Entwickler Magazin 6.02
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Web Intelligence

Erhältlich ab: Oktober 2002
Umfang: 100 Seiten Seiten

Bücher


Datenbankkonzepte in der Praxis


Titelthema


Web Intelligence
Pfiffige Tools analysieren das Online-Verhalten Ihrer Kunden. Tools und Konzepte.


Delphi


Mail mal mit Delphi
Verschiedene Wege, eMails aus eigenen Delphi-Programmen zu versenden


Web Services mit Delphi & COM+
Ein Delphi-kompiliertes COM+-Objekt als Web Service publizieren


Delphi 7: One for All
Delphi 7 bietet neben Kylix eine Preview für Delphi für .NET


Kylix


Das Gesetz der Ausnahme
Ausnahmebehandlung und Ressourcenschutz in Kylix


Tipps & Tricks


...aus dem Entwickler-Forum



Delphi & C++


3D-Welten mit Delphi/C++Builder 
Darstellung komplexer Grafiken mit Delphi und OpenGL


Variationen in Delphi
 
Operatorüberladung mit Varianten Klassen in Delphi 6


C++


Kylix goes C++
CrossPlattform-Entwicklung für Linux und Windows mit Kylix 3


Special


Komponenten für alle Fälle
Bausteine für Anwendungsentwicklung mit Delphi, C++Builder, Kylix


Datenbanken


OLE DB-Provider für InterBase
Vier native OLE DB-Provider im Vergleich


Web Services als Remote Data Storage
Daten auf entfernten Rechnern speichern mit dbExpress


XML Extra




News


Feintuning im Protokoll
Neuerungen in SOAP 1.2


XML in Farbe
SVG: Beschreibung von Grafikdaten mit XML


Neues von XSLT und XPath
Die neuen Generationen XSLT 2.0 und XPath 2.0 vorgestellt



Rich Clients, Thin Clients und das Internet



Liebe Leserinnen und Leser!




Es gibt ein Zitat von Rudolf Augstein, dem Gründer und Herausgeber des "Spiegels", das mich wohl mein ganzes Leben lang begleiten wird: "Bisschen Sein, bisschen Schein und ein bisschen Schwein". Er hatte damit den Erfolg des Spiegels, des größten deutschen Nachrichtenmagazins, beschreiben wollen. Man könnte diesen Satz aber auch auf Microsoft anwenden.
Ein weiteres Zitat: "There is no reason anyone would want a computer in their home.""Es stammt offensichtlich nicht von Augstein, sondern von Ken Olson, President und Gründer des Unternehmens Digital Equipment, der dies 1979 gesagt hat. Bei ihm fehlte anscheinend das bisschen Sein, denn sein Unternehmen Digital Equipment existiert heute samt Betriebssystem nicht mehr. Und der PC hat nicht nur fast jeden Schreibtisch der Welt erobert, sondern Firmen wie Intel, Microsoft oder IBM zu den Größten dieser Erde gemacht!
Mitte der 90er Jahre kam das Internet und Microsoft hat zum ersten Mal eine wichtige Entwicklung geradezu verschlafen, dann jedoch kräftig nachgelegt und schließlich den Browser-Markt beinahe abgeräumt mit seinem Internet Explorer. Auch bei den Webservern verzeichnet Microsoft heute ansehnliche Marktanteile; Microsoft hatte wirklich ein bisschen Schwein!
Sun, Oracle und IBM versuchten unterdessen, das Internet neu zu definieren. Java begleitete die .COM-Welle, der Netzcomputer ("NC") sollte mit kostengünstigen Thin Clients die fetten Microsoft-PCs aus den Unternehmen werfen. Während Java tatsächlich eine Erfolgsgeschichte hinlegte, verschwand der "NC" sang- und klanglos in der Versenkung und die Microsoft/ Intel-PCs standen immer noch auf den Schreibtischen. Dann wollte man Microsoft mit seinen eigenen Waffen schlagen und mit Linux einen




"There is no reason anyone would want a computer in their home." Ken Olson, President und Gründer des Unternehmens Digital Equipment


alternativen Fat Client auf den Markt bringen. Doch auch dieser Angriff ist bis heute ohne Folgen geblieben. Der Siegeszug von Linux und Java beschränkt sich ausschließlich auf den Server, auf dem Client sind die beiden nahezu unsichtbar geblieben. Dieser Client wird inzwischen "Rich Client" genannt, und mittlerweile sind eine Reihe neuer Clients ergänzend hinzu gekommen: Mobiltelefone, PDAs, Tablet PCs usw. Also hat auch der PC eine Menge Schwein gehabt!
Und wie steht es mit dem Internet? Wir sind heute so weit, dass wir echte Internet-Anwendungen schreiben können und nicht nur ein paar dumme oder allenfalls dynamische HTML-Seiten, die vergleichbar mit einer primitiven Datenbank- Anwendung sind. Und es sieht so aus, als ob Microsoft auch dieses Mal wieder ein bisschen Schwein hat, denn wir bekommen nun unseren Rich Client, der noch dazu vernetzt ist mit der weiten Welt des Internets. Denn bei richtigen Internetanwendungen spielt es keine Rolle mehr, ob sie in .NET oder in Java geschrieben sind ... 
Das Sein war der PC und das Sein wird auch das Festhalten am PC sein!


In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen!


Für das Entwickler-Team
Masoud Kamali




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