Annette Heidi Bosbach Tamoggemon Holding k.s.

Auch wenn es auf den ersten Blick unwahrscheinlich wirkt: Die Investition von rund 20 US-Dollar und etwas Arbeitszeit verwandeln den Orange Pi Lite in ein vollwertiges Steuersystem.

Arduino und Co. sind so lange nett, wie man nicht auf GSM und/oder GPS bzw. Glonass zugreifen muss. In diesem Fall können auf Unix basierende Prozessrechner ihre Stärke ausspielen, wenn sie denn die passende Hardware mitbringen. Leider ist das nur in den wenigsten Fällen der Fall. Wir wollen in diesem Artikel einen anderen Weg gehen und Ihnen den Orange Pi vorstellen.

Das in der Vergangenheit für Medienaufmerksamkeit sorgende Prozessrechnerhaus Shenzhen Xunlong hat sich mittlerweile als solider Player etabliert. Der für rund zehn Dollar erhältliche Orange Pi Lite bietet mehr als brauchbare Spezifikationen (Tabelle 1). Leider bringt er weder GPS/Glonass noch 3-D-Funk mit: Ein Umstand, dem wir in diesem Artikel abhelfen wollen.

Spezifikation Wert
CPU Allwinner H3
Vierkerner, 1,2 GHz Maximaltakt
RAM 512 MB
Video HDMI-Out
Speicher Micro-SD
USB-Ports Zwei (Lite)/Eins (One)
WAN WiFi (Lite)/LAN (One)
GPIO 40 Pins, mit diversen Bussen in Hardware

Tabelle 1: Spezifikationen des Orange Pi Lite

Armbian auf Orange Pi

Die für den folgenden Artikel verwendeten Module sind in Abbildung 1 und Abbildung 2 gezeigt: Beide sind für rund je zehn Euro das Stück erhältlich. Die hier angegebenen Produkte sind – samt Bestellangaben – übrigens nur Beispielkandidaten.

Abb. 1: TUOZHAN bietet das Modul zum Zeitpunkt der Drucklegung an.

Abb. 2: Im hier gezeigten Gehäuse sind einige verschiedene Hardwarevarianten erhältlich – caveat emptor

Wir wollen in den folgenden Schritten Armbian verwenden. Das Betriebssystem steht auf der Armbian-Homepage zur Verfügung, nutzen Sie die hinter der Version Jessie Desktop bereitstehende .raw-Datei. Beachten Sie, dass das wahllose Installieren von Updates mitunter zu einem nichtfunktionierenden System führt – es spricht allerdings nichts dagegen, davor ein Image der SD-Karte zu ziehen und sich so auf die sichere Seite zu begeben.

Der erste Start von Armbian nimmt systemimmanent etwas Zeit in Anspruch. In den ersten fünf bis zehn Sekunden bleibt der Bildschirm dabei schwarz – je nach Größe der SD-Karte sind bis zu zehn Minuten Wartezeit erforderlich.

Hektische Zeitgenossen versuchen sich schon nach dem ersten Auftauchen der Log-in-Shell anzumelden – im Rahmen der Konfiguration erfolgt ein Reboot, der alle bis dahin gestarteten Prozesse gnadenlos eliminiert. Der Prozessrechner ist dann zum Einloggen bereit, wenn die Log-in-Shell permanent am Bildschirm bleibt. Loggen Sie sich sodann mit root/1234 ein, und arbeiten Sie den Rest des Einstellungsassistenten ab.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

Entwickler Magazin 3.17 - "The best Way to REST"

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579793610Erste Schritte mit Armbian und Orange Pi
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