Entwickler Magazin 2.19
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WebAssembly

Erhältlich ab: März 2019
Umfang: 100 Seiten
Autoren / Autorinnen:
Olena Bochkor, Carsten Eilers, Sebastian Holstein, Dr. Veikko Krypczyk, Martin Mohr, Frank Müller, Alexander Rudolph, René Schröder, Marco Schulz, Mirko Sertic, Jan Stamer, Rainer Stropek, Johannes Unterstein, Michael Vogeler

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Magazin

Zahlen & Fakten

Buchtipp
Monetizing Machine Learning

Methoden

Kolumne: A² – alles Agile
PRINCE2: Qualitätsmanagement und Planung

Titelthema

Der Status quo von WebAssembly
Der aktuelle Stand der Implementierung und wohin die Reise geht

Gopher ante Browser
WebAssembly-Anwendungen in Go schreiben

„Blazor ist das, was Nerds wie ich lieben!“
Interview mit Rainer Stropek

Web

Im Zusammenhang von Anfang an!
Teil 4: TypeScript – die typsichere Variante von JavaScript

Development

Container als Datenbankhabitat
Teil 1: Motivation, Fehler und Beefy Server

Slice down the Monolith
Wann Microservices (nicht) sinnvoll sind

Kolumne: Die Golumne
Keine Sorge beim Multiplexen

Go Modules
Was es mit den neuen Modulen in Go auf sich hat

Classic Games Reloaded
Astroids und die Macht der Spielephysik

Internet of Things

Amae: Motivation auf Knopfdruck
Ein autonomer Motivationsautomat für Entwickler

Security

Kryptowährungen
Wie funktionieren Bitcoins, Ethers und Co. eigentlich?

Mehr Sicherheit für Container
RBAC in Kubernetes

Wasm los mit WebAssembly?

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

geht es um Trends im Web, spricht man von neuen Frameworks, JavaScript im Allgemeinen und GraphQL als möglicher Alternative zum klassischen REST Service. Das alles bezieht sich auf das Internet, wie wir es kennen: Online, im Browser. Zu den Trends in Sachen Webtechnologie gehört aber auch, dass Web und Desktop zusammenwachsen, das Web also nativ wird. Progressive Web Apps (PWAs) und Electron sind hier die großen Schlagworte, um die sich die Szene dreht. Beides bringt Webtechnologien in lokal installierte Anwendungen auf dem PC oder Mobilgerät; die Trennung zwischen Onund Offline verschwimmt. Ausgeführt werden sowohl PWAs als auch Electron-Anwendungen aber im unsichtbaren Browser. Das Web wird also nativ, aber weiterhin in JavaScript geschrieben.

Der Trend funktioniert aber auch anders herum: WebAssembly (Wasm) ermöglicht es Entwicklern, Sprachen wie C, C++ und Rust in Code zu kompilieren, der vom Browser ausgeführt werden kann. Das Konzept ist nicht radikal neu, gewinnt aber immer mehr Fans: Alle reden über WebAssembly, das in ein paar Jahren zum Standard für große Anwendungen im Browser werden könnte. Noch ist der W3C-Standard aber jung und neu – und auch das macht Wasm spannend: Die WebAssembly-Spezifikation liegt seit Ende 2017 in Version 1.0 vor, die Browser-Engines von Chrome, Safari, Firefox und Edge können WebAssembly-Code ausführen. Bei der Versionierung als v1.0 ging es, so ist der offiziellen Website zu entnehmen, allerdings vor allem darum, praktische Erfahrungen zu sammeln, und nicht so sehr darum, einen Status in Stein zu meißeln. WebAssembly entwickelt sich noch, kann aber bereits genutzt werden.

Wasm stellt eine Art Weiterentwicklung von asm.js dar, das selbst als Subset von JavaScript entworfen wurde und ebenfalls Code aus anderen Sprachen in den Browser bringt. Die Verwendung von JavaScript setzte aber Grenzen für die Performance von Anwendungen.

WebAssembly soll hier noch eine Schippe drauflegen und somit vor allem für rechenaufwendige und große Anwendungen zur Option werden. Dazu wird der eingegebene Code aus verschiedenen Programmiersprachen zu Binärdateien kompiliert. Wo asm.js schlussendlich doch an gewisse Grenzen von JavaScript gebunden war, will WebAssembly zur nativen Geschwindigkeit aufschließen, die derzeit nur Desktopanwendungen bieten. Wie man WebAssembly in eigenen Projekten nutzen kann und wie weit die Implementierung fortgeschritten ist, erklärt Mirko Sertic in seinem Artikel zum Status quo von WebAssembly im Rahmen unseres Titelthemas.

Das W3C-Komitee, das die WebAssembly-Spezifikation erstellt, hat in den Zielen für Wasm festgelegt, dass das Minimum Viable Product vornehmlich auf C und C++ ausgerichtet sein soll. Während C und C++ mit Sicherheit interessant für viele Entwickler sind, ist das allein aber nicht der Grund für die große Aufregung rund um Wasm. Vielmehr geht es um das, was die ITSzene aus dem Standard macht. So gibt es inzwischen beispielsweise eine Go-Implementierung für WebAssembly. Mit Blazor ist auch eine Integration für C# auf dem Weg. Beide Varianten sind in diesem Magazin vertreten.

Im Interview zu Blazor gibt Rainer Stropek dann auch eine ganz einfache Erklärung dafür, warum Blazor, und damit WebAssembly, derzeit so gut ankommt: „Blazor ist das, was Nerds wie ich lieben!“. Als Bleeding-Edge-Technologie könne man damit experimentieren, ausprobieren und selbst gestalten. Und genau dazu möchten wir auch Sie nun animieren: Schauen Sie sich an, was unsere Autoren zu WebAssembly sagen, probieren Sie den neuen Standard aus und finden Sie selbst heraus, ob C++ und Co. ins Web gehören. Jetzt ist die Zeit dafür gekommen!

Ann-Cathrin Klose, Redakteurin Entwickler Magazin
Twitter: @entwickler

 


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