Java Magazin 9.12
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Platform as a Service

Erhältlich ab: August 2012
Umfang: 116 Seiten Seiten
Autoren / Autorinnen:
Niklas Bulitta, Philipp Burgmer, Arkadius Czarni, Bernd Fondermann, Kay Glahn, Christian Grobmeier, Tam Hanna, Johannes Hohenbichler, Peter Hruschka, Thorsten Kamann, Stavros Kamarianakis, Christian Köberl, Klaus Kreft, Angelika Langer, Patrick Lehmann, Klaus-Peter Lisson, Christian Müller, Michael Müller, Lars Röwekamp, Gernot Starke, Wolfgang Weigend, Matthias Weßendorf, Dirk Wieczorek, Eberhard Wolff, Matthias Zimmermann

Magazin

News

Bücher: REST in Practice

Kolumne: Die flinke Feder
Relevante Projekte im Kontext, Teil 2
von Bernd Fondermann

Java Core

Memory Leaks
Garbage Collection und Memory Management
von Angelika Langer und Klaus Kreft

Titelthema

Java in der Cloud
Platform as a Service
von Eberhard Wolff

Die Heroku PaaS Cloud
PaaS-Pionier – auch für Java
von Eberhard Wolff

Enterprise

Systemintegration mit Apache Camel
Mit großen Kamelschritten voran
von Christian Müller

Kolumne: EnterpriseTales
Polyglott mit Vert.x: Eine JVM-Alternative zu Node.js
von Lars Röwekamp und Matthias Weßendorf

Das Dutzend ist voll
WebLogic Server verwendet die Basis 12
von Klaus-Peter Lisson und Wolfgang Weigend

Mobile

Kolumne: Mobile Welten
Nexus mit Jelly Bean
von Kay Glahn

Web

Lang lebe Comet …
HTTP-Client-/Server-Eventkommunikation im Enterprise-Umfeld mit Comet
von Stavros Kamarianakis

3-D-Welten erschaffen
Teil 1: WebGL via GWT für Browseranwendungen nutzbar machen
von Dirk Wieczorek

Tapestry als Integrationsplattform
Integration mit Spring, Hibernate, JPA und anderen
von Christian Köberl

ROXX Mobile
Flex Mobile und Single Sourcings
von Johannes Hohenbichler und Philipp Burgmer

Tutorial

Mit LinkedIn auf Tuchfühlung
Einbindung externer Bibliotheken mit Eclipse Scout
von Matthias Zimmermann

Architektur

Die Lehre der Passivität
Event-driven Design als architekturaler Denkansatz
von Tam Hanna

Kolumne: Knigge für Softwarearchitekten
Entwurf von Softwarearchitekturen (Teil 2)
von Peter Hruschka und Gernot Starke

Tools

Apache log4j 2.0
Das Comeback des Jahres: Mit Version 2 soll alles besser werden
von Christian Grobmeier

Jede Software hat eine Architektur!
Softwarequalität: Architekturmodelle und Metriken mit Sonargraph
von Niklas Bulitta, Arkadius Czarni, Patrick Lehmann und Thorsten Kamann

Cloud: Was wird übrig bleiben?

In dieser Ausgabe des Java Magazins beschäftigen wir uns mit den Wolken. Das hat jetzt weniger mit dem verregneten Juli zu tun als vielmehr mit der Tatsache, dass nun ernsthafte Cloud-Technologien in großer Zahl am Java-Markt zu finden sind.

Offen gestanden, ich mag den Ausdruck Cloud Computing gar nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich immer an den SOA-Hype vor einigen Jahren erinnert fühle. Ein Hype, der uns versprochen hatte, dass sich alles verändern würde, der aber für Entwickler nur sehr vage Aussagen bereithielt.

Und wer redet heute noch von SOA? Gewiss gibt es einige Prinzipien, wie die konsequente Ausrichtung auf das Web als Plattform, auf das Bereitstellen von Diensten und Ressourcen, die geblieben sind und uns alles in allem weiter gebracht haben. Aber wer baut heute schon universale Registries für seine Services? Und braucht wirklich jedes Projekt einen ESB?

Wie wäre es also, wenn wir uns vorstellten, wir befänden uns bereits in der Zeit nach dem Cloud-Hype? Mit anderen Worten: Was wird eigentlich übrig bleiben, wenn die große Cloud-Party abgefeiert ist?

Zunächst einmal sollten wir klären, was wir überhaupt meinen, wenn wir Cloud sagen. Es werden nämlich in der populären Presse, aber auch in Diskussionen unter Fachleuten, immer wieder ziemlich viele Dinge durcheinander geworfen. Die Cloud, die wir von Dropbox, Apple iCloud oder Microsofts SkyDrive her kennen, hat überhaupt nichts mit der Cloud zu tun, wie sie z. B. von Amazon im Sinne der Elastic Cloud betrieben wird. Und Dienste wie salesforce.com, Google Mail oder Evernote sind wiederum etwas ganz anderes, werden aber landläufig ebenso als Cloud bezeichnet (ich habe mir erzählen lassen, dass eine britische Bank sogar Werbung damit macht, sie biete ihren Kunden echtes „Cloud-Banking“).

Die für Entwickler wichtigste Inkarnation des Konzepts „Cloud“ stellt gewiss PaaS – Platform as a Service – dar. Bei PaaS denken viele zuerst an die Google App Engine (GAE) – die PaaS für Java-Webanwendungen, die mit einem rigiden Architekturdiktat einhergeht. Während GAE in manchen Fällen gewiss ein sinnvolles Konzept ist, unterscheiden sich die meisten übrigen PaaS-Angebote für Java doch beträchtlich. Sie sind weit weniger restriktiv und stellen vielmehr eine Art zusätzlicher Service-Layer für die klassischen Java Server dar.

In unserem Titelthema (ab Seite 20), das übrigens eine ganze Artikelserie zu den unterschiedlichen PaaS-Angeboten für Java einleitet, stellt Eberhard Wolff die Prinzipien von PaaS dar und arbeitet die große Bedeutung heraus, die dieses Konzept in den nächsten Jahren für die Softwareentwicklung haben wird.

Wie auch immer Sie, Ihr Unternehmen oder Ihre Kunden über die Cloud urteilen – denken Sie darüber nach, was am Ende des Cloud-Hypes übrig bleiben wird. Ich verspreche Ihnen, es wird eine ganze Menge sein. Was sich da mit Virtualisierungstechniken, Continuous Delivery, NoSQL-Datenspeichern und Big Data sowie auch modernen und unbürokratischen Arbeitsweisen wie DevOps gerade zusammenbraut, hat auf jeden Fall das Zeug dazu, einen wahren Sturm zu entfachen!

Sie glauben, es handelt sich nur um eine Ansammlung von Buzzwords? Seien Sie gewiss: Diese Faktoren werden im Zusammenspiel die Art und Weise, wie wir Systeme entwickeln, testen, in Betrieb bringen, managen, weiterentwickeln und wieder produktiv setzen, tiefgreifend verändern.

Übrigens gehört für die Start-up-Szene von SoundCloud über Instagram bis hin zu Twitter diese Arbeitsweise schon längst zum Alltag. Hier schafft man es, durch Virtualisierung, Automatisierung und vieles andere mehr, ganz erheblich skalierbare Systeme zu betreiben, ohne ein eigenes Rechenzentrum und mit nur sehr dünner Personaldecke. Wir sollten die Lehren der Start-up-Welt im Auge behalten.

In diesem Lichte besehen sollten wir unseren Cloud-Begriff erheblich konkretisieren – und dabei zugleich erweitern. Er beschreibt ein ganzes Bündel an Technologien und Methoden, die unsere IT ganz gewiss verändern werden.

Ich wünsche Ihnen einen strahlenden und mit wenigen Wolken verhangenen Spätsommer!

Sebastian Meyen, Chefredakteur Java Magazin
Twitter: @smeyen
Google+: gplus.to/JavaMagazin


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