Java Magazin 7.15

Web Components

Erhältlich ab: Juni 2015
Umfang: 116 Seiten
Autoren / Autorinnen:
Joachim Arrasz, Tobias Bayer, David Broßeit, Dirk Dorsch, Anton Epple, Thilo Frotscher, Stefan Glase, Tam Hanna, Patrick Hillert, Thorben Janssen, Sven Kölpin, Arne Limburg, Manuel Mauky, Christian Meder, Christian Mennerich, Achim Müller, Michael Müller, Michael Schäfer, Daniel Takai, Anatole Tresch, Peter Roßbach, Lars Röwekamp, Marc Teufel, Karsten Voigt

9,80 

Heft bestellen

95,00 134,80 

Abonnement Typ
Auswahl zurücksetzen

Magazin

Bücher
Basiswissen für Softwarearchitekten

Bücher
Vorgehensmuster für Softwarearchitektur

Die JAX 2015
Klassentreffen der „Generation Java“
Moritz Hoffmann, Hartmut Schlosser, Kypriani Sinaris und Marc Teufel

And the Winner is …
Herzlichen Glückwunsch: Das sind die Gewinner der JAX Innovation Awards 2015
Hartmut Schlosser und Coman Hamilton

Brian Goetz empfängt zweiten JAX Innovation Award
Interview zum Gewinn des JAX Innovation Awards 2015

Grails 3.0
Frühjahrsputz beim Web Application Framework Grails
Stefan Glase

User Interface

Einfach und effizient
Reactive Programming mit JavaFX
Manuel Mauky

Das Überall-Java
Write once, run anywhere mit DukeScript
Anton Epple

Enterprise

Kolumne: EnterpriseTales
Version 2.0 der CDI Specification auch in Java SE nutzbar
Lars Röwekamp und Arne Limburg

Von Atlanta bis Zürich
Projektionen in modernen Enterprise-Anwendungen
Michael Schäfer und Achim Müller

Ein Chaos vermeiden
Integration von JavaScript
Sven Kölpin

Titelthema

Von Kompositionen und Arrangements
Erstellung und Veröffentlichung einer eigenen Webkomponente
Patrick Hillert

Polymer 0.8: Das Experiment ist vorüber
Fast Forward to Productivity
Patrick Hillert und Christian Meder

Web Components – Softwaredesign fürs Frontend
Design Patterns für HTML
Dirk Dorsch

Agile

Bestehende Konfigurationslösungen in Java
Viele verschiedene Lösungen, aber kein Standard
Anatole Tresch und Thorben Janssen

DevOps

Kolumne: Docker rockt Java
Apache Tomcat meets Docker: Webanwendungen als Docker-Images herstellen
Peter Rossbach

Web

Qualität von Websites fassbar machen

Teil 1: Qualitätsmerkmale von Websystemen
Daniel Takai

Data

Eine kleine Reise durch NoSQL
Teil 3: NewSQL und Ausblick
Christian Mennerich und Joachim Arrasz

Kunden im Cluster
Finden von Ähnlichkeitsstrukturen in Kundenprofilen (Teil 2)
Karsten Voigt und David Broßeit

Android360

Karten aus Altpapier
Googles Widgets CardView und RecyclerView
Tam Hanna

Test me – if you can!
Unit Tests mit Android Studio
Lars Röwekamp und Arne Limburg

Infrastructure is becoming cool (again)

Zurück von der JAX, zu der wir Mitte April wieder 2 000 Gäste begrüßen durften, sind wir noch immer dabei, all die Eindrücke zu verarbeiten und unsere Lehren zu ziehen (während wir natürlich schon wieder unsere nächste Konferenz vorbereiten: die W-JAX). Besonders beeindruckt hat uns im Redaktionsteam der große Anklang, den die vielen Vorträge zum Thema „Infrastruktur“ fanden; schon erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Konferenz vor Jahren rein auf das Thema Softwareentwicklung ausgerichtet war …

Moderne Infrastruktur – stets mit dem Gedanken einer radikalen Automatisierung möglichst vieler Abläufe einhergehend – ist heute ohne Zweifel einer der wichtigsten Schlüssel für eine schlagkräftige IT. Dass für solch eine Infrastrukturmodernisierung Softwareentwicklung und -betrieb Hand in Hand arbeiten sollten, versteht sich (fast) von selbst. Unter dem Stichwort „DevOps“ wird dies auch schon lange thematisiert, aber noch immer zu sehr unter den Aspekten „Konfigurationsautomatisierung“ und „Redet doch mal miteinander“.

Die Konfigurationsautomatisierung, typischerweise mit Werkzeugen wie Chef oder Puppet umgesetzt, fokussiert noch sehr auf der Automatisierung „klassischer“ Konfigurationen, was gewiss kein schlechter Ansatz ist, aber möglicherweise zu wenig in die Zukunft der IT weist. Es scheint vielmehr so, dass moderne Infrastrukturautomatisierung nicht ohne die Cloud als Ablaufumgebung gedacht werden kann, und dass auf jeden Fall Konzepte wie Microservices oder Container (typischerweise Docker) eine zentrale Rolle spielen sollten.

Beim Ansatz „Redet doch mal miteinander“ wird DevOps insofern zu kurz gedacht, als dass immer nur die „herkömmlichen“ Operations-Leute und die „herkömmlichen“ Entwickler im Fokus stehen. Es zeichnet sich aber ab, dass sich beide Rollen schon bald stark verändern müssen und ein Blick aufs „Große Ganze“ für alle Akteure immer wichtiger wird!

Man könnte sagen, dass klassische Java-Experten einerseits auf diese Entwicklung gut vorbereitet sind, da sie stärker als die meisten anderen Entwickler geschult in architektureller Denkweise sind. Andererseits aber muss man feststellen, dass die klassische Java-Schule über Jahre dahin tendierte, möglichst viele Infrastrukturaspekte (Hardware, Betriebssysteme, Datenspeicher) vor dem Entwickler zu verbergen, in dem Glauben, dass dieser sich dann besser auf die Ausgestaltung der Geschäftslogik konzentrieren könne. Insofern könnte DevOps eine große Umstellung für Menschen darstellen, die schon viele Jahre im Java-Umfeld erfolgreich tätig sind.

Jedenfalls ist es gut, dass sich die Java-Gemeinde aufmacht und über den größeren Infrastrukturkontext nachdenkt, der übrigens zu immer größeren Teilen in Software realisiert wird (Router, Load Balancer zum Beispiel müssen heute nicht mehr Hardware sein) Wir werden euch auf diesem Weg unterstützen und über interessante Technologien und spannende Entwicklungen informieren.

In diesem Sinne: viel Spaß bei der Lektüre des neuen Java Magazins!

Sebastian Meyen, Chefredakteur


Weitere Ausgaben

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -