Java Magazin 1.98
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JM_01_98

Wie hieß es noch bei Sun?
„Write once, run everywhere“

Liebe Leserinnen und Leser,warten wir’s ab,ob Java tatsächlich das neue Esperanto für die Software-Welt werden wird.Doch die Faszination bleibt:Du schreibst ein Programm,schreibst und kompilierst es ein einziges Mal und es läuft auf allen erdenklichen Maschinen. Klar, da bleibt die Sache mit dem langsamen Byte-Code und auch die Bestrebungen mancher Mitbewerber, die versuchen,den Java-Standard zu unterwandern, sind nicht gering zu veranschlagen. Wir meinen jedoch:wenn’s die Firma aus Redmond im schönen Oregon nicht gewesen wäre, dann wäre es halt ein anderer gewesen.Und überhaupt: vielleicht bringen uns die Microsoft-Erweiterungen hier und da auch mal eine Bereicherung Javas,wer weiß das schon? Also alles halb so wild,die Sprache Java geizt nämlich nicht mit ihren Vorzügen.

Immerhin ist die Sprache konsequent objektorientiert und weist dabei eine klare und elegante Form auf, so daß sie leicht erlernbar und günstig in der Handhabung ist.Der Byte-Code nämlich,der aus Java-Projekten üblicherweise erstellt wird und der dann mittels der virtuellen Maschine auf jeder Computer-Plattform lauffähig ist, ist nämlich noch lange nicht das letzte Wort, das in Sachen Java gesprochen werden kann. Sie werden z.B. in diesem Heft lesen, daß das Entwicklungstool Visual Café von Symantec bereits heute in der Lage ist, auch Native- Code für Windows-Plattformen zu generieren. Merken Sie was? Die Software-Industrie ist tatsächlich schon längst dabei, Native-Code-Compiler für ihre Java-Entwicklungsumgebungen zu entwickeln. Der Vorreiter Symantec macht deutlich,was in Java neben der vielbesungenen Plattformneutralität noch alles steckt: in Zukunft werden viele Programmierer mit Java arbeiten, denn da gibt es die Möglichkeit, in Javas Sprachlogik Projekte zu entwerfen und anschließend zu wählen:möchte ich ein Applet, das in eine Web-Seite eingebaut wird, oder möchte ich ein Standalone-Programm, daß auf der VM läuft, oder aber möchte ich ein klassisches Windows-Programm mit schnellem Native-Code erstellen? Drei Fliegen mit einer Klappe,das ist schon was.

Erstaunlich auch die gigantische Menge mächtiger Entwicklungstools, die innerhalb kurzer Zeit auf den Markt geschleudert worden ist.Man bedenke: für Pascal gibt es gerade eine Umgebung, die sich durchgesetzt hat, für C++ ein paar mehr, und für Java? Man kommt mit dem Zählen kaum mehr nach. Das alles ist Grund genug für die Programmierer dieser Welt, sich mit dieser Sprache zu befassen. Grund genug für uns,ein Java Magazin herauszugeben,das Ihnen beim praktischen Umgang damit unter die Arme zu greift.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen!
Ihr Team vom Java Magazin

P.S.: Write once,run everywhere – unser neuerschaffenes Magazin ist zwar nicht plattform-, will sagen: sprachenunabhängig, aber es „rennt“ überall dort, wo die deutsche Sprache gesprochen wird:in Österreich,der Schweiz,Luxemburg und in Deutschland.Erhältlich im gut sortierten Zeitschriftenhandel und an Bahnhöfen und Flughäfen.
P.P.S.: Schreiben Sie uns, wie Ihnen dieses Heft gefallen hat. Wir freuen uns über Rückmeldungen,Anregungen,Kritik! (javamag@entwickler.com)


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