Robin Sedlaczek Fairmas GmbH

Schon bald wollte Microsoft .NET aber auch auf anderen Plattformen zum Einsatz bringen, z. B. auf Smartphones und PDAs. Diese Geräte haben aber lange nicht die technischen Ressourcen wie ihre großen Geschwister.

Mit .NET Core bringt Microsoft das .NET Framework auf andere Plattformen, wie z. B. Linux und Mac. Doch es ist ein anderes .NET als jenes, das wir vom Windows-Desktop kennen. .NET Standard ist Microsofts jüngster Versuch, API-Konvergenz zu erreichen. Was aber bedeutet das, und welche Auswirkungen hat das auf uns Entwickler? Diese Artikelserie soll Licht ins Dunkle bringen und zeigen, was hinter alldem steckt.

Zuerst hieß es .NET Framework 5. Doch dann überraschte uns die Marketingabteilung von Microsoft und gab der neuen quelloffenen und plattformunabhängigen Version den Namen .NET Core. Das macht auch insofern Sinn, da das neue Framework ein anderes ist als das, was wir seit Anfang der 2000er vom Windows-Desktop her kennen. Unsere klassischen .NET-Anwendungen (WinForms, WPF, ASP.NET etc.) laufen hier nicht. Der Softwarehersteller aus Redmond verpasst dem Framework damit einen Neustart.

Artikelserie

  • Teil 1: Entwirrspiel: Plattformunabhängigkeit und Kompatibilität
  • Teil 2: .NET Core als Lösungsansatz
  • Teil 3: .NET Core im richtigen Licht

Dann ist da noch die Firma Xamarin, die von Microsoft übernommen wurde. Damit befindet sich nun auch Mono in der Obhut der Redmonder. Mono ist eine quelloffene und plattformunabhängige Implementierung des .NET Frameworks, basierend auf den ECMA-Standards für C# und der Common Language Runtime. Gleiches gilt für das Produkt Xamarin. Mit Xamarin können native Apps für verschiedene Plattformen (Android, iOS, Windows Universal Platform) in C# entwickelt werden. Unter der Haube setzt Xamarin dabei auf Mono.

Apropos „nativ“: Im Rahmen der Windows-Store-Apps veröffentlichte Microsoft .NET Native. Im Wesentlichen stellt .NET Native einen Ahead-of-Time-(AoT-)Compiler zur Verfügung, der eine .NET-Anwendung (Windows-Store-App) in nativen Code übersetzt. Der Windows Store liefert dann den für die Zielplattform spezifischen nativen Code an den Benutzer aus.

Und als wäre das noch nicht genug, legte Microsoft noch einen oben drauf und kündigte 2016 .NET Standard an (damals noch .NET Platform Standard genannt). Nach sieben Versionen steht man hier nun bei der Version 2.0, die kürzlich veröffentlicht wurde.

Es lässt sich nicht abstreiten, dass rund um .NET viel in Bewegung ist. Dass man da als Entwickler schnell den Überblick verlieren kann oder sich in einem Zustand der Verwirrung und Orientierungslosigkeit wiederfindet, ist mehr als verständlich. Es stellen sich Fragen wie: Was bedeutet das Ganze für mich als Entwickler, für mein Team, für unsere technische Ausrichtung und für unsere Produkte? Diese Artikelserie soll genau hier ansetzen, das Begriffschaos entwirren und für Klarheit sorgen. Der Leser soll am Ende in der Lage sein, die Fragen passend für seinen spezifischen Kontext beantworten zu können. Eine Anmerkung im Vorfeld: Im Grunde dreht sich alles um Modularität, Plattformunabhängigkeit und Interoperabilität.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

Windows Developer 11.17 - "Serverless durch die Cloud"

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579813911Von „.Net Framework 5“ zu „.NET Core“
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