Torsten Zimmermann Freelancer

Industrie 4.0 wird wahrscheinlich die Erkenntnisse und Ansichten über die moderne Warenproduktion und den Fabrikgedanken dramatisch verändern

In den beiden ersten Artikel dieser Serie ging es um die Entwicklung und den aktuellen Stand innerhalb der digitalen Transformation. In diesem Artikel wage ich einen Blick in die Zukunft. Wie könnte die Warenproduktion in zehn oder zwanzig Jahren aussehen? Ist hier der Begriff Produktion überhaupt noch angebracht?

3-D-Druck, künstliche Intelligenz, Virtual Reality und Vernetzung (bis 2023): Wenn wir zunächst die nächsten fünf Jahre (2018 bis 2023) ansehen, sind für viele Marktteilnehmer die nächsten Innovationen noch klar erkennbar. Eine hiervon ist der 3-D-Druck. Bislang fristet er noch ein Nischendasein, was vor allem an den zu verarbeitenden Grundstoffen liegt, die sich aktuell noch nicht für alle möglichen Anwendungsbereiche eignen. Man denke an Anforderungen wie Stabilität, Robustheit gegenüber Verschleiß, Säureresistenz, Temperatur oder medizinische Verträglichkeit. Aktuell sind den Stoffen, die beim 3-D-Druck verwendet werden, Grenzen gesetzt. Doch diese Limitierungen werden Stück für Stück beseitigt. In den letzten Jahren stieg die Zahl der verwendeten Materialien deutlich an. Diese Tendenz dürfte sich in naher Zukunft weiter fortsetzen. Die auf Polyethylen oder Polyester basierenden Materialien werden dabei mit anderen Stoffen kombiniert, um so die Materialeigenschaften in Bezug auf Verarbeitung und spätere Benutzung des Produkts zu verbessern. Viele sagen deshalb dieser Technologie eine goldene Zukunft voraus.

Stellen Sie sich vor, Sie wären Kapitän eines Transportflugzeugs einer Cargogesellschaft. Gerade sind Sie in Nordafrika, beispielsweise am Flughafen von Kairo, gelandet. Die für die Region bestimmten Waren werden gelöscht. Danach soll es nach New Delhi weitergehen. Doch beim Cross-Check vor dem Start merkt ihre Crew, dass ein Bauteil bei der Landung in Kairo wohl Schaden genommen hat. Ohne erfolgreiche Reparatur beziehungsweise Austausch des betroffenen Bauteils gibt es keine Startfreigabe vom Tower. Das betreffende Ersatzteil ist in Kairo jedoch nicht verfügbar. Damit wäre es ihnen unmöglich, den nächsten Flugauftrag wahrzunehmen. Mithilfe des 3-D-Drucks sieht das aber ganz anders aus: Der Hersteller des Bauteils sendet die Konstruktionsdaten an einen zertifizierten Servicepartner vor Ort, der das Bauteil auf Basis der Konstruktionsinformationen ausdruckt. Wenige Stunden später ist das Bauteil ausgewechselt und erfolgreich geprüft. Einem Weiterflug steht dann nichts mehr im Weg. Möglicherweise wird Ihre Maschine verspätet in New Delhi ankommen. Doch es bestehen gute Chancen, den Transportflug erfolgreich abzuschließen. Heute muss für die defekte Maschine in Kairo in der Regel ein Ersatzflugzeug einspringen. 3-D-Druck ist eine Technologie, die die Warenproduktion dramatisch verändern wird. Deshalb ordnet man sie oft den disruptiven Technologien und deren Geschäftsprozesse den disruptiven Geschäftsprozessen zu. Denn sie werden wahrscheinlich klassische Technologien und deren Geschäftsprozesse verdrängen. Gehört deshalb dem 3-D-Druck die Zukunft? Viele Marktteilnehmer sind sich sicher, dass die 3-D-Drucktechnologie über phantastische Aussichten und viel Potenzial verfügt.

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Windows Developer 5.17 - "Cross-Plattform mit JavaScript"

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579794452Industrie 4.0: Stetige Veränderung statt Revolution
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