Jörg Hastreiter T-Systems Multimedia Solutions

Immer höher, immer schneller, immer weiter: Mit der Digitalisierung ist auch in der IT-Branche eine zunehmende Dynamik eingezogen.

Immer höher, immer schneller, immer weiter: Mit der Digitalisierung ist auch in der IT-Branche eine zunehmende Dynamik eingezogen. Immer kürzer werdende Produktlebenszyklen liefern Antworten auf sich ständig ändernde Marktgegebenheiten. Unternehmens-IT muss heute anders gemacht werden, als es noch vor Jahren der Fall war. Die Lösung heißt: DevOps. Aber so einfach ist es nicht.

Die Entwicklung und der Betrieb von IT-Systemen unterteilen sich grob in drei beteiligte Fachdisziplinen entlang der Wertschöpfungskette: Softwareentwicklung, Test und Betrieb. Die Softwareentwicklung will vorrangig die vom Kunden angeforderten Funktionalitäten eines IT-Systems oder Änderungen hieran umsetzen. Der Betrieb hingegen steht in erster Linie für Stabilität nach dem Motto „Never touch a running system“. Der Test nimmt in diesem Dreiklang – zu oft kurz vor Wirkbetriebsaufnahme – die besondere Rolle des Feuerwehrmanns ein, meist am Ende einer in die Verlängerung gegangenen Entwicklungsphase.

Und genau hier kommt das Thema DevOps ins Spiel. Jeder der Beteiligten, von der Softwareentwicklung über den Test bis zum Betrieb, macht für sich genommen einen super Job. Dennoch kommt es beim Zusammenspiel der Beteiligten zu Problemen und meist mündet das in sportliche Terminpläne. Die Unzulänglichkeiten fangen bei der Kommunikation zwischen Entwicklung, Test und Betrieb an, ziehen sich über unterschiedliche Ziele und Wertvorstellungen und münden in inkompatible Prozesse und Tools. Die Leidtragenden sind letztendlich der Auftraggeber und dessen Kunden.

DevOps

Der Begriff DevOps setzt sich aus den englischen Wörtern Development (Entwicklung) und Operations (Betrieb) zusammen und stammt von der durch den Belgier Patrick Debois im Jahr 2009 durchgeführten Konferenz DevOpsDays.

Mehr Miteinander

Eine der Neuerungen von DevOps ist, dass Entwicklung, Test und Betrieb nicht mehr isoliert voneinander, sondern bereits ab Projektinitialisierung konsequent agil zusammenarbeiten und gemeinschaftlich für das Resultat verantwortlich sind. Unternehmen können Zielkonflikte von Anfang an minimieren, indem sie schon bei der Softwareentwicklung wesentliche Erfordernisse des Betriebs berücksichtigen, die Qualität durch den Einbau automatisierter Tests sicherstellen und sich wiederholende Prozesse der Softwarelieferkette (Continuous Integration/Continuous Delivery) bis ins Rechenzentrum oder in die Cloud automatisieren. Die Vorteile, die das Verfahren mit sich bringt, sind vielfältig: Durch gemeinsame Standards und Automatisierungen unter Berücksichtigung der notwendigen Agilität und Flexibilität kommt es zu einer schnelleren Markteinführung und -anpassung der Software, da sich neue Funktionen in kürzeren Releasezyklen hinzufügen oder ändern lassen. Mit dem Prinzip DevOps können Firmen Innovationen schneller am Markt oder eben vor dem Kunden ausprobieren, Fehler früher erkennen und aus ihnen lernen sowie die gesamte Wertschöpfungskette kontinuierlich verbessern. Das wiederrum führt zu geringeren Risiken, einer besseren Qualität sowie mehr Transparenz und Sicherheit.

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Business Technology 2.17 - "DevOps"

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579800697Ein DevOps-Hürdenlauf in vier Akten
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