Dr. Claudia Heß Softplant GmbH

Der Vorteil bei einem KMU ist, dass sich die gemachten Erfahrungen mit EAM direkt in andere Arbeiten integrieren lassen und die Kommunikationswege und Entscheidungswege deutlich kürzer sind.

Dr. Florian Lautenbacher GS Elektromedizinische Geräte G. Stemple GmbH

EAM ist nicht nur etwas für Großkonzerne mit personell gut aufgestellten IT-Bereichen, sondern auch etwas für kleine und mittelständische Unternehmen.

Unternehmensarchitekturmanagement ist doch nur was für Firmen, die sich auch eigene Abteilungen dafür leisten können. Für einen Mittelständler ist das viel zu teuer und hilft nicht bei seinen Problemen. Auch kleine und mittelständische Unternehmen müssen sich im Zeitalter der Digitalisierung stetig verändern. Ein EAM kann, pragmatisch angewandt, diesen Wandel unterstützen und dabei auch KMUs bei den notwendigen Änderungen in der Organisation, den Prozessen, den Technologien, zur Gesetzeserfüllung und nicht zuletzt bei der Weiterentwicklung der beteiligten Menschen helfen.

Die Digitalisierung ist ein Treiber, der fortwährende Veränderung des Unternehmens fordert. Hinzu kommen in vielen Branchen – egal ob Banken, Versicherungen, Pharma- oder Medizingerätebranche – neue Normen und Gesetze, die zunehmend verschärft werden und nicht nur vor einem Audit, sondern kontinuierlich eingehalten werden müssen. Mit zunehmendem Wettbewerbsdruck, steigender Anzahl an Konkurrenzprodukten vor allem auch aus dem asiatischen Markt und damit immer stärkerem Preiskampf spüren Unternehmen einen deutlichen Druck für Einsparungen. Unternehmen müssen sich verändern, um diesen Gegebenheiten gerecht zu werden. Das erfordert ein gezieltes Herangehen im gesamten Unternehmen, um die Veränderungen priorisiert anzugehen und zusätzliches Optimierungspotenzial zu heben.

Unsere Erfahrungen zeigen, dass Enterprise Architecture Management (EAM) nicht nur ein Thema für Großkonzerne ist, sondern ein geeignetes Werkzeug, um die Prozesse und IT von Mittelständlern fit für die Zukunft zu machen. In der Literatur werden bereits Empfehlungen zur Einführung eines EAM bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) dargestellt. Viele KMUs stehen einem EAM, wenn Sie die Konzepte dahinter kennen, auch offen gegenüber. Best Practices, Frameworks und Vorgehensmodelle für die Einführung eines EAM gibt es zahlreiche, z. B. The Open Group Architecture Framework (TOGAF).

In diesem Artikel geht es um die konkreten Erfahrungen, die wir bei der Einführung des EAM bei der Firma GS Elektromedizinische Geräte G. Stemple (GS) mit Berücksichtigung vorhandener Frameworks in den vergangenen Jahren gesammelt haben. GS ist ein international operierendes Familienunternehmen, das seit über dreißig Jahren Medizintechnik für die Notfall- und Intensivmedizin entwickelt und herstellt. EAM bringt Methoden mit, um gezielt die IT-Unterstützung der Geschäftsprozesse zu verbessern, die für das Unternehmen die höchste Kritikalität besitzen. Das Unternehmen GS unterliegt dabei als Medizinproduktehersteller normativen Vorgaben.

Zur Einführung wurde das EAM aus mehreren Blickwinkeln betrachtet. Alle diese Blickwinkel müssen gleichermaßen bearbeitet werden, d. h. der initiale Stand ermittelt und dann gezielt verbessert werden.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

Business Technology 3.17 - "Aus Alt mach Neu"

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579810046Enterprise Architecture Management macht nicht nur für Industriegiganten Sinn
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