Java Magazin 11.18

Java & Kubernetes

Erhältlich ab: Oktober 2018
Umfang: 100 Seiten
Autoren / Autorinnen:
Olena Bochkor, Marcus Danner, Konstantin Diener, Tam Hanna, André Haucke, Roland Huß, Dr. Heinz Kabutz, Sven Kölpin, Dr. Veikko Krypczyk, Niko Köbler, Karsten Sitterberg, Walery Strauch, Julia Thrandorf, Kevin Wittek

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Magazin

News

Bücher: Fundamentals of Java Programming

Sag Mal…
NIH (not-invented-here) Syndrome
Carina Schipper und Niko Köbler

Java Core

Wer bringt den Müll raus?
Der Shenandoah Garbage Collector
Walery Strauch

String und Substring
Speicherallokation im Laufe der Java-Versionen
Dr. Heinz Kabutz

Enterprise

Kolumne: Enterprise Tales
Wie fit ist der Browser mittlerweile?
Sven Kölpin

Das Beste zweier Welten
Node.js als Auskunfts-Web-Service einer JEEApplikation
Marcus Danner

Titelthema

Java im Zeitalter von Kubernetes
Anwendungen in Container packen und auf Kubernetes betreiben
Dr. Roland Huß

Von Null auf Kubernetes
Schmerzfrei Java-Applikationen auf Kubernetes betreiben
Dr. Roland Huß

Containerschiff auf Testfahrt
Integration-Tests mit Docker und Testcontainers
Kevin Wittek

Android

Von der Idee bis zum Store
Teil 3: Die Businesslogik für Android-Apps entwerfen
Olena Bochkor und Dr. Veikko Krypczyk

DevOps

Kolumne: DevOps Stories
Mal ganz im Vertrauen: 1on1s als Retrospektiven im Kleinen
Konstantin Diener

Web

Brücken von Modul zu Modul bauen
Architektur mit Angular Elements
Karsten Sitterberg

Data

Wahrheit oder Pflicht
Datenkonsistenz bei NoSQL-Datenbank-Clustern
Julia Thrandorf und André Haucke

 

Don’t be evil – oder doch ein bisschen?

Vor Kurzem hat Google seinen zwanzigsten Geburtstag gefeiert. „Don’t be evil“ lautete lange der Leitspruch des Internetunternehmens mit dem kindlichen Logo, und ich muss gestehen, dass ich ihn immer etwas rätselhaft fand. Denn anders als viele Medien berichten (etwa der Deutschlandfunk), ist Google keinesfalls angetreten, „um die Welt zu verbessern“.  Die Gründer hatten sich einfach nur vorgenommen, auf eine andere Weise die Weltherrschaft anzutreten.

Mit Google trat Ende der 1990er ein Unternehmen völlig neuen Typs auf den Plan. In einer Zeit, in der zum Beispiel Yahoo! sein Geschäft darauf ausrichtete, die viel besuchte Website mit Werbe-Bullshit vollzupflastern, entschied sich Google für eine schlichte weiße Fläche mit nur einem Texteingabefeld für die Suche. Anders als die Monopolisten alter Schule hatte Google verstanden, wie das Web tickt und auf welche Weise sich die Menschen darin bewegen wollen: Fokus statt Ablenkung.

Ein Old-School-Monopolist wie Microsoft konnte damals sinngemäß sagen: „Nimm meinen Browser, denn ich habe dafür gesorgt, dass die Alternativen unkomfortabel, unauffindbar und kompliziert für dich sind“. Der Monopolist neuer Schule sagte: „Nimm meinen Browser, denn ich habe irrsinnig viel Forschung investiert, um ihn schneller und standardkonformer als die Konkurrenz zu machen“.

Google hat uns nicht gezwungen, seine Produkte zu benutzen, es hat uns geradezu süchtig danach gemacht, seine Angebote in unseren Alltag zu integrieren. Insofern ist Google das Unternehmen des Internetzeitalters, etwa so wie Henry Ford einst Fertigungsverfahren und Geschäftsmodell für 100 Jahre Automobilindustrie vorlegte.

Und hat da jemand „Android“ gesagt? Richtig, heute streitet sich Google (oder besser: der Alphabet-Konzern) mit den EU-Kartellbehörden über das gleiche Thema, wie vor fast zwei Jahrzehnten Microsoft: Durch ein omnipräsentes Betriebssystem (im Falle Microsofts war es Windows, im Falle Alphabets ist es Android) nutz(t)en die Monopolisten damals wie heute ihre gewaltige Vormachtstellung aus, um alternative Angebote aus dem Markt zu drängen. In beiden Fällen wurden und werden noch hohe Strafen und schmerzhafte Auflagen verhängt.

So zeigt sich, dass sich im Gewand eines „New-School-Monopolisten“ immer auch ein bisschen „Old School“ verbirgt.

Dennoch: Happy Birthday, Google!

Sebastian Meyen | Chefredakteur
Twitter: @JavaMagazin

PS: Der Leitspruch wurde übrigens Anfang des Jahres aus dem Verhaltenskodex des Unternehmens gestrichen.

PPS: Über Googles Umgang mit seinen Nutzerdaten reden wir gewiss noch mal bei anderer Gelegenheit.


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