Entwickler Magazin 4.07
Kommentare
em_cover_4.07

Datenbanken

Erhältlich ab: Juni 2007
Umfang: 100 Seiten Seiten

Magazin


Bücher


Soft Skills für Softwareentwickler/
Refactoring to Patterns


Online-Recht/Advantage Database Server


Linux Network Programming/
100 neue Linux Server Hacks


Development


Von der Wiege bis zur Bahre
Eine ganzheitliche Sicht auf den Software Lifecycle


Wenn der Computer versteht
Syntaxanalyse am Beispiel eines Funktionsparsers in .NET und C#


Integrationsgeschichten
Integration von Reporting-Services-Berichten in WinForms-Anwendungen


Offen und flexibel planen 
Das Open-Source-ERP AvERP


Arbeitsteilung im Blick
Software-Visualisierungstools optimieren Multi-Core-Systeme


Die perfekte Schleife
Programmierung von Schleifen in Perl


Schneller Einsatz 
Delphi/Turbo-Delphi-Anwendungen von Paradox-BDE
auf InterBase/Firebird SQL Server konvertieren (Teil 2)


Neuauflage
DBX4, die neue Datenbankarchitektur von CodeGear


... aus der Delphi-Community
Windows Vista (Teil 2)


Linux Enterprise


Starter/Robert Lippert


Kleine Desktops für große Unternehmen
Enterprise-Distributionen unter der Lupe


Schlüsselbund
Red Hat Certificate Server 7.2


Virtuell ganz reell
Virtualisierung mit VirtualBox


Hands on Rails
Entwicklung einer Intranet-Applikation, Teil 4


Feister Frühling
Aktuelles zu Mandriva und Ubuntu


Aspekte
Neues aus der Python-Welt


Interessante Option
Neues aus der Ruby-Welt


Perlentaucher
Neue Module aus dem CPAN


Datenbanken



Starter/Rudolf Jansen


Pur und expressiv
Entwickeln von XML-basierten Anwendungen für DB2 9 pureXML


DB2 Snapshots/Guido Brunner


Nachgelegt
Caché 2007, Objektdatenbank mit nativem Java und .NET-Zugriff


Gut gebettet
Einführung in die Java-Datenbank Derby


Ausblick
PostgreSQL 8.3


Holgers Database Corner/Holger Klemt


Enterprise-Architektur


Deployment und Requirement
Was sonst noch an der Software hängt


Licht ins Dunkel bringen
Kundenzufriedenheit mit Online-Services


Der Datenmotor
Master Data Management


Portale für jedermann
Möglichkeiten von Portalsoftware im Überblick


XML & Web


Kolumne/Michael Seemann


AJAX-News
Neuigkeiten zu AJAX und Web 2.0


Web Forward/Markus Nix


AXIOM – Die Brücke zwischen StAX und DOM
Das neue Datenmodell und seine Verwendung in Axis2


Ohne Netz und doppelten Boden
Das Google AJAX Feed API


Dreamteam
OpenLaszlo und Cocoon


Drehscheibe
Das MySQL-Dokumentationsprojekt in DocBook


Alles ist möglich
XSL-FO mit PHP


Tool-Radar
Neue Tools rund um XML




"Der neuen Generation von Webseiten mit RAD gerecht werden."




Die bunte Welt der dynamischen Sprachen!


Liebe Leserin, liebe Leser,



diejenigen unter Ihnen, die älter als 30 sind, erinnern sich sicherlich noch an die Mitte der 90er Jahre als die coolen Entwickler nur einen schnelleren Compiler haben wollten und alles, was keinen Compiler hatte, war verpönt und nichts für die "harten" Jungs. Die Generation vorher, also diejenigen unter Ihnen, die älter als 40 sind, erinnern sich sicher noch an die schöne Welt der Interpreter: jawohl, dBASE 3 und dBASE 4, Paradox, Clipper. Ja, es gab für diese auch teilweise Compiler, wenn auch etwas getürkte (den Interpreter einfach in eine exe-Datei mitpacken). Man hatte ziemlich schnell eine Abfrage zusammengeschustert und war schneller als die "harten" Jungs von der C/C++-Gemeinde. Ein paar Formulare dazu und das Ganze sah wie eine echte Anwendung aus. Man kann einige davon noch immer auf den Bildschirmen in den so genannten Hotel Garni bewundern: blauer Hintergrund – ist es dBASE? Ist es Clipper? Hauptsache, es funktioniert noch!
Mitte der 90er hat die Windows-Gemeinde erst mit Visual Basic, dann mit Delphi, Access und Visual C++/C++-Builder die endgültige Alleinherrschaft auf dem Desktop übernommen. Apple hatte mickrige 3 bis 5 % Marktanteil, lag im Sterben und war auf die Finanzspritze von Microsoft angewiesen.
Ja, Microsoft hat 150 Millionen USD investiert und versichert, weiterhin Office für Apple- Maschinen zu produzieren. Nur zur Info für die Jüngeren, die vielleicht glauben, dass iPods schon immer von den Apfelbäumen fielen – der gemeinsame Nenner all dieser Tools und Sprachen (die Delphi-Sprache ist Object Pascal und nicht mehr Pascal) war das so genannte RAD oder Rapid Application Development. Tools für die schnellere Entwicklung von Software - und diese haben Wirkung gezeigt aber...
Mit der Geburt des Internets so wie wir es heute kennen, kamen genau Mitte der 90er Jahre erstmals Java und PHP, beide Jahrgang 1995. Auch Ruby wurde 1995 der Öffentlichkeit vorgestellt und Python, in der heutigen Form, im Jahr 1994. Java war an sich gar nicht für das Web gedacht, entwickelte sich aber wegen seines Sicherheitskonzepts schnell zum Liebling der Industrie (Banken, Versicherungen etc.) auf dem Server. Das Web der 90er war ähnlich wie die DOS-Anwendungen der Vor-Windows 95-Zeit: es war sehr langweilig und in seiner Funktionalität weit hinter den Desktopanwendungen. Andererseits konnte man z.B. mit PHP oder Python dynamische Webseiten ziemlich schnell zusammenbauen. Aus welchem Grund auch immer und obwohl sich kaum ein IT-Unternehmen damals für PHP interessierte, hat PHP sich vor allem in Europa sehr schnell zum Liebling der Web-Entwickler hochgearbeitet. Daran waren auch wir als Medienhaus nicht ganz unschuldig, haben wir doch PHP mit Magazinen und Konferenzen sehr früh unterstützt. Python und Perl haben es nicht so leicht gehabt – trotz der massiven Lobbyarbeit von Tim O’Reilly: PHP war und ist immer noch die Königin unter den dynamischen Sprachen.
Die Jahre 2000 bis 2005 waren eher von den Rivalitäten auf der einen Seite zwischen Microsoft .NET und Java und auf der anderen Seite zwischen Microsoft Windows und Linux bestimmt. Gleichzeitig hat Open Source seinen Einzug in das Enterprise – vor allem dank der massiven Unterstützung durch IBM – gefeiert. Die Welt des Webs aber stand nicht still: schnellerer Zugang zum Internet durch flächendeckendes DSL und ähnliche Leitungen, die zu einer neuen Generation von Webseiten mit Sound, Bild und Film führten, und vor allem der Drang der Anwender nach einem neuen und leistungsfähigerem Web hat dazu geführt, dass sich der Bedarf nach RAD – Rapid Application Development – verstärkte.
Um Java das Überleben im 21. Jahrhundert zu erleichtern, hat Sean McGrath z.B Jython (zu 100% in Java geschrieben) erfunden (seanmcgrath.blogspot.com). JRuby und Groovy gehören zu den Lieblingen der Javaianer und "Ruby on Rails" ist der meistbeachtetste und stärkste Neuankömmling unter den Skriptsprachen. Sogar Microsoft ist mittlerweile an Skriptsprachen interessiert und hat sich mit IronPython (zu 100% in C# geschrieben) neben den anderen Skriptsprachen angesiedelt. Worum geht es: einfache und schnelle Applikationen erstellen oder nach dem Motto des Ruby on Rails-Erfinders: Do not repeat yourself. Alles sieht schön und bunt aus und viele Firmen setzen jetzt noch eins drauf und bieten extra RAD-Tools für Skriptsprachen an: Delphi für PHP, "Delphi für Ruby", Eclipse erweitert um PHP/Ruby, Visual Studio mit IronPython, Net- Beans mit JavaFX usw...
Wird die Webentwicklung einfacher und wird es mehr leistungsfähige Weblösungen geben? Was sind Ihre Erfahrungen? Ich freue mich auf Ihre Kommentare!


In diesem Sinne...


Ihr Masoud Kamali


PS: Ich habe nicht alle Skriptsprachen und Plattformen erwähnt. Ich habe versucht, die stärksten Trends in diese kurze "Gute-Nacht-Geschichte" mit herein zu nehmen.



Weitere Ausgaben

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -