Entwickler Magazin 3.02
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eCommerce Tools

Erhältlich ab: April 2002
Umfang: 100 Seiten Seiten

Bücher


Delphi 6 Kochbuch/ Grundlagen und Profiwissen


Inside C#


Introduction to C# Using.NET


Titelthema


eCommerce Tools
Helfer für den Online-Shop


Delphi


Serviceorientiert!
Web Services mit Delphi 5 und 6 in der Praxis


Hardware-Zugriff
Mit Delphi unter DOS arbeiten


Wege finden
Pathfinding mit A*


Bitte mit Biff
Biff-Dateien mit Delphi erzeugen


Tipps & Tricks


...aus dem Entwickler-Forum


Delphi & C++


Konkurrenz für den Report-Builder 
FastReport – Reportingtool für Delphi und C++




C++


Borlands jüngster Spross
Der C++Builder in Version 6


ActiveForms mit C++-Builder – Teil 2
Thin Client ActiveForms mit MIDAS


Special Web Services


Web Services
Anwendungen zur professionellen Webshop-Gestaltung


Datenbanken


Interbase UDF – Teil 3
Programmieren benutzerdefinierter Funktionen


Direct Oracle Access (DOA)
Direkter Zugriff auf Oracle für Delphi und C++-Builder



Liebe Leserinnen und Leser,




In unserem letzten Editorial haben wir behauptet, dass die P-Frage (die Frage nach der Plattform) sich nicht mehr stelle und vielmehr die S-Frage (die Wahl der Sprache) im Vordergrund stehe. Aber Hand aufs Herz: Was man einmal gelernt hat, will man so schnell nicht aufgeben. Zu verschiedenen Zeiten standen verschiedene Sprachen im Vordergrund: lehrte man früher an den Universitäten vor allem Pascal, ging man später zu C bzw. C++ über und danach zu Java, dem moderneren C++. Dennoch sind die Entwicklungsumgebungen bzw. Sprachen in der Windows-Welt in den letzten Jahren einigermaßen konstant geblieben: schätzungsweise vier Millionen Programmierer arbeiten heute mit Microsofts Visual Basic (Basic) oder mit Borlands Delphi (Object Pascal).
Und was hat sich in letzter Zeit ereignet? Microsoft hat sein Visual Basic .NET auf den Markt gebracht und seitdem wird über die Schwierigkeit der Migration alter Projekte zur neuen Version viel und kontrovers diskutiert. Aber was bringt eine Migration überhaupt, wenn man die Fähigkeiten der erneuerten Sprache und der gesamten .NET-Plattform gar nicht nutzen kann oder will? Als VB’ler muss man in diesen Tagen wieder hart arbeiten und vieles neu erlernen. Und andere Anbieter wittern natürlich den fetten Braten: Intersystems, der Anbieter der Datenbank Caché zum Beispiel, bietet Basic als Sprache seines Datenbank- Systems; auch Bea, bekannt als Anbieter des Java-Application Servers WebLogic, bietet neuerdings mit Weblogic Workshop ein Entwicklungstool, welches die Java-Welt für Visual Basic- Programmierer attraktiv machen soll. Borland hat indes einen anderen Weg gewählt: Heute ist das traditionsreiche Unternehmen mit seinem JBuilder äußerst erfolgreich und stellt seit geraumer Zeit damit die Entwicklungsumgebung



Ein Delphi für .NET ist eine tolle Nachricht!


Nummer eins im Java-Bereich. Vor zwei Jahren versuchte man das Abenteuer, mit Kylix die Linux-Welt zu erobern, jedoch zeigte es sich, dass die Linuxer nicht gerade heiß darauf waren, eine neue Programmiersprache zu erlernen (Object Pascal). Und schließlich, kurz nach der Vorstellung von Microsoft Visual Studio .NET in den USA, verkündete Borland seine volle Unterstützung für .NET. Ein Delphi für .NET ist für viele Delphianer wahrlich eine tolle Nachricht! Wenn es den Borländern gelingt, eine voll kompatible Version zu .NET entwickeln, dann stünde .NET-Entwicklern damit die erste ernstzunehmende Alternative zum Visual Studio zur Verfügung. Und so eine Alternative brauchen wir dringend! Ich bin jedenfalls gespannt, was Anders Heijlsberg (Erfinder von Delphi, jetzt .NET-Architekt bei Microsoft) bei seinem Auftritt auf der Borland-Konferenz in diesem Sommer sagen wird. Nach ihm tritt übrigens Java-Erfinder James Gosling auf...


In diesem Sinne: Viel Spass beim Lesen!




Für das Entwickler-Team
Masoud Kamali




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