Entwickler Magazin 4.06
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RIA mit AJAX

Erhältlich ab: Juni 2006
Umfang: 100 Seiten Seiten

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"Delphi verfügt über eine treue Gemeinde."



DevCo! DevNow! DevGo!


Als Tod Nielsen nach dem Rücktritt von Dale Fuller neuer Borland-Chef wurde, wollte ich ihm eigentlich einen offenen Brief schreiben und in diesem einige Punkte erläutern:


1. Schäme Dich nicht, "Entwickler" als Kunden und Fans zu haben. Seit 1998 versuchte Borland zwar immer wieder, sich als Unternehmen für „Big Enterprises“ zu präsentieren, allerdings wurde Borland in der IT-Welt weiterhin eher als Compiler-Schmiede wahrgenommen.
2. Habe eine Open-Source-"Road Map"! Aber nicht so, wie es damals mit InterBase gemacht wurde, nämlich halbherzig, sondern mit intensivem und ehrlichem Dialog mit der Community. Heutzutage ist man entweder in der Microsoft-Welt oder man hat (braucht?) eine Open-Source-Agenda!
3. Wechsele die Strategie nicht wieder so schnell! Die ALM-Strategie ist richtig und ist nichts anderes als eine Antwort auf das stets komplexer werdende IT-Umfeld.
4. Habe ein paar bekannte Namen in Deinem Unternehmen, damit die Kunden wissen, wer hinter den Mauern von Borland an den Produkten bastelt! Blake Stone, Anders Hejlsberg und Danny Thorpe sind aber zu anderen Firmen abgewandert und in Zeiten der globalen Wirtschaft und immer ähnlicher werdenden Unternehmen müssen nicht nur die Köpfe, sondern auch die Herzen der IT Experten angesprochen werden.

Ich habe den Brief nicht geschrieben und Tod Nielsen hat bei seiner Amtsübernahme verkündet, er möchte zuerst mit dem Management reden und danach eine neue Strategie bekannt geben. Nach einem verlustreichen vierten Quartal kam der Befreiungsschlag, und Borland hat erstmalig nach dem Weggang von Philip Kahn 1994 eine mutige und klare Strategie verkündet (ob erfolgreich, wird sich erst zeigen müssen!): Weg von den Entwicklertools und hin zur Software fürs "Big Business"! Die Gruppe der Entwicklertools und Datenbanken wurde bekanntlich zum Verkauf angeboten. Für einige war es ein Befreiungsschlag, viele Borland-Mitarbeiter haben diese Entscheidung begrüßt – allen voran David I., Vice President Developer Relations, der stets von einem "Planet der Entwickler" schwärmt. Das neue Unternehmen soll unter dem Pseudonym "DevCo" firmieren.
Mittlerweile gibt es mit Nigel Brown auch einen General Manager, der nicht zufällig aus Europa kommt, denn Delphi ist Hauptumsatzbringer in der "DevCo"-Gruppe und Europa der wichtigste Markt dafür. Die Community und die meisten Delphianer haben sich in Blogs und Foren weiterhin zu Delphi bekannt. Inzwischen steht die neue Firma und ein Mitarbeiter von Borland hat mir von ca. 300 Kaufinteressenten berichtet, die noch von einer internen Gruppe bei Borland begutachtet werden müssen. Die Erfolgsaussichten für eine neue Firma – wie auch immer sie heißen wird – kann keiner voraussagen, aber man sollte nicht vergessen, dass Delphi über eine Million Mal verkauft wurde und noch über eine sehr treue Gemeinde verfügt! Und die Firma hat dasselbe, wenn nicht sogar mehr Potenzial als viele Open-Source-Unternehmen wie zum Beispiel Zend und MySQL.
Wir werden auch künftig über das neue "alte" Borland berichten. Für "DevCo" wünschen wir viel Erfolg und natürlich werden wir das Thema Delphi weiterhin im Entwickler Magazin behandeln. Ich darf am Schluss noch einmal auf die vier Punkte meines virtuellen "Offenen Briefs" hinweisen: Fangt an mit richtigem "Open Source" bei InterBase und JDataStore – alles andere wird mit ein wenig Glück folgen!


In diesem Sinne...


Ihr Masoud Kamali
Chefredakteur



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