Tam Hanna Selbstständig

Auch wenn das Einlesen eines zur Erdfeuchtigkeit proportionalen Spannungswerts mit Sicherheit keiner nobelpreisverdächtigen Aufgabe entspricht: Wir haben in eine sehr ärgerliche Beschränkung des Raspberry Pi 3 überwunden.

Am Ende des letzten Teils hingen wir in der Luft. Die für die Anzeige des Highlights eingefügten Tags waren zwar schon am Platz, die eigentliche Hervorhebung erschien allerdings noch nicht am Bildschirm. Jetzt wollen wir Android Things Beine machen. Neben der Fertigimplementierung des Fünf-Wege-Navigators inklusive der Weitergabe von Ereignissen wollen wir in diesem Teil auch erste Schritte in die faszinierende Welt der Sensoren unternehmen.

Wir arbeiten wieder mit einem Raspberry Pi 3. Als Android-Things-Version dient nach wie vor 0.5.0, das
Projektskelett aus dem vorigen Heft wird ebenfalls weiterverwendet. Klassische Prozessrechnersysteme leiden unter anderem darunter, dass die einzelnen Komponenten nur wenig interaktiv sind: Wer mit einem primitiven Echtzeitbetriebssystem hantiert, ist nur wenig zur Realisierung von komplexen Infrastrukturen motiviert. Die am Ende des letzten Teils realisierten fünf Knöpfe generieren Ereignisse, die auch für den Rest des Android-Betriebssystems interessant sind. Die Stärke von Android Things ist, dass das Betriebssystem eine Unmenge von Schnittstellen anbietet, über die Entwickler eigene Ereignisse einspeisen und somit für andere Applikationen zugänglich machen können. Wir wollen dies in den folgenden Schritten mit den Fünf-Wege-Navigator-Ereignissen durchführen, müssen vorher aber einen Blick auf Abbildung 1 werfen. Das von Google als Standard festgelegte Farbschema ist für die Fünf-Wege-Bedienung insofern ungeeignet, als die farblichen Unterschiede zwischen aktiven und nicht aktiven Steuerelementen minimal ausfallen.

Artikelserie

  • Teil 1: Einstieg in das Entwicklerkit für Android Things
  • Teil 2: Sensorik mit Android Things steuern
  • Teil 3: Hardware steuern mit Android Things

 

Abb. 1: Mit ausreichend Nachbearbeitung: Der Knopf Nummer fünf ist markiert

Abb. 1: Mit ausreichend Nachbearbeitung: Der Knopf Nummer fünf ist markiert

Ab der nächsten Programmausführung erscheint das gerade hervorgehobene Element in orange (Abbildung 2).

Abb. 2: Dieses seit Android 1.0 vorhandene Theme funktioniert für unsere Bedürfnisse perfekt

Abb. 2: Dieses seit Android 1.0 vorhandene Theme funktioniert für unsere Bedürfnisse perfekt

Wer seinem Prozessrechner eine USB-Tastatur spendiert, kann das Highlight mit den Cursortasten verschieben. Wir wollen die Steuerung allerdings mit den Tastern bewerkstelligen. Eine Aufgabe, die die Implementierung eines User Drivers voraussetzt.

Brücke zum Betriebssystem

Google zeigt in der Dokumentation die Implementierung von User Drivers stets in Form eines Services: aus akademischer Sicht nett, in der Praxis aber nicht erforderlich. Wir wollen unseren Treiber stattdessen direkt im SniffThread einnisten, um beim Weiterleiten der Ereignisse keine zusätzliche Kopplung zu erzeugen:

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

Java Magazin 4.18 - "Security First"

Alle Infos zum Heft
579830798Sensorik mit Android Things steuern
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