Entwickler Magazin Spezial Vol. 11: Trends

Trends

Erhältlich ab: März 2017
Umfang: 100 Seiten
Autoren / Autorinnen:
Philip Ackermann, Stefan Barth , Olena Bochkor, Markus Bokowsky, Dr. Klaus Ceynowa, Dimitri Gross, Albert Hein, Thomas Claudius Huber, Thomas Kerschis, Prof. Dr. Thomas Kirste, Frank Krüger, Dr. Veikko Krypczyk, Jürgen Lampe, Manuel Mauky, Mario Meir-Huber, Kirill Rakhman, Holger Schif, René Schröder, Jacco van Achterberg, Dennis Wilson.

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MOBILE

Ratgeber Business-App-Entwicklung
Acht Punkte, die Sie bei der App-Entwicklung beachten sollten

Großer Auftritt für die Kleinen
Erfolgreiches App-Marketing – so funktionierts

Bluetooth LE + Beacons = Pfadfinder
Indoornavigation in der Bayerischen Staatsbibliothek mit Beacons

Die pragmatische Alternative für Android
Kotlin in der Mobile-Entwicklung

IOT

Wir müssen reden
Bluetooth Low Energy in JavaScript und Node.js

Mit Azure zur IoT-Infrastruktur
Vom Gerät zum Live-Dashboard

In Berührung kommen
JavaFX auf dem Raspberry Pi

MACHINE LEARNING

Einblicke in die Königsdisziplin
Maschinelle Bilderkennung mit Big Data und Deep Learning

Da tut sich was
Von Sensordaten zur erkannten Aktivität in wenigen Schritten

Für die Werbung geblitzt
Künstliche Intelligenz in der Werbung

Hadoop mit Azure HDInsigh
Hadoop in der Cloud betreiben

KULTUR

Softwareentwickler und der Perfektionismus
Breakpoint Wilson: Perfektionismus und Agilität – passt das?

Aus Fehlern lernen
Softwarefehler nicht nur beheben, sondern sie analysieren

Starre Strukturen aufbrechen
Scrum als Werkzeug der Transformation

Motivation ist alles
Motivation als entscheidender Faktor für Erfolg oder Misserfolg

Der Beruf, unser Steckenpferd.

Liebe softwareentwickelnde Leserinnen und Leser,

haben Sie nicht auch manchmal das Gefühl, dass es viel zu viel Spannendes in unserem Umfeld gibt? Dass man gar nicht weiß, womit man sich als Erstes beschäftigen soll? Dass es so viele lohnenswerte Technologien und Projekte gibt, mit denen man ein wenig herumexperimentieren möchte? Wäre da nur nicht dieser nervtötende Arbeitsalltag mit all dem Alltäglichen, das wir brauchen, um unsere täglich anstehenden Aufgaben zu bewältigen …

Nun ist es ja so, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist. Wiederkehrende Rituale bestimmen unseren Tagesablauf, geben die Richtung vor, in der sich ein großer Teil unserer aufgebrachten (Arbeits-)Zeit entwickelt. Irgendwie ist das gut, denn es gibt uns Sicherheit; eine Wohlfühlzone, in der wir uns bewegen, in der wir Muster erkennen, an denen wir uns orientieren und von dort aus „weiterbewegen“ können. Doch um ehrlich zu sein, sind es doch oft diese Rituale, die uns Neues bescheren, Input, der auf einem schier endlosen Haufen von To-dos, Nice-to-haves und Muss-ich-mir-unbedingt-ansehen landet.

Mein Tagesablauf sieht zum Beispiel so aus, dass ich mir zum morgendlichen Koffeinschub – eine Mixtur aus 100 ml Kaffee und 70 ml starkem Espresso – zunächst einen Muntermacher in Form eines Killer-Sudokus gönne. Danach folgt der Blick in den Feedreader, der mir aus aktuell 47 Quellen die wichtigsten Neuigkeiten aus Wissenschaft, Sport und Technologie präsentiert. Und schon habe ich den Salat, denn Technologie ist etwas Spannendes; leider aber auch ein unglaublich breites Feld. Aufgrund der Quellenauswahl erhalte ich so nicht nur einen Überblick über mein primäres Interessensfeld, sondern auch über Trends und Technologien aus anderen Feldern. Ein wenig Automation hier, ein wenig JVM dort, auf der einen Seite Neues aus dem Bereich der User-Experience-getriebenen Entwicklung, auf der anderen Seite irrwitzige Neuigkeiten aus dem Bereich der Security.

Ich bin mir sicher, dass es bei vielen von Ihnen ähnlich aussieht. Vielleicht werfen Sie nicht gleich früh morgens einen Blick auf die Quellen Ihrer Wahl, vielleicht ist es bei Ihnen das Knoppers-Päuschen, der Rest der Mittagspause oder abends, wenn die Kinder im Bett sind. Aber wenn Sie ehrlich sind, wird es auch bei Ihnen in regelmäßigen Abständen ein Ritual geben, bei dem Sie sich ein wenig über Ihren Tellerrand hinaus informieren. Und dabei werden wir feststellen, dass wir in vielen dieser Bereiche weit davon entfernt sind, alles zu verstehen. Das muss aber auch gar nicht sein, denn wir können es einordnen und uns davon faszinieren lassen. Je aufregender wir das Gelesene finden, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Artikel zur späteren Recherche in einem Tool unserer Wahl landet. So ergibt sich nach und nach ein Fundus, der unseren Horizont weit über das erweitert, was wir zur Bewältigung unserer täglichen Aufgaben benötigen.

Wir tun das gerne; das ist es, was in der Softwareentwicklung tätige Menschen von vielen anderen grundlegend unterscheidet. Wir haben unseren Beruf irgendwie zu unserem Steckenpferd werden lassen – bei einigen mag es auch umgekehrt funktioniert haben.

Auch wenn wir nicht jedem Trend hinterherhecheln können, ist es doch früher oder später hilfreich, schon einmal von Projekt X oder Technologie Y gehört zu haben. In der heutigen Zeit, in der gefühlt jede Woche mindestens eine „bahnbrechende“ Neuigkeit ins Haus steht, gilt das umso mehr. Vor Hypes brauchen wir dabei keine Angst zu haben, denn die werden durch unseren eigenen Kontext und unsere Vorlieben sehr zuverlässig als solche erkannt und aussortiert; die analytische Arbeitsweise hilft uns dabei ungemein. Sie steckt uns ebenso im Blut wie die Neugier, um die sich alles dreht.

In diesem Sinne kann ich Ihnen eigentlich nur das Offensichtliche mit auf den Weg geben: Bleiben Sie neugierig!

Ihr
Tom Wießeckel
Redakteur


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