Java Magazin 7.12
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Big Data in der Praxis

Erhältlich ab: Juni 2012
Umfang: 116 Seiten Seiten
Autoren / Autorinnen:
Pavlo Baron, Birgitta Böckeler, Konstantin Diener, Bernd Fondermann, , Kay Glahn, Christian Grobmeier, Tam Hanna, Andreas Hartmann, Peter Hruschka, Stefan Igel, Mirko Kämpf, Andrew Kenworthy, Christian Köberl, Klaus Kreft, Angelika Langer, Christian Meder, Michael Müller, Valentino Pola, Lars Röwekamp, Dirk Schmid, Kai Spichale, Gernot Starke, Matthias Weßendorf, Matthias Zimmermann

Magazin

News

Bücher: Hadoop

Bücher: Pro Java 7 NIO.2

Kolumne: Die flinke Feder
Verteiltes Rechnen à la carte
von Bernd Fondermann

Java Core

Effective Java: Speed Dating
Thread-Synchronisation mithilfe des Phasers
von Klaus Kreft und Angelika Langer

Titelthema

Hadoop im Unternehmenseinsatz
Gelber Elefant in freier Wildbahn
von Dirk Schmid und Stefan Igel

Tarnen und Täuschen
riak_mongo versteckt Riak hinter der Mongo-Fassade
von Pavlo Baron

Datameer: Smart Processing for Big Data
Flexibel und vielfältig wie SpreadSheet, skalierbar dank Apache Hadoop
von Mirko Kämpf

Big Data und die Suche
Auf der Suche nach dem heiligen Gral
von Andrew Kenworthy und Christian Meder

NoSQL mit MongoDB
Für mehr Halt und Volumen
von Andreas Hartmann

Mobile

Hurra! Hurra! Cocoon ist wieder da!
Apache Cocoon 3 und Friends
von Christian Grobmeier

„Cocoon-Anwendung zusammenbauen, wie man möchte.“
Interview mit Simone Tripodi über Cocoon

Kolumne: Mobile Welten
J2ME: Wider den Abgesang
von Tam Hanna

Tutorial

Geschäftsanwendungen mit Scout
Personendatenverwaltung leicht gemacht
von Matthias Zimmermann

Architektur

Kolumne: Knigge für Softwarearchitekten
Die Kommunikatorin
von Peter Hruschka und Gernot Starke

Aus sicherer Quelle
Dokumentation mit DocBook und Maven
von Nico Alpert und Bjarne Jansen

Web

Tapestry BeanEditor und Grid
CRUD einfach gemacht
von Christian Köberl

Tools

Flüssiger Baukasten
Erweiterbare Fluent Interface DSLs mit Java entwickeln
von Konstantin Diener und Valentino Pola

Wird Spring Roo erwachsen?
Eine Historie mit Ausblick – Neue Features seit Version 1.2
von Birgitta Böckeler

Enterprise

Kolumne: EnterpriseTales
Schnell, schneller, JUEL
von Lars Röwekamp und Matthias Weßendorf

Schuldig wegen neun Zeilen Code?

Es hört sich wie ein Witz an: Die Jury im Patentprozess zwischen Oracle und Google ist Anfang Mai zu dem Ergebnis gekommen, dass es da neun Zeilen Code in Android gebe, die das Kriterium der Patentverletzung erfüllen. Neun Zeilen? Ach ja, so ganz sicher waren sich die Juroren dabei dann doch nicht, ist ja auch schwer zu beurteilen bei einer so großen Codebasis. Und von Richter William Alsup wird kolportiert, dass er angesichts der Forderung Oracles, daraus einen Streitwert von einer Milliarde Dollar zu machen, mit Kopfschütteln reagiert habe (das amerikanische Recht sieht für solche Urheberrechtsverletzungen eine Strafzahlung von maximal 150 000 Dollar vor, heißt es übereinstimmend in mehreren Medien).

Kurios genug, dass sich Richter Alsup mittlerweile selbst in die Java-Programmierung eingearbeitet hat, um mit eigenen Sinnen zu erfahren, dass das Schreiben einer Methode wie der fraglichen RangeCheck nahezu trivial ist. Kann man da von einer Urheberrechtsverletzung sprechen?

Wir sind allerdings keine Juristen und haben auch nicht die Absicht, auf Stammtischniveau für die eine oder andere Seite Partei zu ergreifen; doch lassen Sie mich einige allgemeine Dinge zum Thema Softwarepatente sagen.

Softwarepatente, wie sie in den USA existieren (und in Europa gottlob noch nicht), entstammen einem längst vergangenen Zeitalter. Gemacht dafür, Industriegüter, in denen komplexe Forschung und aufwändige Fertigungsmethoden stecken, gegen einfaches Nachahmen zu schützen, greifen die uralten Regelungen im Bereich der Software nicht mehr.

Das Problem: Softwarepatente sind grundsätzlich unscharf formuliert, und die Grenzlinie zwischen genialer Erfindung und banalem Funktionsaufruf ist mitunter schwer zu ziehen. Diese Unschärfe bringt es mit sich, dass insbesondere in den USA derjenige die Oberhand behält, der die besseren, sprich: teureren Anwälte mobilisieren kann. Da wird der Markt für kleinere Unternehmen und insbesondere für Start-ups zum wahren Minenfeld! Ursprünglich entwickelt, um Erfindergeist zu schützen und dem Markt einen kontinuierlichen Fluss an Innovationen zukommen zu lassen, dienen die Softwarepatente heute dazu, Innovation zu verhindern!

Das Patentrecht hat sich im Bereich der Software selbst pervertiert.

Schlimmer noch, für die Großen der Branche ist der Einsatz von Patenten eine alltägliche Waffe im Kampf um Marktanteile geworden. Es sieht so aus, als steuerten wir auf eine Periode zu, in der nicht die bessere Technologie oder das innovativere Produkt über den Erfolg entscheiden, sondern erstrangig die Frage, wer das größere Portfolio an Patenten besitzt, die gegen den Gegner in Stellung gebracht werden können.

Wer allerdings erwartet, dass ein rechtlich sauberes Softwareprodukt zu hundert Prozent von dessen Urheber selbst geschrieben sei, unterliegt aber einem fatalen Irrtum und offenbart eine krasse Unkenntnis darüber, wie Softwareentwicklung – ja, Innovation im Allgemeinen – heute funktioniert. Wir müssen Software heute im Sinne von Bausteinen denken: der eine schreibt den Code, der nächste entwickelt ihn weiter, und ein Dritter macht etwas völlig anderes daraus. So entstehen immer höhere Ebenen der Innovation. Diesen Prozess zu fördern, ist der Segen der Open-Source-Lizenz, die aber offenbar mit einem völlig überkommenen Patentrecht in Konkurrenz steht.

In  Zeiten der hoch emotionalisierten Debatte um das Urheberrecht (auch in Deutschland) möchte ich dabei bemerken, dass dies keineswegs ein Plädoyer für eine Freibierkultur sein soll. Als Redakteur und Verleger bin ich selbst daran interessiert, dass ein Urheberrecht die Grundlagen unseres Geschäfts schützt. Dies gilt für Verlage wie für Softwareproduzenten und vermutlich für eine ganze Reihe weiterer Branchen.

Eine Anpassung des Urheberrechts ans digitale Zeitalter ist dringend notwendig – weltweit, wie der Fall der neun Codezeilen gerade gezeigt hat.

In diesem Sinne: Viel Spaß bei der Lektüre der vorliegenden Ausgabe.

Sebastian Meyen, Chefredakteur Java Magazin
Twitter: @smeyen
Google+: gplus.to/JavaMagazin

JAX TV

JAX 2012: NoSQL Smackdown 2012
von Tim Berglund
Come take a whirlwind tour of the leading NoSQL solutions of 2012, learning the very different ways they represent data and seeing their unique strengths and weaknesses in different applications. Along the way, we’ll learn why new technologies must be introduced to address today’s scaling challenges, and what trade-offs we’ll have to make if we grow beyond the received solutions of today.

Mehr JAX TV finden Sie auch online unter http://vimeo.com/jaxtv

Tools

MongoDB 2.0.5
MongoDB ist eine skalierbare, leistungsfähige und dokumentenorientierte NoSQL-Datenbank. Die Dokumente werden dabei als Binary JSON abgelegt. Binary JSON (BSON) unterstützt im Gegensatz zu JSON nicht nur Datentypen wie z. B. string, integer und boolean, sondern u. a. auch date, object id und binary. MongoDB selbst ist in C++ geschrieben und für OS X, Windows, Solaris und Linux unter der AGPL-Lizenz verfügbar. Das Paket beinhaltet MongoDB-Datenbankserver, MongoDB Shell, Backup-und Restore-Tools, Import- und Export-Tools sowie das GridFS-Tool. Neben zahlreichen Bugfixes bietet die neue Version auch einige neue Features.

Apache Cocoon 2.2
Apache Cocoon ist ein Spring-basiertes XML-Publishing-Framework. Dieses Framework wurde entwickelt, um Daten in XML-Form zu speichern und mittels XSL formatiert auszugeben. Cocoon besteht im Prinzip aus einer Reihe von Komponenten, die Daten transformieren bis sie den gewünschten Endzustand erreicht haben. Diese Komponenten werden in einer Pipeline miteinander verbunden.

Apache Solr 3.6.0
Apache Solr ist eine Enterprise-Suchmaschine, die auf dem Lucene-Projekt aufsetzt. Solr beinhaltet Leistungsverbesserungen in Indexierung, stark verbesserte Datenbankintegration über die DataImportHandler, schnelle Dokumentenverarbeitung (Word, PDF, HTML) mit Apache Tika, dynamische Suchergebnisse über Clustering-Carrot2, viele leistungsstarke Abfrageerweiterungen und viele andere Plug-ins. Neben zahlreichen Bugfixes bietet die aktuelle Version phonetische Encoder wie Metaphone, Soundex, Caverphone und Beider-Morse. Der TypeTokenFilter filtert Tokens auf der Basis ihrer TypeAttribute. Außerdem gibt es vollen Support für Java 7.

JUEL 2.2.4
JUEL ist eine freie Implementierung der Java Unified Expression Language (EL), spezifiziert als Teil des JSP-2.1-Standards (JSR-245), die in JEE5 eingeführt wurde. Darüber hinaus implementiert JUEL 2.2 die JSP-Spezifikation 2.2 Maintenance-Release für die vollständige JEE6-Kompatibilität.

ElasticSearch 0.19.3
ElasticSearch ist eine RESTful-Suchmaschine für die Cloud. Die Basis von ElasticSearch ist die Open-Source-Suchmaschine Apache Lucene. Als Build-System setzt ElasticSearch auf Grandle auf, und die Indexierung wird mit JSON über HTTP durchgeführt. Über Module kann ElasticSearch erweitert werden.

Oozie 3.1.3
Oozie ist ein serverbasierter Workflow/Coordination Service zum Bearbeiten von Datenverarbeitungsaufgaben mit Apache Hadoop. Oozie enthält ein auf XML basierendes, deklaratives Framework sowie Funktionen zur Überwachung, für automatische Wiederholungen und Fehlerhandhabung bei Arbeitsabläufen. Unterstützt werden Prozesse wie Hadoop Map-Reduce, Streaming oder HDFS-Abläufe.

Askaban
Askaban ist ein einfacher Batch-Scheduler für den Betrieb von Hadoop-Jobs oder andere Offlineprozesse.


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