Entwickler Magazin 5.06
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CMS

Erhältlich ab: August 2006
Umfang: 100 Seiten Seiten

Entwickler Magazin

Events
FrOSCon 2006

Bücher

Oracle Security in der Praxis/
Das UML Benutzerhandbuch

XML – Grundlagen/Mambo

Drupal/Internet-Informations-Dienste 6.0

Der Entwickler

Starter/Daniel Wischnewski

Gut animiert
Präsentation und Visualisierung von Daten mit Crystal Xcelsius 4.5

Bericht erstattet
Reporting mit Borland Developer Studio 2006

Extreme Installers
InstallAware 5 – Installationen leicht gemacht

Borland C++Builder 2006
Kurze Vorstellung der neuen IDE für C/C++-Entwickler

… aus der Delphi-Community
Das Windows-API – Schnittstelle der erfolgreichen Kommunikation

Apple und der Intel-Switch
Neue Ufer auf dem Weg zu Apple

Linux Enterprise

Starter/Andreas Reitmaier

Nachgefragt: Rainer Heinold, Dominique Wurzler

Der neue SuSE Linux Enterprise Desktop 10

Baukastenprinzip
Prozessverwaltung: Ein weiterer Blick hinter die Kulissen

Auf den Content kommt es an
Content-Management-Systeme (CMS) im Höhenflug

Langstreckenläufer
TYPO3 – ein Open Source ECMS geht seinen Weg

Unendliche Drupal-Welt
Das CMS Drupal

Alle zusammen im Netz
Das Content-Management-System Joomla! im Einsatz

Unproduktiv war gestern!
Einführung und Überblick in die Webentwicklung mit Ruby on Rails

Gruppengeflüster
Aktuelle Groupware-Systeme im Vergleich

Vitamin C für das Web
CGI-Lösungen mit C++

Erfrischende Alternative
Neues aus der Python-Welt

Viel versprechend
Neues aus der Ruby-Welt

Die guten alten Zeiten
Perlentaucher: Neue Module aus dem CPAN

Datenbanken Magazin

Starter/Rudolf Jansen

Doppelt hält besser
Bidirektionale Replikation für InterBase und Firebird

Wanted
Einsatz von Suchmaschinen in Unternehmen

Express Edition oder Zug nach Nirgendwo?
Database Corner/Holger Klemt

Enterprise Architektur Magazin

Let’s talk about SOA (Teil 3)
Die aktuellen SOA-Plattformen

Ein ESB ist nicht genug
Integration Suites vs. ESB

XML & Web Services Magazin

Starter/Michael Seeboerger-Weichselbaum

Aufgepeppt
Neuigkeiten zu AJAX und Web 2.0

Ein Krokodil am Schwanz ziehen
XML lesen und schreiben mit dem neuen Streaming API for XML (StAX)

Tischlein deck dich
Multi Channel Publishing mit Cocoon und InBetween

Dokumente im Netz
Eine Detektivgeschichte mit AJAX und DocBook

Schnell erstellt
Automatisierte Produktion von Loseblattwerken

Tool-Radar
Neue Tools rund um XML

„Dem Kunden einen echten Mehrwert geben.“

Software als Service

Der von vielen gefürchtete, von manchen gehasste, von den meisten aber bewunderte William Henry Gates, Mitgründer von Microsoft, wird sich von seinem Job als Chief Software Architect zurückziehen. Dadurch verliert Microsoft eine Symbolfigur, wie es wohl kaum eine zweite in der Softwareindustrie gegeben hat, und erhält dabei die Chance, sich neu zu orientieren.

Warten auf die (R)evolution

Ohnehin ist zweifelhaft, wie viel Einfluss Gates in den letzten Jahren noch ausübte, seitdem er 2001 den Chefsessel an Steve Ballmer übergab. Auch wenn er seine Rolle als Stratege und Visionär gesehen hat (und wohl sein Vorbild Steve Jobs im Blick hatte): in den vergangenen Jahren sind nicht allzu viele Impulse von seiner Person ausgegangen. Da wirkt es wie eine Erfrischung, dass mit Ray Ozzie ein neuer Mann seine Nachfolge antritt und aus Microsoft nun endlich eine Firma machen will, die das Internet und seine permanente Evolution nicht stets erst ein paar Momente zu spät versteht. Ozzie, der Gründer von Lotus und seit Mitte der achtziger Jahre von der Vision eines ubiquitären, einfach zu gebrauchenden Computernetzwerks beseelt, ist der Mann, der Microsoft in die neue Ära des Internets führen soll. Bereits in seinem internen Memo, das er im Oktober 2005 verschickte, wies er darauf hin, dass Microsoft in technischer Hinsicht den Anschluss an Adobe, Apple, Google und Skype verloren habe. Welches sind aber die Herausforderungen, denen sich Ozzie und viele andere IT-Unternehmen gegenüber sehen? Der Markt verlangt nach immer komplexeren Dienstleistungen, deren Einsatz aber einfach sein soll. Wer benötigt schon immer weiter aufgeblähte und ressourcenhungrige Office-Suites mit noch einmal 1.000 Funktionen mehr? Wer fragt nach einem Betriebssystem, dessen Komplexität alles zu übersteigen scheint, was die größten Softwareentwicklungslabors dieser Welt stemmen können? Wichtiger sind eine Fokussierung auf die Bedürfnisse der Kunden, einfache Bedienung, eine effiziente Web-basierte Zusammenarbeit sowie kinderleichte Kommunikation. Software als Service, einstmals von Gates selbst proklamiert, wandelt sich heute von einer abgedroschenen Phrase zur ernsthaften Option. Service im reinen Wortsinn ist dafür da, dem Kunden einen echten Mehrwert zu geben und ihm dabei keine intellektuellen Kunststücke abzuverlangen.

Nützliche Dienste

Salesforce, der Newcomer im CRM-Geschäft, liefert ein interessantes Modell. Von einer reinen, gehosteten CRM-Anwendung transformiert sich das Unternehmen derzeit zu einer Plattform für Business-Anwendungen unterschiedlicher Art. Das Salesforce-„Betriebssystem“, AppExchange genannt, bietet technische Services wie Identity Management, Security, Datenanalyse, Internationalisierung usw., während der Anwender die Möglichkeit hat, sich in einem Directory verschiedenartiger Services zu bedienen und daraus seine Business- Anwendung zusammenzubauen. Liefern die bereits vorhandenen Services nicht das erwünschte Ergebnis, lassen sich auch externe oder eigene einbinden. Die Mischung aus vorgegebenen technischen Services und Basisfunktionalität bei gleichzeitiger Erweiterbarkeit entlang der eigenen Bedürfnisse, wird gewiss ihre Nachahmer finden. Google, Microsoft, SAP & Co. stehen in den Startlöchern. Und ob wir dies alles nun SaaS (Software as a Service), SOA oder Mashup nennen, bleibt dabei zweitrangig. Tatsächlich aber sehen wir uns einer wachsenden Anzahl nützlicher und höherwertiger Services gegenüber, die bei der Softwareentwicklung berücksichtigt werden sollte. PayPal, Google, eBay, Salesforce und verschiedene Geo-Dienste bilden gewiss nur die Vorhut.

Sebastian Meyen


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