Dr. Christoph Windheuser ThoughtWorks

„Intelligent Empowerment unterstützt Menschen, damit sie effizienter und präziser arbeiten oder bessere Entscheidungen treffen können – somit erweitern intelligente Tools die menschlichen Fähigkeiten.“

Künstliche Intelligenz (KI) begegnet uns überall: Sie soll Flotten selbstfahrender Autos steuern, unzählige neue Geschäftschancen eröffnen und verheißt sogar den Schlüssel zur Weltmachtposition. Bei all den Erwartungen übersehen wir jedoch leicht das wahre Potenzial von KI.

Auch wenn das Thema gerade heiß diskutiert wird – KI ist nicht neu. Der Begriff künstliche Intelligenz wurde bereits 1956 auf der Dartmouth Conference geprägt. Er beschreibt folgende Idee: Sämtliche Aspekte des Lernens und sonstiger Merkmale der Intelligenz können so präzise beschrieben werden, dass eine Maschine in der Lage ist, diese nachzuahmen. Heute, gut sechzig Jahre später, ist KI eins der am meisten – vielleicht sogar zu sehr – gehypten Technologiekonzepte der Welt. Infolge des wachsenden Interesses an Anwendungen wie Spracherkennung, optischer Mustererkennung, Bildbearbeitung, Sprachsynthese, Übersetzung und autonomem Fahren haben Forschung, Innovation und die mediale Aufmerksamkeit einen enormen Aufschwung erfahren. Und mit dem Computerprogramm AlphaGo, für das traditionsreiche Strategiespiel Go, hat uns Google gezeigt: Die künstliche Intelligenz übertrifft uns inzwischen in Bereichen, in denen der menschliche Scharfsinn bisher unschlagbar war.

Es ist kaum verwunderlich, dass sich führende Technologieexperten die künstliche Intelligenz zunutze machen wollen. Laut einer Studie setzen 89 Prozent der CIOs maschinelles Lernen in ihren Unternehmen ein oder planen, dies zu tun. Auch die Analysten stellen in der Regel gewagte Prognosen auf: IDC glaubt, dass die Ausgaben für KI von 8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016 auf 47 Milliarden im Jahr 2020 steigen werden. Heutzutage können Unternehmen dank dieser Technologie viel effizienter arbeiten, deutlich an Kosten einsparen und große Marktanteile gewinnen. Bei künstlicher Intelligenz geht es aber nicht einfach darum, dass Menschen am Arbeitsplatz von Maschinen abgelöst werden: Viel interessantere Möglichkeiten eröffnen sich, wenn Mensch und Maschine auf intelligente Art und Weise zusammenarbeiten. Das nennen wir dann Intelligent Empowerment.

Mehr als Intelligenz

Ist also Intelligent Empowerment dasselbe wie KI? Sie gehören zwar zusammen, sind aber doch unterschiedlich. KI dreht sich häufig darum, dass ein Computer Aufgaben übernimmt, die auch ein Mensch erledigen könnte, dabei aber schneller und kostengünstiger arbeitet. Schnell geht es dann auch darum, Menschen durch Computer zu ersetzen.

Intelligent Empowerment hingegen unterstützt Menschen, damit sie effizienter und präziser arbeiten oder bessere Entscheidungen treffen können – somit erweitern intelligente Tools die menschlichen Fähigkeiten. Ziel von Intelligent Empowerment ist es, die stumpfsinnigen Arbeiten, die Menschen heute erledigen, zu reduzieren oder sogar ganz zu verbannen, damit diese stattdessen ihre Kreativität und Vorstellungskraft nutzen und erfüllenderen Tätigkeiten nachgehen können.

 

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe:

Business Technology 3.18 - "Big Data aus dem All"

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