Sören Müller TecArt GmbH

„Die zahlreichen Vorteile zur Performance, Einfachheit und Flexibilität, die dem Flat-File-CMS Grav nachgesagt werden, sind nicht untertrieben. Vor allem die Möglichkeiten, zur Implementierung eigener Erweiterung sind nahezu unermesslich.“

In den letzten Jahren haben sich dateibasierte CMS für kleinere Webseiten maßgeblich etabliert. Der Grund hierfür liegt in ihrer Einfachheit: Sie benötigen keine Datenbank, wodurch sie sicherer und sehr ressourcenschonend sind. Außerdem arbeiten sie sehr performant und sind einfach zu entwickeln. Doch können Flat-File-CMS wie Grav den hohen Anforderungen gerecht werden?

Auch der unkomplizierte Umgang mit Inhalten, z. B. per Copy-and-paste im Dateisystem, rückt Flat-File-CMS immer mehr in den Fokus. Go-lives, Umzüge oder Back-ups werden stark vereinfacht. Doch können sie beispielsweise agile Arbeitsmethoden unterstützen oder für die Wartung und Pflege der Webseite nahtlos in professionelle Betriebsabläufe eingebunden werden?

Schon vor der Recherche nach einem neuen Redaktionssystem für unsere Unternehmenswebseite war eins klar: Es soll ein dateibasiertes Contentmanagementsystem (Flat-File-CMS) werden, das ohne Datenbank funktioniert und im Ergebnis eine statische Webseite generiert. Daneben soll es auch Methoden zur SEO und Conversion-Optimierung (A-B und Multivariate Testing), Freigabeprozesse aus der agilen Softwareentwicklung sowie eine Versionsverwaltung für Design und Inhalte unterstützen. Welche Möglichkeiten das Flat-File-CMS Grav dafür bietet, wird in diesem Artikel betrachtet. Doch erst einmal stehen die genauen Anforderungen an das gewählte CMS im Fokus dieses Artikels.

Das Webseitenkonzept

Abbildung 1 zeigt unser Webseitenkonzept zur Abgrenzung der Anforderungen an das neue Redaktionssystem. Demnach soll die Webseite grundsätzlich in drei Umgebungen abgebildet werden können, die im Bild grün dargestellt sind.

Abb. 1: Eigene Anforderungen an das neue Redaktionssystem

  • Lokale Entwicklungsumgebung(en): Es soll eine oder ggf. mehrere lokale Entwicklungsumgebungen mit Lese- und Schreibrechten auf das Admin (Design-) Repository, nur Leserechte auf das Content-Repository und einen besonderen Freigabeprozess für die Designtemplates über das Aufgabenverwaltungstool geben.
  • Zentrale Redaktionsumgebung: Die zentrale Redaktionsumgebung soll mit Lese- und Schreibrechten auf das Content-Repository, nur mit Leserechten auf das Admin (Design-) Repository und einem Freigabeprozess, der in das Flat-File-CMS integriert ist, versehen sein.
  • Produktionsumgebung: Die öffentliche Produktionsumgebung existiert als statische Webseite.

Für das operative Projektmanagement und die Aufgabenverwaltung nutzen wir Atlassian Jira, welches sich direkt an die Git-Versionsverwaltung BitBucket koppeln lässt. So wird beispielsweise durch die Nennung der Vorgangsnummer einer Aufgabe in der Git-Commit-Nachricht ein Commit direkt mit der Aufgabe verlinkt und kann so noch Jahre später der Aufgabe zugeordnet werden. Neben den Möglichkeiten, in Jira Aufgaben zu erstellen, zu priorisieren und sie Mitarbeitern zuzuweisen, haben wir auch einen „Reviewworkflow“ konfiguriert – einen besonderen Freigabeprozess nach dem Vier-Augen-Prinzip. Dieses Prinzip dient in erster Linie zur Fehlervermeidung. Das bedeutet, wichtige Entscheidungen oder Prozesse sollen nicht von einer einzelnen Person getroffen bzw. getätigt werden können. Stattdessen durchläuft jede Aufgabe einen sogenannten Reviewprozess. Dabei wird die Lösung von einer anderen Person überprüft, bevor die Aufgabe an die QA-Abteilung zur weiteren Prüfung übergeben werden kann.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

PHP Magazin 2.19 - "Docker: Wie sicher ist Docker?"

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579871621Grav: Das andere Content Management System
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