Oliver Dzaeck adesso AG

Die Zeiten sind vorbei, in denen man sich einen Sketch für das Layout mühsam auf Papier gezeichnet und diese Zeichnung später in C#-Code umgewandelt hat.

Felix Reisch adesso AG

Im Microsoft-Umfeld ist es heute ganz leicht, eine Verbindung zwischen mehreren Komponenten herzustellen – und das alles über ein Framework.

Der „Knight Industries Two Thousand“, genannt K.I.T.T., war für viele Fans ein Traumauto, und man hat sich nichts sehnlicher gewünscht, als eine Spritztour darin zu machen – obwohl man zugleich wusste, dass K.I.T.T. mit großer Sicherheit niemals Realität wird. In diesem Artikel wollen wir eine kleine Exkursion dahin unternehmen, wie Michael Knight wohl heute mit K.I.T.T. kommunizieren könnte. Dazu werden wir das Microsoft Band 2 als Kommunikationsgerät zwischen K.I.T.T. und Michael benutzen.

Auch heutzutage ist ein Auto wie in der Serie Knight Rider noch immer unvorstellbar, zumindest hinsichtlich der Molekularversiegelung. Immer mehr Autos verfügen inzwischen über eine aktive Internetverbindung, und Wearables finden ebenfalls eine immer weitere Verbreitung. Daher ist es kaum verwunderlich, dass Autohersteller wie Tesla oder neuerdings auch Volvo inzwischen eine App für das Microsoft Band anbieten, um beispielsweise die Türen zu öffnen, die Klimaanlage einzustellen oder bereits auf dem Weg zum Auto die Zieladresse im Navigationssystem einzutragen.

In diesem Artikel wird K.I.T.T. auf Grundlage eines Raspberry Pis 3 nachempfunden und soll relevante Daten wie die Herzfrequenz, das RR-Intervall und die aktuelle Position von Michael über Azure empfangen. Explizit wird dafür die Funktionalität des Azure IoT Hubs genutzt. Damit lässt sich eine Kommunikation zwischen Michael und K.I.T.T. aufbauen. Das LED-Visier von K.I.T.T. wird dabei zusätzlich anhand des empfangenen RR-Intervalls gesteuert.

Microsoft Band 2

Als Microsoft 2014 mit dem Microsoft Band an die Öffentlichkeit trat, war die Überraschung über den Verkauf groß; bereits im Dezember desselben Jahres waren sämtliche Exemplare ausverkauft. Dieser Erfolg im Bereich der Fitness-Tracker scheint Microsoft angespornt zu haben, im folgenden Jahr kam der Nachfolger auf den Markt. Damit steht Microsoft aus meiner Sicht sehr weit vorne auf dem mittlerweile großen Markt der Fitnessgadgets. Zum einem durch die Fülle der Sensoren, die das Microsoft Band 2 mitliefert (Herzfrequenz, GPS, Barometer, UV-Sensor und andere). Zum anderen durch Microsoft Health, die Cloud-basierte Sammelstelle zum Erfassen und Archivieren der Fitness- und Gesundheitsdaten inkl. API. Allerdings ist es zum jetzigen Zeitpunkt (April 2016) nicht möglich, den GPS-Sensor über das Band-SDK (Version 1.3.20307) anzusprechen. Aus diesem Grund werden wir im folgenden Szenario ein klein wenig tricksen müssen; aber dazu später mehr. Die dazugehörige App ist sowohl für Windows als auch für iOS und Android verfügbar. Dazu gehört auch ein Webportal, in dem alle erfassten Daten auf Abruf bereitstehen. Auf Basis der dort liegenden Daten können Vergleiche mit anderen Bandnutzern ermittelt werden.

Der große Vorteil gegenüber vielen anderen Fitness-Trackern ist, dass sich für das Microsoft Band 2 (und auch Version 1) eigene Anwendungen in gewohnter Umgebung entwickeln lassen. Durch das Band-SDK ist es möglich, nicht allein im Microsoft-Umfeld zu entwickeln, da dieses die Multi-Plattform-Entwicklung unterstützt.

Für unseren Fall soll das Band dazu dienen, eine Verbindung zwischen Michael und K.I.T.T. herzustellen. So kann, wenn es zu brenzlig für Michael wird und sein Puls einen Wert von 160 Schlägen in der Minute übersteigt oder er über das Band den Notfallknopf bedient, eine Meldung mit der aktuellen Position an K.I.T.T. gesendet werden, um Micheal aus der gefährlichen Situation zu befreien.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

Windows Developer 7.16 - "Die Welt der Chatbots"

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246931Band 2: Wie Michael Knight mit K.I.T.T. kommuniziert
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