Entwickler Magazin 1.09
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Multi-Threading

Erhältlich ab: Dezember 2008
Umfang: 100 Seiten Seiten

Magazin


Oracle OpenWorld 2008


Zu Besuch bei CodeGear


Delphi-Fieber in Mainz
EKON 12 begeistert Entwickler aus ganz Europa


25 Jahre Turbo Pascal
Totgesagte leben länger


Kreuzworträtsel


Bücher


Das Beste an JavaScript/DITA


Development


Frischer Wind
Ein Ticketsystem für Delphi-Entwickler


.NET, aber diesmal richtig
Delphi Prism: die Renaissance von Object Pascal in .NET


OpenLDAP mit Delphi
Open-Source-Verzeichnisdienst


Von der Idee zum fertigen Programm, Teil 2
Entwurfsphase und Implementierung


Windows Installer XML (WIX), Teil 2
MSI-Pakete mit Open-Source-Software erzeugen


Datenqualitätsprüfung in SOA realisieren
Omikron Data Quality Server


Auslaufmodell Harddisk
Leistungsaspekte von Festplattenspeichern


Open Source


Mehrgleisig
Multi-Threading mit den Intel Threading Building Blocks und den C++0x-Lambda-Funktionen


Global Markup
GeoRSS, KML & Co.


Eine neue Bedrohung
Jeder Klick auf einer Webseite kann auf eine andere Seite entführt werden


Datenbanken



Basement Tapes/Rudolf Jansen


InterBase SMP 2009
The next InterBase


Portierungsprobleme und mögliche Lösungen
Datenbankwechsel mit Hindernissen


Skandal im IT-Sperrbezirk
Datenverschlüsselung


XML & Web


Entwickler auf Wolke Sieben? 
Google App Engine - Cloud Computing nach Google-Art


Microformats
hCard, Informationen zu Personen und Organisationen


Ein zweiter Boden für das Internet
World Wide Wissen



"Hier passiert gerade etwas ganz Unerhörtes!"




Pink und erwachsen (Beta)


Open Source wird erwachsen. Nicht, weil sich OpenOffice.org mittlerweile zur Veröffentlichung der Version 3.0 durchgerungen hat, sondern weil Open-Source-Lösungen heute für immer mehr Unternehmen als Alternative zur jahrelang einstudierten proprietären Praxis in Frage kommen. Und das hat Folgen – für beide Seiten. Auf der einen Seite müssen sich Closed-Source-Modelle warm anziehen, um sich gegen die freie und transparente Konkurrenz durchsetzen zu können, auf der anderen Seite bekommen Open-Source-Schmieden zunehmend die Regularien zu spüren, die im Businessumfeld den Takt angeben.
Was passiert, wenn beide Welten aufeinander treffen, kann man im Moment sehr schön bei der Deutschen Telekom beobachten. Von verschiedenen Bespitzelungsskandalen einmal abgesehen, passiert hier nämlich gerade etwas ganz anderes Unerhörtes: Der Telco – und als solcher Inbegriff für ein professionelles, aber auch proprietäres, starres und verstaubtes System – öffnet einen Teil seiner Services per API unabhängigen Entwicklern. Und zwar auf Carrier-Grade-Niveau, wie man uns auf Nachfrage versicherte; was bedeuten soll, das die APIs stabil sind und bleiben. Passend dazu gibt es alle nötigen, Eclipse-basierten Tools inklusive Dokumentation und natürlich als Open Source. Sie möchten SMS und Festnetzgespräche direkt aus Ihren Anwendungen heraus implementieren? Nun, jetzt können Sie es.
Zwei wesentliche Dinge verspricht sich das magentafarbene Unternehmen damit: Zum einen neue und innovative Ideen aus einer unabhängigen, kreativen Entwickler- Community und zum anderen die Bildung einer Community generell. Und das ist der Knackpunkt: Was Open Source so erwachsen macht, ist das Leistungspotenzial seiner Community und eben auch die Community selbst. Community-Bildung und -Bindung spielen da eine zunehmend wichtige Rolle, der es sich zu stellen gilt.
Was zunächst banal klingt, ist für ein so großes Unternehmen wie der Telekom – Gleiches gilt aber auch für Microsoft, Sun und andere, die neuerdings auf Open Source setzen, um am Markt mitmischen zu können – bei weitem keine Kleinigkeit. Festgefahrene Strukturen müssen aufgebrochen, Vorurteile abgebaut werden. Der Geek entwickelt seine Innovationen vielleicht lieber um 2 Uhr in der Frühe, anstatt zwischen 7:30 Uhr und 16:30 Uhr. Umfangreiches Reporting an das Management will gelernt sein und verstanden werden. Und dann soll der Arbeitgeber ja auch noch „irgendwie cool“ sein.
Alles Prozesse, in die man erst hineinwachsen muss. Die Telekom nennt es vorsichtshalber Beta, was aber vielleicht auch ihrer Klientel und einem Markt geschuldet ist, in dem die Dinge einfach funktionieren müssen. Wie sich die Community nun entwickelt, wird sich zeigen. Das Potenzial ist vorhanden.


Viel Spaß beim Entwickeln


Robert Lippert
Redakteur Entwickler Magazin



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