Nico Orschel AIT GmbH & Co. KG Stuttgart

 „Um es Entwicklern leicht zu machen, Änderungen an einem Repository durchzuführen ohne vorher eine Anfrage auf Schreibberechtigung zu stellen, können in GitHub sogenannte Forks erstellt werden.“

Florian Bader AIT GmbH & Co. KG Stuttgart.

„Wer mit anderen Entwicklern kollaborieren möchte, kommt im Normalfall um GitHub nicht herum. Spätestens dann stellt sich die Frage, wie Planung, Build, Release und Dokumentation, also der ganz normale Entwicklungsprozess, ablaufen sollen.“

Open-Source-basierte Softwareentwicklung ist mittlerweile aus dem Entwickleralltag kaum noch wegzudenken, sei es als Konsument oder Produzent von Open-Source-basierten Projekten. Der Platzhirsch unter den Plattformen für diese Projekte ist mit Abstand GitHub. GitHub ist mittlerweile so etwas wie das Synonym für Open Source und Git. Die Bedeutung und Reichweite der Plattform hat auch Microsoft erkannt, im letzten Jahr die Gunst der Stunde genutzt und GitHub übernommen. GitHub wird dabei ähnlich wie LinkedIn und Minecraft als eigenständige Tochter weitergeführt.

Gerade im Entwicklerkontext sieht man hier aber einen gewissen Konflikt, stand doch Microsofts hauseigene DevOps-/ALM-Plattform Azure DevOps, bis vor wenigen Monaten noch bekannt als VSTS und TFS, stets im Wettbewerb mit den anderen Plattformen wie GitHub oder GitLab. Nicht nur der Kauf von GitHub war ein klares Bekenntnis in Richtung Open-Source-Kultur, sondern auch die aktive Unterstützung von Open-Source-Projekten durch Azure-DevOps-basierte Services (auch jenseits von Azure DevOps bzw. GitHub). In Ausgabe 3.19 des Windows Developer wurde bereits teilweise über die Neuigkeiten und Änderungen im Rahmen des Rebrandings von VSTS/TFS zu Azure DevOps und die Nutzung von Git eingegangen. Der aktuelle Artikel sieht seine Schwerpunkte bei den Fragestellungen „Wie kann man gut Open Source auf GitHub machen?“, „Was gibt es dabei zu beachten?“ und „Wie kann man sinnvoll GitHub-basierte Open-Source-Entwicklungen mit einzelnen Azure DevOps Services aufwerten?“.

GitHub und Azure DevOps

Bevor es in etwaige Details geht, gilt es zunächst Begrifflichkeiten, grobe Gemeinsamkeiten und auch Unterschiede aus der Vogelperspektive zu klären.

Wie zuvor angemerkt, wird GitHub gern als Synonym für Git als das dezentrale Versionskontrollsystem für Open-Source-Projekte verwendet. Festzuhalten gilt, dass GitHub selbst nicht der Erfinder bzw. Ursprung von Git ist. Seine Ursprünge hat Git in der Linux-Kernelentwicklung, und der Erfinder ist Linus Torvalds. Git selbst kann problemlos auch ohne GitHub oder andere Plattformen genutzt werden. Es ist seit seinem ersten Auftreten als dezentrales Versionskontrollsystem konzipiert worden. Jedes Git Repository (Container für die Artefakte) auf einem Rechner enthält stets die komplette Historie, und Entwickler veröffentlichen ihren Code und andere Dateien in dieses lokale Repository. Anschließend kann der Entwickler seine Änderungen mit anderen Git Repositories abgleichen (Git-Kommandos: Pull, Push, Fetch). Der Austausch dieser Informationen benötigt dabei nicht zwingend eine zentrale Plattform, d. h. ein Abgleich kann über diverse Kommunikationskanäle wie z. B. über einen eigenen Webserver, Windows Fileshare oder auch eine Linux-SSH-Verbindung erfolgen. Das Problem im Internet ist dabei, dass diese Arten von Austausch nicht immer sonderlich komfortabel sind.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

Windows Developer 4.19 - "Zentral zwischen Server und Cloud"

Alle Infos zum Heft
579882769Azure DevOps und GitHub – Eine gute Kombination für Entwickler
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