Entwickler Magazin 5.05
Kommentare
em_cover_5.05

Business Intelligence

Erhältlich ab: August 2005
Umfang: 100 Seiten Seiten

Tools & Reviews


Tools
Gut verwaltet


Reviews
Borland Delphi 2005


Titelthema


Business Intelligence


Durchblick erwünscht


Produktübersicht BI-Tools


Easy Integration


Abheben mit Cockpit


Web-Reporter


Datenbanken


Unter Kontrolle
SQL-Ausführungen steuern


Manipulation leicht gemacht
Eigentümermigration über den Weg der InterBase/Firebird-Systemtabellen


Cleveres Design
Einführung in die übersichtliche Datenverwaltung


No Limits
Benutzerdefinierte Funktionen generieren Excel



Rasende Reports
Die „Build-In“-Reporting-Werkzeuge


Klasse(n) Austattung! 
Delphi-Systeme an SAP R/3 andocken –Teil 2


Special


Von Minern und Trackern
User-Analyse durch WebLog Mining



Äpfel wachsen nicht nur in Kalifornien



Liebe Leserin, Lieber Leser!




Im letzten Editorial des Entwicklers habe ich über meine Zweifel geschrieben, ob die IT-Branche noch aufregend sei. Und kaum sind diese Seiten aus der Druckmaschine gekommen, hat für alle überraschend der Apple-Chef Steve Jobs auf der Apple-Entwicklerkonferenz WWDC 2005 angekündigt, dass seine Firma auf Intel-Prozessoren umsteigen und sich aus der lieb gewordenen PowerPC-Ecke verabschieden wird. Nun ist es also doch spannend geworden.
Viele der klassischen Apple-Anwender reagierten eher enttäuscht – wer will schon freiwillig den sozialen Status, den besten und schönsten Rechner zu besitzen, kampflos aufgeben? Oder in anderen Worten: Wer wird schon freiwillig vom Porsche auf einen Golf umsteigen? Die Begründung vonJobs, schnellere und bessere Rechner an die Kunden liefern zu wollen, wurde deshalb von der Apple- Fangemeinde eher mit Zurückhaltung aufgenommen. Vorbei die Zeiten, in denen man etwas Besseres war als der Wintel-Nutzer!
Es waren wohl vor allem die guten Zahlen, die Apple während der vergangenen Quartale vorlegen konnte, die die Vorstandsetage zu einem historischen Richtungswechsel bewogen haben. Gerade der Erfolg des iPod hat den Leuten in der Führungsetage bewiesen, dass auch Apple in der Lage ist, in einem Massenmarkt gute Geschäfte zu machen (nachdem man bisher nur die Eliten mit hochpreisigen Produkten belieferte). Der iPod als ein Mischprodukt aus Software, Service und Hardware war von Anfang an nicht nur für die Mac-Nische gedacht, sondern für die Masse der Windows-Nutzer.
Warum also nicht die weltweite PC-Gemeinde für das Apple-Betriebssystem begeistern? Wer weiß, vielleicht sind die Mac-Maschinen nur deswegen so teuer, weil in ihnen ein teures PowerPC-Herz schlägt? Jedenfalls sieht es so aus, als ob demnächst Apple-Betriebssysteme nicht nur für Apple- Maschinen, sondern auch für den „ganz ordinären PC“ zu erhalten sind. Bekommen wir also demnächst Äpfel für das ganze Volk und nicht nur für die Eliten?
Bislang halten sich die PC-Hersteller allerdings noch bedeckt. Nur Michael Dell war vorgeprescht und hat Interesse signalisiert, seine Dell- Maschinen mit dem Mac OS auszustatten. Eine (öffentliche) Antwort darauf hat er allerdings bis heute nicht erhalten. Dell liefert übrigens bereits seit längerer Zeit seine Rechner auf Wunsch mit Linux aus – bislang jedoch ohne nennenswerten Erfolg.
Sie sehen: Wann immer es langweilig zu werden droht, dürfen wir uns dann doch noch über eine Überraschung freuen. Und immerhin kommen wir durch die Apple-Ankündigung der berühmten „Freedom of Choice“, also der viel gepriesenen Wahlfreiheit für Computernutzer, einen weiteren Schritt näher.



In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen!


Masoud Kamali




Weitere Ausgaben

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -