The Ethics of Virtual Reality

von Mascha Schnellbacher

Virtual-Reality-Hardware ist mittlerweile für jeden kommerziell erhältlich. Die Technologie wird mit großer Begeisterung angenommen – im Bereich Education, Therapie und ganz klar Unterhaltung. Doch wie sieht es eigentlich mit den potenziellen Risiken von VR aus?

Dr. Michael Madary von der Uni Mainz spricht in seiner Keynote „The Ethics of Virtual Reality“ über genau diese Gefahren. Denn abgesehen von den bekannten unschönen Effekten wie Motion Sickness ist auch der Blick auf die ethischen Risiken von Virtual Reality wichtig. Je weiter die Entwicklung von VR voranschreitet und je besser die virtuelle Umgebung wird, desto mehr vermischen sich auch die beiden Ebenen – was uns vor neue Herausforderungen stellt.

Für manche Personen vermischt sich etwa VR und echte Welt so stark, dass sie den Unterschied nicht länger erkennen können und Erfahrungen aus der virtuellen Realität in unsere Welt übertragen. Madary erwähnte als Extrem-Beispiel den Mord an einem Gamer, der die (virtuelle) sehr wertvolle Waffe seines Freundes via Ebay verkaufte. Von solchen Extremen einmal abgesehen, wird das menschliche Gehirn aber noch auf vielfältige Art und Weise herausgefordert:

VR can create:

  • … the place illusion
  • … an illusion of embodiment

Durch solche Erfahrungen könnten beispielsweise Zwangskrankheiten oder Angstzustände gelindert werden; aber auch das Schlüpfen in andere Personen via Avatar kann etwa dabei helfen, (rassistische) Vorurteile abzubauen. Jedoch sollten sich Nutzer immer bewusst sein, dass es sich bei VR eben nicht um die Realität handelt, sondern nur um eine Erweiterung ebendieser.

Zudem ist natürlich auch der mögliche Verlust der Privatsphäre nicht von der Hand zu weisen: Durch Motion Capturing wird der gesamte Mensch vermessen und „katalogisiert“ und ist auf diese Weise eindeutig zu identifizieren. Daneben bleiben noch weitere offene Fragen: Wie ist mit der Erschaffung von Avataren von Toten oder Verbrechen in der Virtual Reality umzugehen?

Michael Madary hat gemeinsam mit Thomas Metzinger einen ersten Code of Conduct für Virtual Reality entworfen, in dem genau diese Fragen thematisiert werden – die Lektüre lohnt sich! Dabei stellen sie auch heraus, dass VR in keinem Fall echten sozialen Kontakt ersetzen kann.

Evolution von agilen Teams

von Mascha Schnellbacher

Wie wird man zu einem agilen Team? Viele, steinige Wege führen zum Ziel, aber eins ist sicher:

Der wichtigste Prozess ist der Prozessabschaffungsprozess. – Urs Enzler

Alles rund ums Microsoft Bot Framework

von Christoph Ebert

Eine der zentralen Ankündigungen der letzten Build-Konferenz war das Microsoft Bot Framework. Es soll die Implementierung von so genannten „Conversational User Interfaces“ erleichtern, beispielsweise in Skype, Facebook Messenger oder Kommunikationstools wie Slack.

Alles sieht derzeit danach aus, als ob man in Zukunft sehr häufig mit intelligenter Software plaudern wird. Insbesondere im Kundenservice wird den sogenannten Chatbots eine rosige Zukunft vorausgesagt.

In seiner Session „Microsoft Bot Framework“ führte Roman Schacherl in die Grundlagen ein und zeigte in Livedemos, wie man Bots selbst erstellen kann und welche Rolle die bereitgestellten Cognitive Services dabei spielen.
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Die wichtigsten Infos im Überblick:

Conversational User Interfaces

  • Sprache ist natürlich
  • Fun-Faktor vs echter Vorteil
  • Gesprochene und geschriebene Sprache
  • Qualität der Erkennung ist entscheidend (Kann die Grammatik eingeschränkt werden?)

Das Microsoft Bot Framework im Überblick

  • Bot Builder SDK
    – ist Open Source auf GitHub, Verion 3, Verfügbar für Node.js und C#
    Features:
    – Standard-Dialoge für Ja/Nein, Strings, Zaheln, Enumerations
    – Standard-Dialoge für LUIS-Integration
    – FormFLow: Erzeugen eines Bots auf Basis einer C#-Klasse
    – Cards
    ==> das, was man baut ist letztendlich ein REST-API, ein Web-API
  • Bot Directory (Store)
  • Bot Connector
    – in wenigen Konfigurationsschritten bringt man seinen Bot auf verschiedenste Kommunikationsplattformen

Cognitive Services

  • 5 Bereiche: Vision, Speech, Language, Knowledge, Search (APIs für alle Bereiche):
    – bspw. Computer Vision API zur Bilderkennung und -analyse, kategorisiert Informationen und prozessiert visuelle Daten

  • LUIS (Language Understanding Intelligent Service)
    – luis.ai: Understand language contextually, so your app communicates with people in the way they speak.

Wir hassen Open Source. Oder doch nicht?

von Mascha Schnellbacher

„Linux ist ein Krebsgeschwür“, sagte Steve Ballmer bekanntlich vor etwa fünfzehn Jahren, und meinte damit nicht nur Linux selbst, sondern auch die Ideen von Open Source, die sich mit Linux in bis dahin unbekannter Weise verbreiteten. Heute lenkt sich Ballmer beim Basketball von diesem historischen Unfug ab, und Open Source hat die Welt erobert.

In seiner Keynote „Wir hassen Open Source. Oder doch nicht?“ spricht Oliver Sturm über Microsofts Wandel hin zu einer Open-Source-Kultur und erklärt, welche Bedeutung das für Entwickler hat.

Mittlerweile sind die gemeinnützigen, gar kommunistisch anmutenden Ideen aus keinem Bereich der Softwareindustrie mehr wegzudenken, und speziell Microsoft macht regelmäßig Schlagzeilen mit drastischen Schritten in diese Richtung. Angefangen hat die ganze Open-Source-Bewegung bereits 1983 mit Richard Stallmans GNU Project, das das Free Software Movement einläutet. „Free“ soll dabei nicht für den Preis stehen, sondern bezieht sich vielmehr auf den Begriff „Freedom“.

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Bis zum offiziellen Begriff Open Source war es ein weiter Weg: Erst 1998 wird er erstmals verwendet und die Open Source Initiative gegründet. Dem gingen nicht nur Bemühungen seitens Stallman voran, sondern auch Linus Torvalds engagierte sich stark für diese Bewegung – wenn auch nicht immer mit gleicher Meinung wie Stallman.

Microsoft und Open Source?

Kaum zu glauben, aber wahr: Auch Microsoft beschäftigte sich bereits 1998 mit der Open-Source-Szene und erkannte das Potenzial dieser Bewegung. Doch dann kam, wie bereits erwähnt, Steven Ballmer, dem Linux und die damit einhergehende Open-Source-Bewegung nicht ganz grün war – und Open Source war erst einmal wieder Geschichte.

Erst 2007 wurden bei Microsoft wieder Anstrengungen unternommen, sich in Open Source zu engagieren; 2011 stellte MS dann dem Samba-Projekt Code zur Verfügung und avancierte zum fünftgrößten Contributor zum Linux-Kernel. Mittlerweile führt der Software-Riese auf GitHub die Rangliste mit rund 2.000 MS-Repositories an. Der Amtsantritt von Satya Nadella hat offensichtlich zu einem enormen Umdenken geführt.

Und wie sieht’s anderswo aus? Bereits 2010 verwendeten 98 Prozent der befragten Firmen Open-Source-Software. Das hat auch Einfluss auf Ihren Alltag als Entwickler, aber in vielen Firmen wird Open Source noch immer missverstanden und missbraucht. Denn viele Unternehmen nutzen zwar das Angebot, tragen aber aktiv nichts bei und behalten Änderungen für sich. Doch wie Oliver Sturm sagt: Mitmachen ist jetzt Pflicht, und das muss auch der Chef einsehen!

Angriff ist die beste Verteidigung

von Mascha Schnellbacher

Um zu überprüfen, ob Softwaresysteme den Anforderungen entsprechen, gibt es verschiedene Testarten. Doch durch die zunehmende Vernetzung (Stichwort IoT) und die Auslagerung von Anwendungen in die Cloud werden vor allem Security-Anforderungen immer wichtiger. Man denke nur an die Sicherheitslücke in Connected Cars aus dem letzten Jahr: Sicherheitsforscher konnten in das Uconnect Infotainment-System eines Jeeps gelangen und darüber die Firmware umschreiben – und das Ganze nicht etwa per direkter Verbindung, sondern wireless von Zuhause aus.

Penetrationstest als Teil des Qualitätsmanagements

Henning Ziegler stellt in seiner Session „Angriff ist die beste Verteidigung“ die steile These auf, dass Entwickler derzeit bei den einfachsten Security-Grundlagen versagen. Woran das liegt? Security liegt schlichtweg nicht im Fokus, viel wichtiger ist das Look & Feel. Ein weiterer Gedanke ist, dass die eigene Website doch viel zu klein und uninteressant sei, um angegriffen zu werden. Falsch! An Security muss direkt von Projektbeginn an gedacht werden!

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Traditionelle Testverfahren laufen hier oft ins Leere. Getreu dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ haben sich für diesen Zweck mit der Zeit Penetrationstests etabliert. In einem Penetrationstest schlüpft der Tester in die Rolle des Angreifers und versucht die Sicherheitsmaßnahmen des zu testenden Softwaresystems zu umgehen und Sicherheitslücken aufzudecken. Für die vorhergehende automatisierte Überprüfung eignet sich beispielsweise eine Kombination aus dem Testing-Tool OWASP, Selenium und BDD.

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Penetrationstests sind eigentlich im Grunde genommen ein gezieltes Test and Error, so Ziegler.

C# 2016: State of the Nation

von Christoph Ebert

Oliver Sturm begann seine „C# 2016: State of the Nation“-Session mit einem kurzen Blick zurück. Ein Blick zurück auf ein ein Feature aus einer älteren C#-Version – und wie es sich entwickelt hat: „dynamic“

„dynamic“ in C# 4.0

  • vielleicht das am wenigsten akzeptierte „große“ Feature, das die Sprache in einem neuen Release jemals spendiert bekommen hat

Das C# 6 Feature Set

  • dadurch, dass bei der neuen Feature-Planung seitens Microsoft viel stärker mit der Community zusammengearbeitet wird, werden zum Teil bereits in Previews verfügbare Features gecancelt und anderer Richtungen eingeschlagen

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Oliver Sturms C# Feature-Favoriten

  • Auto-property assignments
  • Expression body functions (Methode, die auf der Klassenebene erzeugt wird; hat keinen Body, sondern einen sog. ExpressionBody)
  • String interpolation (in anderen Sprachen schon „ewig“ verfügbar, liest sich angenehmer als „string format“ vorher)
  • C# interactive (C# REPL Umgebung, nützliches Tool, von Devs heißgeliebt)

Features öffnen Wege, an denen sich Entwickler in anderen Sprachen schon lange erfreuen;

Was passiert noch … mit Roslyn?

  • initiale Bugs wurden gefixt
  • kommerzielle und Open-Source-Projekte nutzen es als Parser und für Runtime-Code-Generation
  • Best Case: Man bemerkt nicht, dass man es benutzt.

Die Welt da draußen: Plattformen

  • man braucht kein Windows mehr, um für .NET zu entwickeln ==> Mono, aber auch .NET Core
  • man braucht kein Visual Studio mehr, um für C# zu entwickeln

Populäre Patterns

  • Reactive: Rx.NET: wird in vielen Umgebungen genutzt, vor allem in JavaScript; zentralisierte, funktionale und parallele Technik, um mit einem „event-driven“ Informationsfluß umzugehen
  • Aktoren: akka.net

C# 7.0 Features

  • Out parameters
  • Pattern matching
  • Tuples
  • Local functions
  • Literals
  • Ref returns and locals

Für C# 7.0 geplant, aber noch nicht verfügbar

  • generalisierte async return types
  • Expression bodies für getters, setters, ctors und finalizers
  • Throw exceptions

Eindrücke von der Opening Keynote

von Redaktion

Erste Eindrücke von der BASTA! 2016 in der Mainzer Rheingoldhalle
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BASTA! Keynote – die Reise von Visual Studio Code

von Christoph Ebert

Alles begann vor fünf Jahren als Experiment, ob man mit JavaScript, HTML und CSS eine Entwicklungsumgebung im Browser realisieren kann. Heute ist daraus ein erweiterbarer intelligenter Editor geworden, der auf Mac OS X, Linux und Windows läuft: Visual Studio Code.

In seiner Keynote „Happy Coding mit Visual Studio Code – Microsoft, wie hast du dich verändert!“ ging Dirk Bäumer genau auf diese einschneidenden Veränderungen ein, die sich im Microsoft-Universum gerade abspielen. Das wichtigste Stichwort: Open Source!

Mittlerweile hat Microsoft die meisten Open-Source-Entwickler auf GitHub. Auch Visual Studio Code ist seit letztem November ein Open-Source-Projekt. Es hat eine Reise mit einigen Richtungswechseln hinter sich. Inzwischen nutzen beispielsweise die Go-Community, aber auch das Angular 2 Entwicklerteam Visual Studio Code, das zwischen einer herkömmlichen IDE (Visual Studio) und einem (Code-)Editor steht. Mehr zur Eröffnungskeynote und den wichtigsten Etappen der Visual-Studio-Code-Reise gibt es in Kürze auf entwickler.de.

Mobile Trends 2017

von Redaktion

Wie immer hat Markus Bokowsky eine riesige Menge von Trends, Innovationen, Gadgets und Apps in seiner „Mobile Trends 2017„-Session vorgestellt. Wir fassen die spannendsten hier zusammen.

Messenger

  • erleben ihren zweiten Frühling auch wegen Tools wie Slack oder HipChat
  • Allo, der „Neue“ von Google mit Stickern, veränderbaren Fonts/Schriftgrößen, künstlicher Intelligenz in Form von Google Assist (verfolgt die Konversation und macht Vorschläge anhand einer Analyse von Sprachgewohnheiten); solche KIs werden mit der Zeit auch in andere Messenger Einzug halten

Chatbots

  • für Markus Bokowsky ein Schritt zurück, weil mühsam; das Spannende: die künstliche Intelligenz und das Machine Learning dahinter

Smart Home

  • O-Ton Markus Bokowsky: „irgendetwas zwischen zähes Work in Progress und schwerer Enttäuschung“; Industrie noch nicht einig über welchen Hub Smart Homes gesteuert werden; das sollte man Apples HomeKit sein, ist aber nicht richtig in Gang gekommen;
  • Amazon Echo und Alexa: Sprachsteuerung und -erkennung, eine Menge von Apps angebunden; neues Ökosystem durch die Hintertür, das kaum jemand auf der Rechnung hatte;
  • Google Home: das „Amazon Echo“ von Google

Was ist mit Beacons?

  • O-Ton Markus Bokowsky: „manche Use Cases sind sinnvoll, andere weniger“
  • Beispiel Bayerische Staatsbibliothek: Indoor Navigation

Healthcare/Gesundheitssystem

  • „self powered patient“: Patienten kaufen bezahlbare Gadgets, um damit ihre Gesundheit zu überwachen
  • bereits viele Gesundheitsapps auf dem Markt
  • Kardiaband: Armband für die Apple Watch, die ein EKG erstellt
  • IBS: Diabetes-Monitoring über den Schweiß (Messung des Blutzuckerspiegels), inkl. App, zugehöriges Device injiziert selbstständig Insulin
  • XPrize: Entwicklung eines Tricorders á la Star Trek; Projekt AMI VitalsFit

„Crazy Shit“ von Kickstarter, IndieGogo & Co.

  • Scio: Nahinfrarotspektrometer, Elemente auf Molekülebene untersuchen
  • Muse: Meditationsapp mit Bio-Feedback inklusive eines Headbands mit Sensoren

FinTech

  • O-Ton Markus Bokowsky: „ein Trauerspiel“; die Banken schieben die Schuld auf Apple, Apple sagt nichts;
  • boon. (für Android): für alle Terminals bei denen man mit NFC zahlen kann ist das Bezahlen möglich
  • Bezahl-/Überweisungs-Apps: nur wenige überzeugende Lösungen
  • Banken/mobile Banking: N26, O2, fidor
  • Blockchain

Augmented Reality/Virtual Reality

  • neben Virtual Reality wird Augmented Reality dank zahlreicher Hardware-Neuheiten der Trend 2017
  • Pokémon Go: eigentlich location-based service-app, hat halt AR-Anteil
  • Google Project Tango: endlich erstes Industriegerät von Lenovo (Phablet)
  • Google Project Soli: Eingabesteuerung via Nahfeldradar, erste Anwendungen als Demo
  • Magic Leap: VC-gepimptes Startup aus den USA, ähnlich der Microsoft HoloLens
  • Microsoft HoloLens

P.S. Hier ist ein Interview mit Markus, in dem er die Mobile Trends 2017 noch mal aufgreift.

The Day after – nach dem Release ist vor dem Release

von Redaktion

Dass mit dem Launch der eigenen App in einem der App Stores die Arbeit getan sei, ist leider ein Irrglaube, der sich beharrlich bei vielen Mobile-Entwicklern hält.

Die richtige Arbeit, geht der Spaß, geht allerdings nach dem Release erst richtig los.

Nur wer seine App als Produkt und nicht als Projekt versteht, hat auch nachhaltig die Chance auf Erfolg. In seiner Session „The Day after – nach dem Release ist vor dem Release“ demonstrierte Lars Röwekamp, wie man durch Crash Reporting, App Analytics, geschicktes Einbinden der Usercommunity und ein gut durchdachtes Releasemanagement seine App auch nach dem ersten Launch attraktiv und erfolgreich halten kann.

Inbesondere das Testing stellte Lars Röwekamp in den Fokus. Ein paar Beispiele gefällig?

Emulator-Testing

Reines Emulator-Testing ist ein Problem, denn Fehler, die man im Emulator findet, sind lediglich Programmierfehler und deswegen nur ein kleiner Teil der Fehler, die in der Realität auftauchen. Doch Testen ist viel mehr:

  • Alles „Offensichtliche“ plus…
  • Lifecycle Events & Config Changes
  • Datenbank & Filesystem
  • Umwelteinflüsse & Störungen
  • zu unterstützende Device-Konfigurationen
  • zu unterstützende Versionen, Locales, etc.

Stress Tests

  • Testen der App gegen Umwelteinflüsse und „beliebige“ Störungen
  • Simulation „beliebiger“ Störungen
  • Simulation „beliebiger“ Umwelteinflüsse
  • Forciertes „gegen die Wand fahren“

Fazit: Testen ist einfach DEUTLICH mehr als nur durchklicken! Denken Sie sich immer ordentliche Testszenarien aus!

Wir leben in einer One-App-Welt!

von Redaktion

In ihrer MobileTech Conference Session „IoT – der Tod des User Interface?“ sprach Prof. Andrea Krajewski eine interessante Statistik an: „Most people (65%) aren’t downloading apps at all, [….]
We’re now living in a one-app-world; 42% of people spend most of their time on a single app.“

Poeple don’t care about apps

Dabei verbringen US-Amerikaner laut einer aktuellen Comscore-Studie im Juli 2016 mehr Zeit mit oder in Apps als mit allen anderen digitalen Medien zusammen.

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© S&S Media

Der sehr frühe Wurm sucht sein Glück

Satte Rabatte für die MTC / IoTConf

von Tom Wiesseckel

Die mobile Welt steht nicht still – ganz zu schweigen vom aufregenden Kosmos des Internet of Things. Sich auszuruhen, kann man sich kaum leisten – aber zum Glück gibt es das Konferenzpaket bestehend aus der MobileTech Conference und Internet of Things Conference, das vom 12. bis 15. September 2016 in Berlin stattfinden wird. Dort haben alle Interessierten die Möglichkeit, sich mit den vielfältigen Technologien aus beiden Welten zu beschäftigen.

Da trifft es sich gut, dass am Donnerstag dieser Woche – am 23. Juni – der Very Early Bird der beiden Konferenzen endet. Wer sich also schnell für eine Teilnahme für eine der beiden Konferenzen entscheidet, kann nicht nur die parallel stattfindende Konferenz besuchen, sondern spart auch noch bis zu 250 Euro und bekommt für eine Anmeldung für drei Konferenztage ein praktisches Intellibook-Tablet geschenkt! Es lohnt sich also auf alle Fälle, einen Blick zu riskieren.

Einblicke in den Facebook-Newsfeed-Algorithmus

von Christoph Ebert

Dass Algorithmen über die Relevanz und den Erfolg von Online-Content entscheiden, ist nichts neues und wird vielleicht nirgends so deutlich wie beim Newsfeed-Algorithmus von Facebook. Bei den Teilnehmern ein besseres Verständnis für diesen Newsfeed-Algorithmus und seine Einflussfaktoren zu schaffen war das Ziel von Philipp Roth, Gründer von AllFacebook.de, in seiner Session „Wenn ein Algorithmus über die Relevanz und den Erfolg entscheidet – ein Einblick in den Facebook-Newsfeed-Algorithmus“.

Wollen Firmen mit Facebook-Beiträgen Reichweite erzielen, sollten sie wissen: Reichweite gibt es heutzutage praktisch nur noch im mobilen Newsfeed, der Desktop kann im Prinzip ignoriert werden. Die eigentliche Unternehmensseite kann sogar komplett vernachlässigt werden, ihr Reichweitenanteil liegt in der Regel unter einem Prozent.

Im Durchschnitt liegt die organische Reichweite von Posts heutzutage bei um die zwei Prozent. Sprich: Man erreicht mit einem Beitrag ledigliech zwei Prozent seiner Fans. Ausnahmen bestätigen die Regel und diese Ausnahmen werden durch unterschiedlichste Faktoren beeinflusst.

Aber warum gibt es überhaupt den Newsfeed-Algorithmus? Ganz einfach: Ohne ihn sähe der durchschnittliche Newsfeed aus wie ein E-Mail-Posteingang, in dem jeden Tag über 1.000 E-Mails eintrudeln – völlig unattraktiv! Weil Facebook aber unbedingt einen relevanten Newsfeed will, der Nutzer dazu motiviert, wieder zu kommen, gibt es den Newsfeed-Algorithmus.

Wie genau dieser funktioniert, ist natürlich nicht öffentlich. Aber es gibt bekannte Faktoren, die man kennen sollte. Die drei großen sind:

  • Affinity: Der Faktor berücksichtigt unter anderem wie das Verhältnis zwischen Sender und Empfänger ist. Handelt es sich bspw. um gute oder schlechte Freunde (auf Interaktionsebene)? Auf Unternehmen übertragen: Es ist wichtig wie Leute mit der Firma interagieren.
  • Weight: Wie wichtig und wie interaktiv ist der Beitrag? Hier sind insbesondere die ersten Minuten sehr wichtig, die der Beitrag online ist.
  • Decay: Der Zeitpunkt, zu dem der Beitrag veröffentlicht wurde. Facebook möchte möglichst hohe Aktualität.

Wichtig: Interaktionen sind nicht nur Likes, Comments und Shares, sondern Facebook misst auch, ob drauf geklickt wurde oder auch ob der Nutzer beim Scrollen angehalten hat.

Wie Googles Suchergebnisalgorithmen ändert sich auch der Newsfeed-Algorithmus von Facebook regelmäßig. Einige Beispiele: Seit April 2014 analysiert Facebook den Inhalt von Links. Auch einfach nur kopierte virale Inhalte werden als weniger relevant betrachtet. Das Betteln um Likes wird ebenfalls seit Frühjahr 2014 abgestraft. Und seit Juni 2015 wird die Lesedauer mit einberechnet.

Bei allen Optimierungen sollte man sich vor allem folgendes merken:

Scheiss Content bleibt scheiss Content. Tricks sind nicht erlaubt und funktionieren immer seltener.

Session

Stärkere Teams für eine bessere UX

von Stefanie Schäfers

User Experience ist schon lange ein Thema, das nicht nur die Webdesigner, sondern das ganze Projektteam angeht. So sind neben Frontend-Interaktionen etwa auch die Applikationsstruktur und das API-Design wichtige Bestandteile der UX. Dass die UX-Teams aber immer größer werden, wird schnell zum Problem – immerhin muss sichergestellt werden, dass das gesamte Team auf dem gleichen Standard und in Richtung der gleichen Ziele arbeitet.

Nur: was macht man, wenn die Team-Dynamik die User Experience negativ beeinflusst? Der Frage ging Lily Dart in ihrer Session „Building stronger teams for a better UX“ auf der Webinale 2016 nach und zeigte darin nicht nur, welche Qualitäten im UX-Team benötigt werden, sondern auch, wie man sein Team motiviert, auf die gleichen Ziele hinzuarbeiten. Und dabei gilt vor allem eins:

Creating better UX is about building stronger teams and being better colleagues.

Keynote

AMPlifying the Web

von Stefanie Schäfers

Das mobile Web ist tot – naja zumindest fast. Fakt ist, dass das Mobile Web zahlreiche Probleme hat, die erst so richtig deutlich werden, wenn man sich Media-Sites anschaut. Vor allem lange Seitenladezeiten, nicht-responsiver Content und Content-Shifting zählen zu den größten Problemen im Mobile Web – und das begründet sich in der Vergangenheit des Webs.

Fehlte es anfangs noch an Monetarisierungsmöglichkeiten im Web, kam schnell die Zeit der Werbeanzeigen, die unter anderem ein Grund sind, warum die Seitenladezeit von Mobile Websites schnell in die Knie gezwungen wird.

Das Problem an der Sache: Studien zeigen, dass 40 Prozent aller Nutzer Websites verlassen, wenn diese länger als drei Sekunden Ladezeit benötigen. Da stellt sich natürlich die Frage, wie man dieses Problem lösen kann. Aktuelle Lösungsansätze sind zum Beispiel:

  • Werbe-, Analytics-, und Beacon-Blocker
  • Walled-Content-Distribution-Plattformen
  • Custom, native Apps

Keine diese Optionen funktioniert allerdings wirklich gut, es muss also eine andere Lösung her.

Um genau die ging es in der Abendkeynote von Paul Bakaus auf der International PHP Conference und Webinale 2016. Die Rede ist natürlich von AMP – dem Accelerated-Mobile-Pages-Projekt, das Google im vergangenen Jahr erstmals vorgestellt hat. AMP ersetzt unter anderem an passender Stelle einzelne Komponenten mit eigenen Custom-Komponenten und sorgt für eine optimierte Performance, indem etwa kein Custom-JavaScript geladen wird. Die drei Grundpfeiler sind vor allem:

  • Das AMP-HTML-Format
  • Besseres Caching
  • Prerendering, das Usern das Gefühl gibt, dass Seiten unmittelbar geladen werden

Damit bietet AMP sowohl Usern als auch Publishern viele Vorteile und eine wichtige Möglichkeit, das Mobile Web „wiederzubeleben“. Denn, so sagte Bakaus zum Abschluss:

In the right environment even a turtle can be pretty fast.

Session

Lohnt sich Open Source?

von Stefanie Schäfers

Heutzutage sind immer mehr Projekte Open Source verfügbar. Doch was heißt es eigentlich, ein Open-Source-Projekt zu starten? In jedem Fall ist es mehr, als einfach nur ein neues Projekt auf GitHub zu veröffentlichen. Es geht vor allem auch um die Interaktion zwischen dem Projektgründer und der Community sowie die Frage, wie man für eine hohe Codequalität sorgt, auch wenn man kein großes Budget zur Verfügung stehen hat.

Genau mit diesem Thema hat sich Robert Lemke in seiner Session „Is this Open Source thing really worth it?“ auf der Frühjahrsausgabe der International PHP Conference 2016 beschäftigt und dabei auch ein wenig aus dem Nähkästchen zu seinen Erfahrungen mit Neos geplaudert. Vor allem zwei Fragen kamen dabei zur Sprache:

  • Warum sollte man ein Open-Source-Projekt starten?
  • Was gehört zur Verwaltung eines Open-Source-Projekts dazu?

Neben Themen wie Qualitätssicherung, Contribution, Vision und Kultur kamen aber auch die Themen zur Sprache, über die man weniger gern nachdenkt, etwa die Finanzen oder wie man mit Problemen mit Contributors umgehen kann.

Am Ende lautet das Fazit zur Frage, ob sich Open Source wirklich lohnt darum auch:

It is definitely worth it, but it is a lot of work!

 

Code Wars – The Source Awakens

von Christoph Ebert

Richard Gutjahr ist ein gebrochener Mann. Einst war er ein Journalist. Jemand mit Ansehen. Jemand, der zahlreiche Annehmlichkeiten genießen konnte. Doch in einer Welt, in der sich die klassischen Medien langsam auflösen, trauert er den alten Zeiten nach. Denn schließlich pendelt das Ansehen von Journalisten heutzutage zwischen dem von Politikern und Gebrauchtwagenverkäufern. Deshalb bittet Gutjahr um Mitleid.

Nein, das tut er natürlich nicht wirklich. Dieser ironisch-pathetische Auftakt zu seiner Keynote „Code Wars – The Source Awakens“ sollte den Teilnehmern Richard Gutjahrs konkretes Anliegen vor Augen führen: Obwohl die Digitalisierung im Eiltempo und mit Macht unsere Welt auf den Kopf stellt, sieht er Hoffnung am Horizont. Hoffnung in Form von Entwicklern/Codern/Techies.

Schließlich sind die Rockstars unserer Generation die Jack Dorseys, Mark Zuckerbergs, Evan Spiegels oder Elon Musks. Sie haben ganze Industrien revolutioniert und Geschäftsmodelle vaporisiert. Und in dieser auf den Kopf gestellten Wirtschaft, in der die alten Geschäftsmodelle nicht mehr und die neuen noch nicht funktionieren, fordert Gutjahr von Entwicklern und Codern, dass sie uns Ordnung und Orientierung für die Reise durch die digitale Welt geben. Also: Strengt euch bitte an und schreibt den Code für unsere Zukunft!

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© S&S Media

P.S. Der Kollege Tom Wießeckel hat im Anschluss an die Keynote ein Interview mit Richard Gutjahr geführt, das es natürlich in Kürze auf entwickler.de gibt!

P.P.S. Und hier ist das Interview mit Richard Gutjahr!

Session

Das agile Büro

von Stefanie Schäfers

Wie sollte ein agiles Büro idealerweise aussehen? Damit haben sich Dominik Ehrenberg und Sebastian Bauer in ihrer Session „Das agile Büro“ auf der Webinale 2016 beschäftigt und zeigen dabei nicht nur, welche verschiedenen Bürotypen es eigentlich gibt, sondern auch, was man tun kann, um das eigene Büro für das agile Arbeiten zu gestalten.

Zur Sprache kommen dabei vor allem die Vor- und Nachteile von Gruppenbüros. So sollte etwa der Scrum Master möglichst nah bei seinem Team sitzen, und auch der Product Owner kann seinen Platz im Teambüro finden. Allerdings sollte dabei bedacht werden, dass beim Product Owner oft viele Aufgaben anfallen, die den Rest des Teams „stören“ können. Eine Abgrenzung kann in solchen Fäll hilfreich sein.

Auch bei der Anordnung der Schreibtische sollte man bedenken, dass es Unterschiede bei der Konzentrationsfähigkeit und Ablenkungsanfälligkeit der Teammitglieder gibt. In Gruppenbüros ist die Interaktion zwar grundsätzlich höher, allerdings sorgt zu viel Umgebungslärm oft für weniger Produktivität; Rückzugsmöglichkeiten sind darum sehr wichtig. Und apropos Interaktion: durch Kickertische, gemeinsame Aktionen und Lounges kann die Kommunikation und der Austausch zwischen den Teammitgliedern gefördert werden – und so auch für mehr Produktivität sorgen.

Die Möglichkeiten zur Gestaltung des agilen Büros sind fast unendlich – es sollte also für jedes Team eine komfortable Lösung möglich sein.

Wissenswertes

PHP 7 – What Kind of Language is it?

von Tom Wiesseckel

Vor nicht all zu langer Zeit ist PHP 7 erschienen – genauer gesagt Anfang Dezember 2015 – und doch sind einige Fragen noch immer offen; zum Beispiel, wie eine Sprache, die in einer anderen Sprache geschrieben wurde, überhaupt ausgeführt würden kann. Oder wie das mit dem Type System ist; für den es, so Sebastian Bergmann in seiner Session PHP 7 – What Kind of Language is it?, keinen ultimativ richtigen Weg gibt.

So sind es ein paar Punkte, die Sebastian auf dem Weg zur Einordnung von PHP 7 behandelt:

  • Die Ausführung
  • Das Programmierparadigma
  • Das Type System

Von Assembler über Scheme bis hin zu Java – und natürlich PHP – arbeitet sich Sebastian zur Antwort auf die Frage durch, was PHP 7 eigentlich ausmacht. Dabei gibt es immer wieder den einen oder anderen Aha-Moment, der uns das große Ganze vor Augen führt.

Ausführliche Antworten präsentieren wir euch übrigens in Kürze auf unserem YouTube-Kanal. Mal sehen, ob ihr zu allen behandelten Punkten eine Antwort gehabt hättet. Hier in Berlin ist im ersten Slot der International PHP Conference jedenfalls offensichtlich noch nicht genug Koffein geflossen …

Digital Transformation my Ass!

von Christoph Ebert

Was ist Digitale Transformation? Eine Frage, die sich viele Unternehmen stellen. Doch ebenso wichtig wie etwaig anzustoßende Veränderungen ist aber die Frage „Was bleibt gleich?“ Denn wie André Morys in seiner webinaleIPC-Keynote „Digital Transformation my Ass!“ betonte: Bei allen Umwälzungen durch die Digitalisierung ist es gerade im E-Commerce wichtig, nicht die Erkenntnisse zu vernachlässigen, die schon lange gültig und effektiv sind. Denn die wichtigsten Prinzipien des Handels sind seit Jahrhunderten bekannt:

  • instant gratification (sofortige Belohnung für den potenziellen Kunden)
  • convenience (Komfort/Einfachheit des Einkaufsprozesses)
  • commitment (Verbindlichkeit/Commitment)

Und: Big Data ist für Morys nicht die Lösung für alle Probleme, sondern lediglich ein Tool, um Prozesse zu verfeinern. Big Data ist also nicht „das neue Erdöl“, sondern das Wissen über menschliche Denk- und Entscheidungsprozesse!

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