Entwickler Magazin 6.12
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em6_12

Green IT

Erhältlich ab: Oktober 2012
Umfang: 100 Seiten Seiten
Autoren / Autorinnen:
Peter Ackermann, Jens Geyer, Rudolf Jansen, Felix Kerger, Dr.-Ing. Michael Klemm, Jürgen Lampe, Bernd Pehlke, Frank Pientka, Alexander Rudolph, Manuel Scherer

Magazin

News

Eine Branche im Umbruch
Eine Industrie ist gezwungen, sich neu zu erfinden
von Manuel Scherer und Felix Kerger

Green IT

Green Cloud
Heute schon an übermorgen denken
von Peter Ackermann

„Green IT ist ein Ganzes.“
Interview mit Peter Ackermann

Development

Schneller zum Ziel
Parallelprogrammierung mit C++
von Rudolf Jansen

SharePoint + X
Von flüssigen Oberflächen, Clientanwendungen und Benutzerrechten
von Bernd Pehlke

Und sie bewegt sich doch…
Animationen mit OpenGL
von Alexander Rudolph

Kommunikations-Contest
Vier Kommunikationsframeworks für serviceorientierte Architekturen im direkten Vergleich
von Jens Geyer

To XML or not to XML?
Wann man XML verwenden sollte und wann besser nicht
von Jürgen Lampe

Special

Bremse oder Gaspedal?
Performanceanalysetools im Einsatz
von Dr.-Ing. Michael Klemm

Datenbanken

Kolumne: Basement Tapes
MySQL im neuen Zuhause
von Rudolf Jansen

Wechselpoker
Warum ein Wechsel zu DB2 10 lohnt
von Frank Pientka

„Manchmal muss man eben unpopuläre Entscheidungen treffen“

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ein Unternehmen aus Cupertino stellt ein neues Produkt vor, und die ganze Welt steht Kopf. Die Rede ist natürlich von Apple und dem iPhone 5. Doch keine Sorge, ich habe nicht vor, Ihnen meine Eindrücke über das neueste und „beste Smartphone aller Zeiten“ zu präsentieren – es würde mir ohnehin schwer fallen, meinen Unmut in einem einzigen Editorial unterzubringen. Vielmehr soll es sich um ein anderes, indirekt damit zusammenhängendes Thema drehen: der vermeintlichen Verschlimmbesserung von iOS 6. Dabei geht es mir in erster Linie nicht um das Betriebssystem an sich, denn das Thema der Verbesserungen, die keine sind – oder nicht als solche wahrgenommen werden –, findet man aktuell in zahlreichen Softwareprojekten. Doch wenn sich das wertvollste Unternehmen der Welt mit dem angeblich besten mobilen Betriebssystem einen solchen Schnitzer erlaubt, dann zieht das natürlich eine ganz andere Aufmerksamkeit auf sich…
Wahrscheinlich haben Sie mitbekommen, dass die YouTube-App nicht mehr standardmäßig vorinstalliert ist. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, hat man sich auch noch von den Google Maps verabschiedet. Stattdessen setzt man auf iOS-Devices, nun auf von TomTom gekauftes und eigens nachbearbeitetes Kartenmaterial, das, vorsichtig formuliert, etwas weniger detailliert ist. Die Reaktionen aus der Community waren nicht unbedingt wohlgesonnen (http://theamazingios6maps.tumblr.com/). Zwar wurden für beide Dienste eigenständige Apps angekündigt, doch bis zum Redaktionsschluss waren beide noch nicht von Apple für den deutschen App Store freigegeben.
Natürlich ist es naheliegend, die Schuld bei Apple zu suchen. Man ist von dem Unternehmen ja schon so einiges gewohnt – wen würde es also wundern, wenn die Köpfe in Cupertino beschlossen hätten, die User von iOS_6 zur Nutzung der eigenen Apps zu zwingen? Die Welt ist böse, Apple erst recht, der Fall gelöst. Doch manchmal ist es eben doch nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheint. Apple beispielsweise wollte seinen verwöhnten Käufern etwas besonderes bieten; eine Turn-by-turn-Navigation, direkt ab Werk. Echtzeit-Routenplanung ohne teure Zusatz-Apps. Dass das auch mit Google Maps möglich ist, zeigt der Blick auf Android-Smartphones; nur leider gibt es da eine Kleinigkeit, die es zu bedenken gilt: das API License Agreement. Die Lizenz besagt, dass Turn by turn über das API nicht so einfach möglich ist. Und dass man bei Google nicht unbedingt erpicht darauf ist, ein solches Alleinstellungsmerkmal der Konkurrenz zur Verfügung zu stellen, dürfte niemanden wirklich verwundern, oder?
Manchmal muss man eben tun, was getan werden muss. Man verabschiedet sich von einem Dienst zugunsten einer eigenen Lösung, die dafür alle Funktionalitäten bietet, die man seinen Nutzern zur Verfügung stellen möchte. Vor dieser Situation steht wohl jeder Entwickler früher oder später: manchmal muss man eine unpopuläre Entscheidung treffen, wenn man seinen Nutzern bessere Funktionalitäten bieten möchte. Am Ende ist es aber eine Frage der Vorgehensweise und der Kommunikation dieser Umstände an seine Kunden. Und bei beidem kann man Apple üble Versäumnisse vorwerfen. Während man sich zum Thema an sich nur unzureichend äußert, hätte man Apple Maps als Beta releasen können. Es hätte zahlreiche enthusiastische Early Adopter gegeben, die sich mit Freude an der Verbesserung des Dienstes beteiligt hätten.
Dennoch hat die Geschichte für uns etwas Gutes: wir können von Apple lernen. Ich bin mir sicher, dass die meisten von Ihnen ebenfalls Projekte haben, in denen hin und wieder solche Entscheidungen getroffen werden müssen. Überlegen Sie, wie Sie tiefgreifende Änderungen sanfter einführen können. Wie Sie mit der Kommunikation umgehen, um solche heftige Reaktionen zu verhindern. Ihre User werden es Ihnen danken.

Ihr Tom Wießeckel, Redakteur
@EntwicklerMag

Bonusvideo: Cross-Platform Development – An Overview
von Peter Friese (Zühlke Engineering GmbH)
Developing mobile applications for multiple platforms is a challenging task. In this session, I will give a brief overview of the main approaches for developing cross-platform mobile applications. We’ll start with native apps, and work our way through hybrid applications and interpreted apps to HTML5 based solutions. I will demonstrate each of the approaches by way of a live example.

Eclipse 5.12 Magazin als PDF
Software & Support Media
Als weltweit erstes Magazin zur Entwicklungsumgebung Eclipse deckt das Eclipse Magazin das breite Spektrum an Entwicklungsmöglichkeiten ab. Neben Informationen zu Web Development, Testing und Agile ALM sowie Rich Clients präsentieren erfahrene Eclipse-Consultants ihre Lieblings-Plug-ins. Zahlreiche praxisnahe Tipps & Tricks zu den neuesten Versionen aus dem Umfeld der Eclipse Foundation und Expertenberichte zu den neuen Entwicklungen bei Eclipse machen das Eclipse Magazin zu einem absoluten Must-Have.

Mobile Technology 3.12 Magazin als PDF
Software & Support Media
Mobile Technology ist der Wegbegleiter für jeden, der sich beruflich oder privat mit der Entwicklung für mobile Devices und den Möglichkeiten, die der Markt des Mobile Business und Marketing bereithält, beschäftigt. Das Magazin deckt dabei die volle Bandbreite ab und bringt dem Leser nicht nur Development-Themen für die verschiedenen Mobile OS wie Android, iOS oder Windows Phone näher, sondern eröffnet ihm ebenfalls einen tiefen Einblick in die Chancen, die der Markt des Mobile Business und Marketings bereithält.


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