Tam Hanna Freelancer

„Ein idealer Anwendungsfall für einen QR-Code wäre beispielsweise das Angeben einer URL, die aus der IP-Adresse des Telefons konstruiert wird.“

Man kann über vieles im Handcomputerbereich vortrefflich streiten. Aber dass User nur höchst ungern lange Zeichensequenzen mit der Tastatur eingeben – darüber sind sich sogar Apple- und Android-Fanboys einig. Im Bereich des Marketings hat man hingegen seit jeher das Problem, wie man interessierte Betrachter von Anzeigen zu den feilgebotenen Produkten des Unternehmens führt. Die Lösung? QR-Codes! Wie man diese auf der Universal Windows Platform einsetzt, erklärt dieser Artikel.

Rollen wir die angeschnittene Marketingproblematik noch mal von vorne auf. Gibt man als Werber dem potenziellen Kunden die Startseite des Unternehmens an die Hand, fehlt der Kontext. Verlängert sich hingegen der URL, wird das Eingeben immer schwieriger, und die Wahrscheinlichkeit für Eingabefehler und damit verlorene Kunden nimmt zu. Das vom japanischen Unternehmen Denso-Wave im Jahr 1994 entwickelte Verfahren des QR-Codes ist in dieser Hinsicht geradezu ideal: Während traditionelle Barcodes (ebenfalls eine Entwicklung von Denso-Wave) nur rund wenige Zeichen speichern können, ist die Informationsdichte von QR-Codes im Großen und Ganzen unbegrenzt.

Die Geschichte der QR-Codes begann im Westen bei Nokia. Die Finnen begannen, ihre Kamerasmartphones konsequent mit QR-Code-Lesesoftware auszustatten. Im Laufe der Zeit zogen die anderen Hersteller nach, und heute dürfte es kaum mehr einen Benutzer geben, der beim Anblick eines solchen Codes nicht weiß, was er zu tun hat. Dass längst nicht alle Telefone einen Scanner mitbringen, steht auf einem anderen Blatt. Über die wirkliche Scanwilligkeit lässt sich ebenfalls vortrefflich streiten. Außer Diskussion steht allerdings, dass QR-Codes in vielen Fällen hilfreich sind. Grund genug, im Rahmen dieses Artikels zu demonstrieren, wie man die Codes auf der Universal Windows Platform einsetzt.

Willkommen am Point of Sale

Wer nach „Windows Universal Platform Barcode“ sucht, stolpert im ersten Schritt normalerweise über das auf dem GitHub Channel von Microsoft bereitstehende Codebeispiel. Microsoft stattet die Universal Windows Platform seit einiger Zeit mit einem vollwertigen API für diverse Geräte aus, die man im Einzel- und Großhandel benötigt. Das ebenda bereitgestellte Programmbeispiel ist – schon aus didaktischen Gründen – interessant, weshalb wir es kurz betrachten wollen. Achten Sie dabei darauf, dass Sie das Archiv Master.zip immer als Ganzes extrahieren müssen: Aufgrund komplexer Dependencys zwischen den einzelnen Beispielen ist es nicht erlaubt, Beispiele einzeln zu extrahieren. Öffnen Sie im nächsten Schritt die Datei Windows-universal-samples-master\Samples\ BarcodeScanner\cs\BarcodeScanner.sln in Visual Studio 2015.

Das verwendete Beispiel ist – Microsoft-üblich – vom XAML-Aufbau her vergleichsweise komplex. Das Hauptformular enthält dabei zwei als Szenario bezeichnete Unterformulare, die die eigentliche Interaktionsintelligenz für den Datenaustausch zwischen Barcodescanner und Hauptapplikation enthalten bzw. bereitstellen.

Ganz analog zum SDK des Kinect 2 gilt auch im Fall des Barcodescanner-APIs, dass Microsofts Software mehrere Scanner gleichzeitig unterstützt. Die Beschaffung einer Scannerinstanz erfolgt im Codebeispiel in der Methode CreateDefaultScannerObject, deren stark gekürzter Code wie in Listing 1 aussehen würde.

 
private async Task<bool> CreateDefaultScannerObject() {
if (scanner == null) {
  DeviceInformationCollection deviceCollection = await DeviceInformation.FindAllAsync(BarcodeScanner.GetDeviceSelector());
  if (deviceCollection != null && deviceCollection.Count > 0) {
    scanner = await BarcodeScanner.FromIdAsync(deviceCollection[0].Id);
. . .

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

Windows Developer 2.17 - "Einblicke mit Azure"

Alle Infos zum Heft
579758298Tippen war gestern: Mit QR-Codes direkt zur Ware
X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -