Wolfgang Ziegler Selbstständig

Gerade bei persönlichen Projekten ist es von Vorteil, die Kontrolle über die Applikation und deren Quellcode zu haben und nicht auf Plug-in-Mechanismen in fertigen Lösungen angewiesen zu sein.

Softwareentwickler verfügen meist über persönliche Spezialgebiete oder neigen dazu, schrulligen oder kuriosen Hobbys nachzugehen – was Stoff für Anekdoten bieten und das Interesse anderer wecken könnte. Klingt ziemlich stereotyp, liegt erfahrungsgemäß aber nahe an der Wahrheit und soll heißen: Softwareentwickler haben interessante Geschichten zu erzählen, die auf einem persönlichen Blog nicht fehlplatziert wären.

Artikelserie

  • Teil 1: Der eigene Blog mit ASP.NET Core
  • Teil 2: Kommentare, Suche und RSS Feed im ASP.NET-Core-Blog

Möglichkeiten und Varianten, einen eigenen Blog zu hosten, gibt es viele, und für welche dieser Varianten man sich schlussendlich entscheidet, bleibt wiederum persönlichen Präferenzen überlassen. Bevor man sich jedoch allzu voreilig festlegt, sollte man eine Reihe von Fragen für sich beantwortet oder immerhin über sie nachgedacht haben:

  • Will man den Blog (bzw. die Webapplikation) selbst hosten oder lieber auf ein Service à la WordPress zurückgreifen?
  • Hostet man die Anwendung selbst, soll es dann eine fertige Lösung wie zum Beispiel Orchard CMS sein, oder geht man so weit, die Anwendung von Grund auf selbst zu entwickeln?
  • Falls die Entscheidung auf eine fertige Lösung fällt, sollte man sich die Frage stellen, ob hier Möglichkeiten zur Anpassung oder Erweiterung bestehen und vor allem, wie einfach oder schwierig sich diese bewerkstelligen lassen. Unangenehme Überraschungen gibt es diesbezüglich häufig bei Produktupdates. Allzu oft „überstehen“ eigene Erweiterungen und Anpassungen ein solches Update nicht oder verhalten sich danach nicht mehr wie erwartet.
  • Relevant ist demzufolge auch die Programmiersprache oder das Framework, mit dem eine vorgefertigte Lösung entwickelt wurde. Hat man vor, viele eigene Änderungen vorzunehmen, sollte es eine Sprache bzw. ein Framework sein, in dem man sich „wohlfühlt“, um nicht noch zusätzliches Fehlerpotenzial zu schaffen.
  • Gerade bei einem Blog stellt sich auch die Frage, auf welche Art und Weise man seine Posts später verfassen möchte. Kann man sich mit einem WYSIWYG-HTML-Editor im Browser anfreunden, möchte man lieber ein Tool wie Open Live Writer verwenden oder soll die Sprache Markdown das Mittel der Wahl sein?
  • In den letzten Jahren rückte auch das Konzept der „Static Site Generation“ dank Plattformen wie Ghost wieder vermehrt in den Vordergrund. Anstelle von aufgeblähten CMS-Systemen, die Inhalte zur Laufzeit aus Datenbanken zusammenbauen, werden diese Inhalte nun häufig von einem Generator als statische HTML-Seiten zurechtgelegt.

Diese Liste erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit, noch stellt sie eine Empfehlung dar, welches das Mittel Ihrer Wahl beim Erstellen eines persönlichen Blogs sein soll. Wie eingangs erwähnt, dient sie lediglich als Hilfestellung, um für sich persönlich Prioritäten und Vorlieben abzuklären. Ziemlich wahrscheinlich ergibt sich die Entscheidung dafür, auf welche Art und Weise man seinen Blog bzw. seine Website betreiben möchte, aus der Beantwortung dieser Fragen ohnehin als logische Konsequenz.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

Windows Developer 12.17 - ".NET Core in der Praxis"

Alle Infos zum Heft
579817625Der eigene Blog mit ASP.NET Core
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