Java Magazin 7.19

Lucene, Solr, Elasticsearch

Erhältlich ab: Juni 2019
Umfang: 100 Seiten
Autoren / Autorinnen:
Olena Bochkor, Thomas Buß, Konstantin Diener, Tam Hanna, Herbert Höbarth, Dr. Peter Hruschka, Dr. Mehrdad Jalali-Sohi, Dr. Veikko Krypczyk, Arne Limburg, René Preißel, Uwe Schindler, Michael Simons, Dr. Gernot Starke, Peter Verhas, Kevin Wittek

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Magazin

Bücher: Learning Java with Games

Java Core

Warum Werttypen wichtig sind
Der neue ValueType in Java
Peter Verhas

Koroutinen in Kotlin: Parallelität
Teil 2: Asynchrone Kommunikation mit Channels und Co.
René Preißel

Enterprise

Eine Alternative zu Spring?
Cloud-native Java mit Micronaut
Thomas Buß

Kolumne: EnterpriseTales
Reaktiv bis zur Datenbank
Arne Limburg

Titelthema

Wie funktioniert eine Volltextsuchmaschine?
Grundfunktionen der apache-Lucene-Bibliothek
Uwe Schindler

Enterprise-Suche in der Praxis
Apache Soir und Elasticsearch
Uwe Schindler

Architektur

Kolumne: Req4Arcs
Gute Beispiele statt schlechter Abstraktionen
Dr. Peter Hruschka und Dr. gernot Starke

Schnittstellen fürs Business
Teil 3: API-Protokolle und -Technologien
Dr. Mehrdad Jalali-Sohi

DevOps

Attack of the Java Mutants
Mutation Testing mit PIT
Kevin Wittek

Kolumne: DevOps Stories
Wenn einer eine (DevOps-)Reise tut…
Konstantin Diener

Mobile

Firebase – die Power aus dem Hintergrund
Teil 1: BaaS- und Firebase-Funktionen im Überblick
Dr. Veikko Krypczyk und Olena Bochkor

Tutorial

Farin, Rod und die Rainbirds…
Teil 1: Anwendungsentwicklung auf Basis von Neo4j im Spring-Ökosystem
Michael Simons

Wir können auch mit Java Cloud-Natives sein!

Gerade ist mit der JAX 2019 eine rauschende Konferenzwoche zu Ende gegangen. Welche Eindrücke sind geblieben?

Nach wie vor steht auf der JAX die Java-Plattform im Zentrum. Doch ist der Kontext, in dem sich Java heute befindet, ein ganz anderer als noch vor zehn Jahren. Themen wie die Cloud, Microservices, Continuous Delivery und Container drängen in den Vordergrund und sind dabei, die gesamte IT zu verändern. Das Dilemma: Während neue Technologien speziell für diesen Kontext entwickelt werden – Stichwort „Cloud-native“ –, müssen sich traditionelle Technologien anpassen. So auch Java.

Nun galten im Java-Universum jahrelang Werte wie Langlebigkeit, Abwärtskompatibilität, Standardisierung, Plattformunabhängigkeit („Write once, run anywhere“) als wichtig , daraufhin wurden zahlreiche Frameworks, Tools und Sprachkomponenten optimiert. Im Cloudparadigma sind nun plötzlich andere Dinge gefragt: schnelle Start-up-Zeiten, geringer Speicherverbrauch, verteilte und resiliente Strukturen. Deshalb ist Sebastian Meyens Frage im Eröffnungspanel der JAX durchaus berechtigt: „Ist Java angesichts der neuen Herausforderungen überhaupt zukunftsfähig?“

Eberhard Wolff beantwortete diese Frage mit einer charakteristischen Eigenschaft der Java-Community: Ihrer ungebrochenen Innovationskraft. Java wird momentan aktiv an das Cloud-native-Modell herangeführt. So verabschiedet man sich derzeit etwa mit der GraalVM von der Bytecode-JIT-Kompilierung und ermöglicht Native Binaries, die ohne installiertes JRE auskommen. Damit wird der Laufzeitoverhead umgangen, der Java beispielsweise gegenüber Sprachen wie Go ins Hintertreffen geraten lässt. Lars Röwekamp führte neue (Micro-)Frameworks wie Quarkus oder Micronaut (siehe Seite 34 dieser Ausgabe) ins Feld, die speziell auf die Anforderungen von Microservices eingehen. Röwekamps Fazit lautete hier: „Wir müssen unser Wissen, das wir in den letzten Jahren aufgebaut haben, nicht wegschmeißen.“ Wir können also auch mit Java Cloud-Natives sein!

Jakarta EE – Big Bang?

Ganz frisch klang allen JAX-Besuchern die Hiobsbotschaft in den Ohren, Oracle werde den Namensraum javax nicht für Jakarta EE freigeben. Die Eclipse Foundation steht damit vor der Aufgabe, beliebte Projekte wie EJB, JPA und JAX-RS anzupassen, um nicht mehr die Namenskonventionen von Java EE abzubilden. Jakarta EE startet damit mit einem Breaking Change. Was für manche ein Problem darstellt, da alte Java-EE-Anwendungen refaktorisiert werden müssen, ist für andere eine Gelegenheit, um Konsistenz herzustellen. „Die Java-Community kann sich einen Breaking Change in zwanzig Jahren schon mal leisten“, kommentierte so auch Java-Urgestein Adam Bien.

Wie es hier weiter geht, entscheiden Sie mit: Soll in einem großen „Big Bang“ der gesamte javax-Namensraum auf jakarta umgestellt werden? Oder sollen die Änderungen inkrementell über einen längeren Zeitraum vollzogen werden, immer dann, wenn es von den einzelnen Projekt-Maintainern als sinnvoll erachtet wird? Die Communitydiskussionen laufen bis zum 9. Juni.

Neben diesen dramatischen Auftritten hatte die JAX aber natürlich auch ganz bodenständige Java-Kost zu bieten. Dazu gehörten das Suchprojekt Apache Lucene und dessen Abkömmlinge Solr und Elasticsearch. Seit 1999 verrichtet Lucene als Volltextsuchbibliothek die Arbeit hinter zahlreichen Suchprojekten, etwa bei Apple, Adobe, Disney, Netflix und whitehouse.gov. Was technologisch dahinter steckt, und wohin die Reise geht, erzählt uns Uwe Schindler im Titelthema dieser Ausgabe des Java Magazins.

Viel Spaß beim Schmökern,
Hartmut Schlosser


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