Entwickler Magazin 6.07
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Enterprise Mashups

Erhältlich ab: Oktober 2007
Umfang: 100 Seiten Seiten

Magazin


Bücher 
Practical Model-based Testing/
DB-Entwicklung mit SQL Server 2005


Apache Axis2


ITIL – Zertifizierung nach BS 15000/ISO 20000


Development


Extreme Programming
Case Studie zu Theorie und Praxis


Code-Analyse
Auf der Suche nach Schwachstellen und Fehlern im Quellcode


Parallelisierung mit Thread-Bibliotheken
Mehr Performance mit der POSIX-Thread-Bibliothek


Keimfreie E-Mail
F-Secure Messaging Security Gateway im Test


Castalia 5
Borland Developer Studio für höhere Produktivität und Komfort erweitern


Linux Enterprise


Starter/Robert Lippert


Versionsverwaltung mit Subversion
Der CVS-Nachfolger im Detail


Python-Modul zipfile
ZIP-Archive packen und entpacken


CMS-Workflow
Professionelle Dokumentation mit Typo3


VServer für Einsteiger
Konfiguration eines Linux-VServers mit Confixx


Gimp 2.4 unter der Lupe
Die Highlights nach dem Sprung auf die neue Version


Perlentaucher
Neue Module aus dem CPAN


Datenbanken


Starter/Rudolf Jansen


Oracle 11g
Die neuen Features im Detail


DB2 auf Schienen
Rapid Development mit dem DB2-on-Rails-Toolkit


Datenbank-Abfragen per SOAP
Zugriff auf MS SQL Server per WebService steuern


Holgers Database Corner/Holger Klemt


Enterprise-Architektur



Enterprise Mashups
Neue Generation agiler Geschäftsanwendungen


IT-Projekte ohne Bauchschmerzen
Checkliste für erfolgreiches Projektmanagement


SOA-Prozesse gut geregelt
Business Rules Management steuert und automatisiert Prozesse


Portale mit Web Services aufwerten
Intrexx 4.0 bietet einfache Tools für die Intergration


XML & Web


Kolumne/Michael Seemann


AJAX-News
Neuigkeiten zu AJAX und Web 2.0


Web Forward/Markus Nix


DITA Open Toolkit
Dokumentation maßgeschneidert realisieren


DITA und xsl:result-document
Schritte zur Umsetzung von Onlinehilfen


Axis2 und XMLBeans
XML-Databindings für komplexe Web Services


Web Services Policy 1.5
Die neuen W3C-Standards im Überblick


Mobiles SVG
Ein stabiles SVG für mobile Anwendungen


Tool-Radar
Neue Tools rund um XML




"Liebe Kartellwächter, handelt schneller, damit das Urteil nicht erst dann kommt, wenn es kaum noch einen Sinn ergibt."




Vista und der Europäische Gerichtshof


Liebe Leserin, liebe Leser,


als der Europäische Gerichtshof die Strafe der Europäischen Kommision für Microsoft im September bestätigte, ertönte ein Aufschrei in allen Medien: einige fanden es zu spät, einige fanden es mit Hinweis auf die Microsoft-Konkurrenten Google & Apple problematisch.
Die ehemaligen Kläger wie Sun Microsystems und Novell hatten just in den letzten Septemberwochen von neuen Abkommen mit Microsoft berichtet, wonach Windows- Server-Software jetzt auf Sun-Hardware laufen und mitgeliefert werden soll und Novell hatte höhere Umsätze mit SUSE Linux dank der Zusammenarbeit mit Microsoft verkündet. Also scheint es so, als ob die ehemaligen Kontrahenten sich irgendwie geeinigt hätten – oder etwa doch nicht? Und was wird diese Millionenstrafe nun für die Verbraucher und den freien Markt bedeuten? Was die Verbraucher angeht – und in diesem Falle die Software-Entwickler – kommt dieses Urteil sehr spät. Microsoft hat fast 95 Prozent des Desktop-Marktes und muss fast auf jeden Software- und Hardware-Hersteller Rücksicht nehmen, damit deren Software "Vistatauglich" ist. Dies macht Windows Vista zum echten "Fat Client", den ich, bevor Microsoft ein "Downgrading" angeboten hat, selbst erlebt habe. Die Kartellwächter sollten eine echte Konkurenz rechtzeitig und frühzeitig ermöglichen, und dies geht in der Software- Welt nicht nur über Kompatibilität mit jedem Anbieter. Apple hat längst davon gelernt und schottet sich nun komplett ab: alles aus einer Hand, damit fast alles fehlerfrei funktioniert. Also brauchen wir verschiedene Versionen von Vista, die nicht Home, Business oder Ultimate heißen, sondern die zu unseren Anwendungen und Geschäftsbedürfnissen passen. Ein Windows Vista für Office wäre eine Lösung, aber bitte vorab die EU-Kommission mit einbeziehen und sich den Segen holen. Ich möchte nicht ein Vista, das mit jeder erdenklichen Hardware und Software kompatibel ist – und ich brauche für unser Büro keine Joystick-Unterstützung!

Google auf der Anklagebank?

Man kann es eine Ironie der Geschichte nennen, dass dieses Mal Google vor der Federal Trade Commission (FTC) der US-Regierung erscheinen und die Übernahme von Double- Click – eine von mehreren Übernahmen, die Google im Wochentakt tätigt – rechtfertigen soll. Zu der Geschichte: Google hat es in einem Bieterkampf, unter anderem gegen Microsoft und Yahoo, geschafft, Double- Click zu übernehmen und wartet jetzt auf den Segen der Kartellwächter in den USA Das Argument von Google für die Übernahme von DoubleClick ist, wie immer, die "freie Meinungsäußerung".
Google sieht Anzeigen als Information und glaubt, dass es kleinere Unternehmen mit der Übenahme von DoubleClick besser unterstützen kann. Dabei vergleicht Google die Bedeutung von DoubleClick für das Unternehmen mit der Bedeutung, die "Warensendung" für UPS hat. Ich sage dazu, dass DoubleClick für Google das Gleiche bedeutet, was die Begriffe "Netzwerk" und "Infrastrukur" einst für den Monopolisten Deutsche Telekom bedeuteten. Um im Google-Vergleich zu bleiben: Googles DoubleClick- Übernahme macht einen sehr, sehr vermögenden Warenanbieter gleichzeitig zum Warenanbieter und zum Warenversender! Also, liebe Kartellwächter, handelt bitte dieses Mal schneller, damit es nicht wieder zu spät wird und ein Urteil dann kommt, wenn es kaum noch einen Sinn ergibt. In diesem Sinne...



Ihr Masoud Kamali



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