen. Um den Anforderungen weltweit vernetzter Systeme gerecht zu werden, brachte Java das „Write once, run everywhere“-Paradigma raus, sodass Code auf allen Plattformen und verschiedenen Ausgabegeräten lauffähig wurde. Das Ergebnis war, dass Java im Endeffekt meistens nur auf dem Server lief oder auf speziellen Geräten, z.B. auf einem Nokia-Handy. Auf der anderen Seite wurde Java bzw. J2EE immer komplexer und komplexer. Um Erfolg auf dem Desktop zu haben, bräuchten die Java-Verfechter eine größere Programmierergemeinde – unter anderem Visual Basic-Programmierer. Die Komplexität von J2EE steht einer solchen Akzeptanz jedoch im Wege. Die gut gemeinten Ansätze halfen Microsoft, die eigenen Systeme zu überdenken und etwas Neues auf den Markt zu bringen. Dies war die Geburtstunde von .NET. Ob Java oder .NET – die Komplexität in der Soft wareentwicklung hat in Zukunft weniger mit verschiedenen Programmier-Ansätzen zu tun als mit dem Umfeld der Anwendungen. Software als Service, globale Entwicklung, am besten noch in verteilten Teams usw. Dafür brauchen wir neue Ansätze. ALM (Application Life Cycle Management) oder MDA (Model Driven Architecture) versuchen Antworten auf die gegenwärtigen Herausforderungen zu geben. Unser Schwerpunkt in dieser Ausgabe versucht Ihnen diese Themen näher zu bringen. Wir können uns nicht zurücklehnen. Wir müssen weiter lernen, auch wenn nicht immer alles Gelernte auch zum Einsatz kommt!


In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, im Namen aller Kollegen und Kolleginnen beim Software & Support Verlag, ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!




Für das Entwickler-Team
Masoud Kamali




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