Entwickler Magazin 4.02
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Mobile Computing

Erhältlich ab: Juni 2002
Umfang: 100 Seiten Seiten

Bücher


Kryptografie und Public-Key- Infrastrukturen im Internet


Electronic Business und EDI mit XML


Titelthema


Mobile Organizer Eine Übersicht über die mobilen Helfer im Alltag


Delphi


Der König ist tot – es lebe der König!
Von ADO zu ADO.NET


Delphi zu Diensten
Erstellen von Web Services mit Delphi 6.02


Steg(an)osaurier
Steganographie mit Delphi


Kylix


Die Kylix Connection
TSQLConnection-Datenbankzugriffe mit Kylix


Tipps & Tricks



...aus dem Entwickler-Forum



Delphi & C++


Dekoratives Muster
Das Design Pattern Decorator im Einsatz


C++


Diensteifrig
Web Services mit dem C++Builder 6 nutzen


Geschnappt!
BizSnap mit dem Borland C++Builder 6 in der Praxis


Special


Geprüft!
Verschiedene Ansätze der Software-Zertifizierung im Vergleich


Modellversuch
UML – grafische Notation objektorientierter Modelle


Datenbanken


Panikschalter
Asynchrone Unterbrechungen bei InterBase 6.5



XML Magazin



News


Geschäfte, Geschäfte!
Electronic Business mit ebXML-Implementierung


Sanfter Fortschritt
XML Web Services mit VB und ASP


XML Schema Tutorial – Teil 2
Erweiterte Konzepte der XML Schema-Empfehlung



Liebe Leserinnen und Leser,



Web Services erst 2004?




Immer wieder lesen wir die Prognosen der IT Forscher über Zukunftstrends, Zukunftstechnologien und darüber, wie groß das Geld ist, das mit diesen neuen Technologien zu verdienen sein wird. Erst war B2B dran, dann kam der Application Server und seit einem Jahr sind Web Services der neueste Hype. Am Rande der Bor-Con gab es die Gelegenheit, sich mit Vertretern einiger dieser Forschungsgruppen (Meta Group, Gartner Group, Giga) zusammen zu setzten und zu diskutieren, was hinter dem Trubel um die Web Services steckt. Alle waren sich einig, dass Unternehmen, die in den Jahren 1999 und 2000 viel Geld für Hard- und Software sowie Consulting ausgegeben haben, Web Services nur implementieren werden, wenn sie damit entweder Geld verdienen oder Geld sparen können. Der Chefstratege von Intel bekundete zum Beispiel, dass seine Firma durch den Einsatz von Web Services heute Geld spart, aber ob dies für den gesamten Markt gilt wisse er auch nicht... Die Beispiele aus der Praxis waren dagegen rar. Eines der wenige Projekte hat Lino Tadros vorgestellt, es wurde mit Delphi realisiert! Und siehe da: Hat man auch über zu viele oder zu wenige Standards diskutiert und sind auch offene Fragen wie die nach der Sicherheit der Web Services unbeantwortet geblieben, es kommt langsam Schwung in den neuen Ansatz. In einer Hinsicht waren sich dann allerdings alle einig: Vor 2004 wird man nicht überall Web Services kaufen oder einsetzen! Auch die Experten kochen nur mit Wasser.



.NET = Delphi


Stellen Sie sich vor, Sie gehen zu einer Konferenz der Firma X und es gibt einen Hauptredner von der Firma Y. Er hat in seinem alten Job für die Firma X gearbeitet und dann zur größeren Firma Y gewechselt. In seiner Rede spricht er über sich und seinen Werdegang: Sein Lebenslauf ist eng verbunden mit dem Produkt A. Als er Mitte der Neunziger an Produkt A arbeitete, hatte man ihn intern "B Killer" genannt. Er hat trotzdem die Firma X verlassen und mit seinem Abgang sollten sich sogar die amerikanische Gerichte befassen. Er hat sich


Eine Art "Delphisierung" von Windows


weiterentwickelt und wollte, wie er sagt, etwas Neues machen. Also hat er an einer neuen Plattform sowie an einer neuen Sprache gebastelt und obwohl keiner diese Technologie richtig einsetzt, weiß dank einer gewaltigen Marketingmaschinerie fast jeder Software-Entwickler worum es geht und befasst sich damit. Die Rede ist von Anders Heilsberg, dem Vater von Delphi und jetzt wichtigen Akteur der Microsoft .NET-Strategie. Er kam nicht als verlorener Sohn von Borland zur diesjährigen Borland-Konferenz, sondern als souveräner Redner, der seinem Gastgeber ein Kompliment machte: Seine neue Plattform sei nichts Anderes als – sagen wir mal – eine Art "Delphisierung" von Windows. Gut für die Seele der Borlander und Delphianer! Und er setzte eins drauf indem er einen Fahrplan von Borland zu .NET verkündete, der über ein Zwischenprodukt "Aurora" zu "Galileo" führen soll. Es solle mehr als ein Zusatztool für Microsoft Visual Studio sein und mehr als nur Delphi für .NET! (Näheres entnehmen Sie bitte www.entwickle.com/news/). So kreuzen sich die Wege wieder, IT-ler sind zum Glück nicht nachtragend. Und es ist auch gut so, dass Sie mehr als eine Auswahlmöglichkeit haben, wenn Sie für Windows oder .NET entwickeln. Hoffentlich folgen auch andere Firmen, sodass .NET die gleiche Unterstützung findet wie seiner Zeit Java!


In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen!


Für das Entwickler-Team
Masoud Kamali



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