Entwickler Magazin 4.05
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Mobile Programming

Erhältlich ab: Juni 2005
Umfang: 100 Seiten Seiten

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Reviews 
C++ für Spieleprogrammierer

Write Great Code / ModellgetriebeneSoftwareentwicklung


Titelthema


Mobile Programming


Mobilität 2005


Pocket Studio – Pascal für den Palm


Desktop und Pocket-PC perfekt synchronisieren


Datenbanken


Wegweiser
Tipps zur Verwendung von Datenbank-Indizes


Kontakt gesucht
Zugriff auf MySQL mit Delphi und C++Builder


Delphi


Schritt für Schritt
Refactoring mit Delphi 2005


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PDF-Dokumente mit eDocEngine und PDFtoolkit


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Erweiterte Programmierung mit Signsoft Visit


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Ein Blick in die Zukunft von C++


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Hochverfügbarkeit für unternehmenswichtige Server


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Auf einen Blick
Neue Tools rund um XML


"Ist die IT-Industrie noch aufregend?"



Liebe Leserin, Lieber Leser!



Erinnern Sie sich an die Zeiten, in denen man über die schnellsten Compiler diskutiert hat oder über die tollen Oberflächen, die das Programmieren kinderleicht machen sollten? Erst kamen die Assistenten, dann die verschiedenen Hilfen beim Codeschreiben, die Twoway- Tools usw. Davon redet man nun schon lange nicht mehr und das neue Jahrhundert lenkte den Blick auf neue Aufgaben: Wie ergänzen wir Standalone- Applikationen um eine vernünftige Webanbindung? Wie bringen wir unsere Enterprise-Anwendungen ans Netz? Wie automatisieren wir unsere Geschäftsprozesse quer durchs ganze Unternehmen? Und als ob diese Herausforderungen nicht genug wären, kommt nun der Vater von Java, James Gosling, daher und vermeldet schlicht und einfach, dass ihn in Java geschriebene Bankanwendungen langweilen. Ja, wo bleibt eigentlich die Innovation? Die Begeisterung? Wenn nicht in der Java-Welt, wo dann? Die Antwort lautet „Spielzeug“. Der Ingenieur James Gosling wünscht sich, dass die moderne Software alle seine Geräte miteinander verbindet und er alle diese Geräte einfach bedienen kann – nach Möglichkeit nahtlos (siehe Interview im Java Magazin 4.05)! Und noch etwas, was in diese Reihe passt: Ich habe auf der CeBIT Asia (www.cebit-asia.com) im Mai in Shanghai selbst beobachten können, wie die Mitarbeiter eines hoch angesehenen deutschen Forschungsinstituts mit leuchtenden Augen die kleinen chinesischen MP3 Player betrachteten, die sogar Filme auf sehr kleinem Display abspielen konnten. Wir sind an einem Punkt angelangt, wo die Ingenieure endlich das machen können, was sie schon immer wollten: Spielzeuge oder, wie es neudeutsch heißt, Gadgets! Wer die Games-Konferenz E3 in Los Angeles mitverfolgt hat, weiß, wovon hier die Rede ist: Microsoft hat dort Mitte Mai mit einer neuen Generation von Spielekonsolen das Rennen eröffnet, was Sony nur kurze Zeit später toppen konnte. Der Dritte im Bunde – Nintendo – hält sich jedoch noch bedeckt und soll laut informierter Kreise an einer Technologie arbeiten, die alle bisherigen Rekorde in den Schatten stellen wird …



Wo sind die Feindbilder?



Zur guten alten IT gehörten auch die Feindbilder, doch mittlerweile scheinen sich alle Kämpfe gelegt zu haben – abgesehen von der Schlacht zwischen Microsoft und IBM. Hätten Sie jemals gedacht, dass Steve Ballmer und Scott McNealy auf einer Pressekonferenz erscheinen und gemeinsam Protokolle für eine einfache Integration von Solaris-basierten Anwendungen mit Wintel demonstrieren würden? Oder dass die Frage nach Java oder .NET emotionslos den Beratern überlassen wird?
Es scheint so, als würde der Kampf mittlerweile nur zwischen zwei Lagern stattfinden: Zum ersten Lager gehören jene, die den Wert von Software für gering erachten und dafür auf Service setzen – in diesem Falle IBM. Das zweite Lager beherbergt diejenigen, deren Geschäftsmodell darauf basiert, für Software Geld zu verlangen. In diesem Sinne ist die Ankündigung von Microsoft und SAP zu verstehen: Beide Unternehmen haben bekannt gegeben, unter dem Codenamen „Mendocino“ ihr erstes gemeinsames Softwareprodukt zu entwickeln, das im nächsten Jahr auf den Markt kommen soll.
Hier wird auch verstärkt auf Web Services und die nahtlose Interoperabilität von Systemen gesetzt. Irgendwie hat James Gosling also Recht: Alles Friede, Freude, Eierkuchen! Oder eben Langeweile. Worüber sollen wir Journalisten dann eigentlich noch schreiben?




In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen!


Masoud Kamali




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