Dr. Veikko Krypczyk Selbstständig

IoT-Anwendungen verlangen nach anderen Bedienszenarien als herkömmliche Desktopsoftware.

Olena Bochkor Selbstständig

Zum Erstellen von Apps für den Raspberry Pi und Windows 10 IoT gibt es also eine sehr brauchbare Entwicklungslandschaft.

Der Hype um das Internet der Dinge reißt nicht ab. Im Fokus steht dabei oft der Minicomputer Raspberry Pi. Durchaus interessante Anwendungen lassen sich aber auch mit Windows 10 IoT erstellen. Der Kiosk-Modus erlaubt es nämlich, stets eine App exklusiv im Vordergrund anzuzeigen. In einer kleinen Artikelserie geben wir Ihnen einen Überblick über den Stand der Dinge und die aktuellen Einsatzmöglichkeiten von Windows 10 IoT auf dem Raspberry Pi.

Das Thema Internet of Things zählt nun schon seit einigen Jahren zu den Hypethemen der IT-Branche. Am Anfang wurde das Interesse stark durch die Aktivitäten der Maker-Szene geprägt. Man könnte es auch als Basteln für die Großen bezeichnen. Auch heute hat das Thema immer noch viel mit Experimentieren und Forschen zu tun, dennoch haben sich in vielen Bereichen funktionierende Anwendungsszenarien etabliert. Gut bekannt sind beispielsweise die vielfältigen Verwendungen im Bereich der Heimautomation. Auch im kommerziellen Umfeld finden sich immer mehr Einsatzmöglichkeiten. Häufig kommt dabei der Minicomputer Raspberry Pi zum Einsatz, und als Betriebssystem Raspbian, eine für diese Umgebung spezialisierte Linux-Variante.

Ebenso steht seit einiger Zeit eine spezielle Windows-Variante, Windows 10 IoT, zur Installation auf dem Raspberry Pi zur Verfügung. Dabei handelt es sich nicht um ein herkömmliches Windows, denn es gibt weder einen grafischen Desktop noch die Möglichkeit, klassische Windows-Anwendungen auf diesem System auszuführen. Das würde auch keinen Sinn ergeben, denn der Raspberry Pi ist eher dazu gedacht, spezielle Steuerungs- oder Informationsaufgaben zu übernehmen. Und dafür ist Windows 10 IoT unserer Meinung nach, dank der Kiosk-Modus genannten Darstellungsweise, bestens geeignet. Direkt ausführbar sind die Apps für die Universal Windows Platform (UWP), in der die Anwendungen im Vollbildmodus erscheinen.

Überblick: Raspberry Pi und IoT

  • Teil 1: Internet of Things und Windows 10
  • Teil 2: Eine UWP-App für den Raspberry Pi

Orientieren werden wir uns dabei an der Fragestellung, wie gut Windows 10 IoT auf den Modellen Raspberry Pi 2 und 3 läuft, wie komfortabel der Entwicklungsprozess mithilfe von Remotezugriff und Visual Studio 2017 ist und ob das System sich noch im Versuchsstadium befindet oder sich bereits produktionsfähige Anwendungen mit ihm bauen lassen. Ebenso sehen wir uns an, welche Möglichkeiten existieren, um externe Hardware an den Raspberry Pi anzuschließen und mit ihnen über ein Netzwerk zu kommunizieren. Beginnen werden wir mit den Systemvoraussetzungen und der Installation des Betriebssystems. Danach interessiert uns, wie man Apps für den Raspberry Pi mithilfe von Visual Studio 2017 programmiert und auf dem Minicomputer installiert und testet. Konkret wollen wir im zweiten Teil eine Beispiel-App für den Raspberry Pi mit Windows 10 IoT entwerfen. Bevor jedoch die technische Seite im Vordergrund steht, sollte man beim Thema IoT genau überlegen, was die konkreten Anforderungen an das Zielsystem sind. Hiernach sind die Hardware und das Betriebssystem auszuwählen und auf der Basis dieser Entscheidungen ist dann die App zu programmieren.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

Entwickler Magazin 1.18 - "Firebase und MySQL"

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579822312Windows 10 IoT auf dem Raspberry Pi
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