Thomas Schissler artiso solutions GmbH

Wir müssen uns stärker darauf konzentrieren, was Software in der realen Welt bewirken kann und wie gute IT-Lösungen dazu beitragen, auf die rascheren Veränderungen am Markt adäquat reagieren zu können.

Uwe Baumann artiso solutions GmbH

Wir definieren DevOps als Prozess, der viele nötige Voraussetzungen schafft, um Software in kurzen Zyklen entwickeln und ausliefern zu können.

Im Zuge von Digitalisierung und Industrie 4.0 gefährden Softwarelösungen etablierte Geschäftsmodelle oder stellen zumindest einen wesentlichen Teil der Innovationskraft von Unternehmen dar. Es ist an der Zeit zu hinterfragen, ob die Art und Weise, wie heute Software entsteht, den Anforderungen der Zukunft gerecht wird.

Nach dem klassischen Wasserfallmodell werden heute kaum noch Softwareprojekte realisiert. Die meisten Softwareentwicklungsteams sind mehr oder weniger agil unterwegs. Unstrittig hat sich damit die Entwicklungsarbeit verändert – für viele zum Positiven. Aber wie sieht die Veränderung durch Agilität für die Endanwender der Software aus? Wie hat Agilität die Arbeit von Vertriebsmitarbeitern beeinflusst, die die Software verkaufen sollen? Wie wirkt sich Agilität auf das Geschäftsmodell und die Marktposition unseres Unternehmens aus? Unsere These: Der tatsächliche Einfluss von Agilität im Software-Development auf das tatsächliche Business einer Firma ist sehr gering.

Im Grunde genommen verhält es sich – überspitzt gesagt – mit der agilen Entwicklung wie mit dem Einsatz des neuesten XY-Frameworks oder einer schicken neuen JavaScript Bibliothek: Entwickler können sich dafür begeistern und klopfen sich gegenseitig auf die Schulter angesichts der phänomenalen Verbesserungen. Außerhalb des Entwicklungsteams bekommen aber Wenige davon mit.

Unsere These: Wir müssen uns stärker darauf konzentrieren, was Software in der realen Welt bewirken kann und wie gute IT-Lösungen dazu beitragen, auf die rascheren Veränderungen am Markt adäquat reagieren zu können. Doch die meisten Teams haben endlose Backlogs, prall gefüllt mit über lange Jahre gesammelten Userwünschen. Agilität ist hier lediglich ein Werkzeug, um besser zu steuern, was davon als erstes abgearbeitet werden soll. Wie wollen wir damit aber innovativ sein? Wie wollen wir Kunden begeistern, wenn oftmals die positivste Reaktion ist „na endlich habt ihr dieses Feature eingebaut“?

Artikelserie

Teil 1: DevOps und Business Agility
Teil 2: DevOps – Agilität 2.0
Teil 3: Echtes Continuous Delivery realisieren
Teil 4: Bessere Qualität durch häufige Releases
Teil 5: DevOps setzt robuste Architekturen voraus
Teil 6: Wissen wie’s läuft – Schnell reagieren können mit Telemetrie
Teil 7: DevOps ein Erfahrungsbericht

Business Agility – Agilität auf den Unternehmenskontext ausweiten

Vielleicht ist es zehn Jahre nach dem Agile Manifesto nun Zeit für ein neues Manifest: Wir brauchen eine neue Form der Kundenorientierung. Wir müssen nicht nur Wünsche erfüllen, sondern echten Bedarf erkennen und dafür Lösungen anbieten. Wir müssen die Software dazu nutzen, um die Marktposition und Wirtschaftlichkeit unseres Unternehmens positiv zu unterstützen. Wir müssen uns mehr darauf fokussieren zu lernen, was unsere Kunden benötigen und wie wir sie dabei unterstützen können. Wir müssen Experimente wagen und aus der Beobachtung der Reaktionen lernen, wie wir unser Angebot verbessern können. Dieses Vorgehen wird oft als Business Agility bezeichnet. Ein Zitat aus dem CIO-Magazin bringt es auf den Punkt: „It has been said that the only sustainable advantage in business is the ability for a company to learn faster and respond more effectively than its competitors (also known as business agility).“

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

Windows Developer 12.16 - "Der DevOps Vorteil"

Alle Infos zum Heft
297593Mit DevOps zu besserer Software
X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -