Entwickler Magazin 3.04
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Erhältlich ab: April 2004
Umfang: 100 Seiten Seiten

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Open Sourrce oderr Shared Source?



Liebe Leserinnen und Leser,



die Open Source-Bewegung kommt langsam in die Jahre. Auch ihre Mitglieder und Verfechter werden, wie wir alle, älter, manchmal auch weiser oder nur müde oder aber ganz einfach nur normal. Wer hätte vor drei Jahren im Ernst gedacht, dass Microsoft sich als Gold-Sponsor für eine Open Source Business Conference (OSBC) engagiert? Wer hätte gedacht, dass Jason Mustow, Manager von der Shared Source-Intiative bei Microsoft, neben den Ingenieuren von Red Hat und IBM sein Konzept und seine Vision von Shared Source und deren Erfolg auf OSBC darstellen würde. Laut Microsoft nehmen mehr als eine Million Untenehmen, Universitäten und Regierungsorganisationen weltweit an dem Programm teil. Ein Wort zu dessen Geschichte: Das Microsoft Shared Source-Programm wurde 2001 eingeführt mit der Absicht, dem Druck, der durch Linux und die Open Source- Gemeinde entstanden war, zu widerstehen. Auf der anderen Seite stand dahinter auch die Absicht, mehr Vertrauen zu schaffen bei Regierungen und Behörden, die Windows der geheimen Spionage-Funktionen verdächtigten. Abgesehen davon gestattete Microsoft seinen Partnerunternehmen schon immer einen Blick in den Quellcode von Windows, damit diese bessere Software für das Betriebssystem entwickeln können.


Eclipse oder die Sonne?


An der anderen Front setzte in den letzten Wochen IBM den Rivalen und Partner Sun Microsystems stark unter Druck, Java als Open Source verfügbar zu machen. IBM bekam sogar von dem Open Source-Verfechter wie Eric Raymond, Autor des Buches „The Cathedral and the Bazaar“ Unterstützung und zwang Sun zu einer öffentlichen Stellungnahme. IBM & Co. behaupten, ein Open Source Java würde Java zu weitreichendem Erfolg verhelfen. IBM hatte selbst vor zwei Jahren einen solchen Schritt gewagt und gab den Quellcode seines Entwicklungsframeworks, das ganz zufällig Eclipse (Sonnenfinsternis) heißt, frei und eröffnete damit den Kampf gegen die etablierten Tool-Anbieter Borland, Sun, Oracle usw. Die anderen Softwareunternehmen, die ihr Geld mit Lösungen verdienen und nicht mit Tools, haben sich darüber gefreut, und mittlerweile hat die Community rund um Eclipse, das von einer Apache-ähnlichen Foundation geführt wird, enorme Größe erlangt. IBM kämpft mit allen Mitteln gegen den Rivalen Microsoft und will seine Herrschaft im Enterprise-Geschäft und bei Software und Services um jeden Preis verteidigen, das geht auf Dauer natürlich nicht, wenn Microsoft .NET die besseren Entwicklungstools und Sprachen bietet. Deswegen möchte IBM bessere Tools und bessere Software auf seiner "Lieblings-" Plattform Linux sehen und diesem Ziel wäre Big Blue mit einem Open Source Java einen Schritt näher. Sun glaubt dagegen, dass dies der Anfang vom Ende Javas wäre und dass der Verfall in verschiedene nicht-kompatible Fraktionen drohe. Viel Lärm um nichts? Nein, so einfach ist es nicht, es gibt Interessen der Kunden und der Anbieter und das Ganze dreht sich im Endeffekt um die Frage, wer kann mit welchem Argument den Kunden die beste Lösung bieten. Auf der Site der Open Source Business Conference (www.opbc2004.com) steht zu lesen: „Wir haben die Top Open Source-Firmen als Sponsor gewinnen können“. Die Liste fängt mit Novell an und es sind alle Großen der Branche dabei: IBM, Sun, Microsoft, Oracle, CA usw. Alte Bekannte, wie am Anfang erwähnt, die Zeit heilt alle Wunden und die Gegensätze lassen sich schneller als erwartet zusammenführen. Lasst uns an die Arbeit gehen!



In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen!


Für das Entwickler-Team
Masoud Kamali





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