Roman Schacherl softaware gmbh

Ihr Bot muss dort sein, wo Ihre Benutzer sind: auf Skype, Slack oder GroupMe.

Daniel Sklenitzka softaware gmbh

Das Microsoft Bot Framework ist eine faszinierende Spielwiese! Nicht für jede Anwendung sofort sinnvoll einsetzbar – aber auf alle Fälle einen Blick in die Zukunft wert.

Die BUILD-Konferenz brachte Ende März mit dem Microsoft Bot Framework eine unerwartete Neuigkeit. Entwicklern soll es leicht gemacht werden, eigene Bots zu schreiben – also möglichst intelligente Programme, die in einem Chat Antworten geben und Aktionen durchführen können. Was steckt dahinter? Wo hilft das Framework? Und: Wozu eigentlich?

Jetzt haben wir uns gerade erst damit abgefunden, dass Konsolenanwendungen (CLI, Command Line Interfaces) nicht der Gipfel der Usability sind. Nach GUI kam NUI (Natural User Interface) – wobei sich die Interpretation zum Teil nur auf die Verwendung des Fingers statt der Maus reduzierte. Und dann kamen Siri, Google Now und Cortana. Plötzlich finden Benutzer Gefallen daran, mit Software zu kommunizieren – sei es mündlich oder schriftlich. Nicht die TV-App zu starten, den Sender auszuwählen, ins Hauptabendprogramm zu scrollen und die Beschreibung zu öffnen – sondern das Vorhaben einfach in Worte zu gießen: „Was läuft heute Abend auf 3sat?“.

Genau in diese Kerbe schlagen Conversational User Interfaces (CUI). Die Schnittstelle zwischen Mensch und Computer nähert sich immer mehr einer Mensch-zu-Mensch-Kommunikation an und verdient immer öfter die Bezeichnung „intelligent“. Damit das zuverlässig funktioniert, ist ein tiefes Verständnis von Sprache erforderlich. Gesprochene Sätze müssen analysiert und in Text umgewandelt werden, bei geschriebenen Texten dürfen auch kleinere Tipp- oder Rechtschreibfehler der Erkennung keinen Abbruch tun. Darüber hinaus muss ein CUI über den aktuellen Kontext Bescheid wissen: Wer spricht? Was wurde bereits gesagt? Was muss nicht gesagt werden, kann aber aus anderen Informationsquellen (Internet, Kalender, Kontakte) ermittelt werden? Was wurde bereits erlernt und kann als gegeben hingenommen werden? Es ist das Ende von harten Fakten, Interpretation ist angesagt: „um 10 Uhr“ bedeutet am Morgen etwas anderes als am späten Abend.

Kurzum: Das Entwickeln von Conversational User Interfaces erfordert weitaus mehr als ein paar aneinandergereihte if-Statements, die dem Benutzer vordefinierte Phrasen zurückwerfen. Es geht um das Verständnis von Sprache – mit allem, was dazu gehört.

Das Microsoft Bot Framework

Das Microsoft Bot Framework stellt einen Werkzeugkasten für die Entwicklung derartiger Schnittstellen – eben Bots – zur Verfügung. Es unterstützt bei der Entwicklung (Bot Builder SDK), der Verteilung/Bewerbung (Bot Directory) und der Integration von Bots in andere Kommunikationsplattformen (Bot Connector). Darüber hinaus stehen Cognitive Services bereit, um beispielsweise beim Verständnis von Texten oder Bildern assistierend zur Seite zu stehen – nicht ausschließlich für Bots, aber gerade dort sehr hilfreich.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

Windows Developer 7.16 - "Die Welt der Chatbots"

Alle Infos zum Heft
246931Conversational UIs: Microsoft Bot Framework
X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -